Göttliches Träumen
Gott sagte ...
Was du denkst, du willst es, und was du wirklich tief innen willst, können zwei verschiedene Dinge sein. Du erkennst bereits, in der Vergangenheit hast du etwas oder jemanden erstrebt, und du hast nicht bekommen, was du im Herzen hattest und worauf dein Herz angesetzt war.
Vielleicht erfasste ein Faden von dir, dass du ohne das besser dran wärest, was du erstrebtest, aber du wolltest, was du wolltest, und du wolltest es anders nicht glauben, ist das nicht so? Damals zerbrach dein Traum, du warst am Boden zerstört, und später, da sahst du dich wohl gar erleichtert. Nun weißt du - was früher eine große Enttäuschung und ein Verlust für dich war, war auf ganzer Strecke ein Segen. Wie gesegnet du bist für das, was du empfängst und was du nicht empfängst. Wie gesegnet du bist.
Es war einmal, da wolltest du vielleicht ein bestimmtes Geschäft eröffnen, und wie es das Geschick so wollte, du hast die Firma eröffnet, die du so sehr in Betracht genommen hattest. Bald entdecktest du, dass sie, gleich, wie sehr du diese Firma wolltest, nicht so das richtige war, und du nicht für sie. Du bist in einer bestimmten Richtung gestartet, und du gingst unentwegt voran. Du wolltest das, weil du es wolltest, und es war eigentlich nicht das, was du dir dachtest, wie es letztlich sein sollte. Du gingst den ganzen langen Weg, nur um letztlich anzuhalten und um schlussendlich einen anderen Weg zu nehmen.
Es wäre schön gewesen, hätte dich früher etwas gebremst.
Wenn es ein Mann oder eine Frau ist, die du tief liebst, und du bist es, der am Altar verlassen wird, egal, wie sehr du das als einen Verlust ansahst und betrauertest, jetzt siehst du es anders. Nun kannst du es dir nicht einmal mehr ausdenken, was es denn war, was du dir dabei gedacht hast – was hattest du gedacht? Wären all deine vorherigen Bestrebungen erfüllt worden, so wäre das Glück immer noch nicht dein gewesen. Du bautest auf Dinge, auf die man nicht bauen kann.
Alles im Leben scheint dich von etwas anderem zu verschonen. Es ist nicht immer das Höchste, wenn die Begehren deines Herzens erfüllt werden. Du hast es nicht gerne, herauszufinden, dass du den falschen Baum angebellt hast. Zuweilen warst du wie ein Affe, der die Ranke, an der er schwingt, nicht los lassen kann. Du hältst fest, weil du festhältst und weil du nicht davon wegkommen möchtest.
Bestimmt hast du im Leben entdeckt, dass sich nicht alles zutrug, was du dir erwünschtest. Es gab eine Zeit, als du dachtest, was immer du mit all deinem Herzen erstrebst, werde ganz natürlich Wirklichkeit. Stück für Stück, einer um den anderen, wurden deine Finger von diesem Traum weggehalten. Nun streckst du deine Hände aus, das Handinnere nach oben, um zu sehen, was in sie gegossen wird – vielleicht Schätze, an die du nie gedacht hast, vielleicht Träume, die du bei aller Voraussicht nicht geträumt hast.
Was immer an Träumen kommen wird, sie dienen einem Zweck. Und was immer an Träumen nicht kommen wird, auch sie dienen einem Zweck. Das gesamte Universum liegt euch zu Füßen, Geliebte, wie ein Schuhverkäufer, der euch Schuhe anprobiert und dabei den Weg für euch sachte freimacht. Der längste Weg mag vielleicht die Abkürzung sein, die Abkürzung vielleicht der längste Weg insgesamt gesehen. Wie solltet ihr das wissen, Geliebte?
Ergeht euch also im Leben. Liebt, was ihr liebt, und haltet nicht zu eng fest. Gebt euren Träumen eine Chance, um Luft zu holen. Und lasst sie desgleichen nicht zu rasch los. Träumt. Haltet nicht streng fest, und seid nicht zu hastig und werft eure Träume nicht eben so fort. Gravitiert von den Träumen fort, bei denen ihr denkt, euer Leben hinge von ihnen ab, so, als wärt ihr ohne sie beraubt. Träumt eure Träume, und lasst die Menschen und das Leben ihrem eigenen Strom göttlichen Träumens nachgehen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/goettliches-traeumen.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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