Glaube an Gott

God said:

An einem Wolkentag geht das Leben schlicht genauso weiter. Was euch, Meine Lieblinge, angeht, wenn euch der Himmel düster zu sein scheint, lasst sodann die Wolken eure Sicht nicht trüben. Macht einfach genauso weiter.

Im Leben in der Welt ist nichts passiert. Du magst das Gefühl haben, du durchlaufest einen gewaltigen Wandel, das Leben, so wie du es gekannt hast, falle auseinander, und so weiter, und doch ist nichts geschehen. Es ist eine sich verwandelnde Welt, in der ihr lebt. Alles hat sich geändert, und gleichwohl hat sich nichts geändert. Aus eurer Perspektive her hat sich alles geändert. Nichtsdestotrotz kann der Vorleger nicht unter euch weggezogen werden. Einst warst du ein Teilnehmer im Leben mit einem bestimmten Teppich unter deinen Füßen. Jetzt bist du ein schlichter Teilhaber im Leben ohne den vertrauten Läufer unter deinen Füßen. Und jetzt bist du du, selbst wenn du dich gewandelt hast, hat sich nichts gewandelt.

Sofern du zwei Eier in eine Schüssel gibst und sie mit einer Gabel schlägst, hast du immer noch die zwei Eier in der Schüssel. Was ist der Unterschied? Es geht um ein bisschen Umrühren, das ist alles.

Was immer sich auch zugetragen haben mag, ziehe in Betracht, dass du eine Leiter hochgestiegen bist. Du bist nicht abgesackt. Ganz im Gegenteil, du bist hochgekommen. Du kletterst eine Leiter der Vergangenheit hoch. Du trittst auf die Sprossen. Du hast einen Meilenstein passiert, selbst wenn es einer war, den du nicht mochtest. Du sehntest dich nach einer Fortdauer, die nicht existiert.

Vielleicht sagst du: „Permanenz existiert für andere. Es war einmal, da existierte sie für mich.“

So sodann froh. Sei froh, du hattest ja doch das, was sich jetzt verabschiedet hat.

Bequeme dich dem Weltbild an, dass, obschon nichts geschehen ist, vielleicht etwas geschehen ist. Deine Gefühle sagen es so. Hernach sieh, dass das, was geschehen ist, zu deinem Nutzen erfolgt ist. Selbst bei diesem Umbruch, den du nicht wolltest, ist etwas Gutes für dich dran. Du wolltest, dass alles so weiter geht, wie es war, obschon es dir klar war, dass du dich auf rutschigem Sand befandst. Jetzt weißt du es. Jetzt bist du niedergegangen, selbst obschon es danach aussehen mag, dass du dich auf einem öden Land befindest. Das Land ist nicht öde. Du fühlst dich beraubt. Du hast dich selber beraubt. Du magst das Gefühl haben, dies, was auch immer, seist du außerstande zu durchleben, und, natürlich, du wirst es durchleben. Du bist, selbst für deinen unersättlichen Geist, durch Schlimmeres gegangen.

Woran du dich angeheftet hast, ist eine Fantasie. War es das nicht? Und dieser Aufstand, den du durchläufst, ist ebenfalls eine Fantasie. Nichts ist passiert. Wir können es so ausdrücken:

„Ich, Gott, bin alles, was es gibt.“ Du könntest sagen, dass Ich das einzige Kind um den Block herum bin. Ich werde dir nie abhanden kommen. Alles in der Welt kann sich scheinbar verändern. Immerzu hast du Mich. Kann Ich nicht genug sein? Kann es nicht genug sein, dass Ich bei dir bin? Wir haben von vielen Äonen an gemeinsam den Weg genommen. Im Eigentlichen mehr als das. Wir sind durch die Ewigkeit gegangen. Es gibt nichts anderes, was man durchlaufen kann. Wer sonst auch in deiner Welt bei dir oder nicht bei dir ist, Ich bin bei dir.

Möchtest du Mich für einen Anderen einhandeln? Möchtest du das wirklich? Möchtest du wirklich bei der Auswahl einen Anderen vor Mir rangieren lassen?

Falls du dich an jemanden oder etwas hängen musst, hänge dich an Mich. Du wirst dich nicht einmal dranhängen. Du wirst stracks da sein, wo du bestimmt bist, zu sein. Du wirst an Meiner Seite sein, und Ich an der deinen.

Du kannst aufhören, so viel Aufmerksamkeit auf jene Filmleinwand zu richten, von der du die Augen nicht wegzubekommen vermagst. Sei Meiner eingedenk. Sieh Mich vor dir stehen. Stehe auf Meinen Schultern. Du brauchst im Grunde jenen Läufer unter deinen Füßen nicht. Du brauchst nicht einmal den Boden. Du hast alles, dessen du bedarfst, Heller Stern. Du hast Mich. Ich scheine in dein Herz. Ich scheine in jedermanns Herz. Dir ist nichts abhanden gekommen. Es gibt keinen Verlust. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass du an Verlust glaubst. Du glaubst sogar an den Tod. Glaube an Mich. Möchtest du an Mich glauben?

Translated by: theophil

 

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