Furcht ist ein Rabauke

God said:

Gott redete …

Du hast gelernt, nicht Vertrauen zu haben. Das wurde dir beigebracht. Du wurdest gelehrt, in der Welt zu leben wie du mit einem unbändigen wilden Tier leben würdest. Dir wurde beigebracht, angesichts des Lebens verwegen, ja gar unverfroren zu sein, oder du wurdest gelehrt, furchtsam zu sein. So oder so, du wurdest unterwiesen, Angst zu haben. Du wurdest unterwiesen, gewisse Geschehnisse im Leben seien unvertretbar.

Was wäre denn, wenn ihr das nicht gelernt hättet? Ihr hättet ein anderes Verständnis, und ihr würdet euch im Leben anders bewegen. Heiß oder kalt, beide wären okay. Ihr wärt weitaus mehr denn In-Empfang-Nehmende. Ihr könntet gar Willkommen-Heißende des Lebens sein, so, wie es in Erscheinung tritt.

Wenn du das Leben so nähmest, wie es kommt, was wäre dir fortan furchtsam? Was wäre grauenhaft? So wie du fühlst, so handelst oder reagierst du. Was wäre, wenn du nicht furchtsam wärest? Was wäre, wenn deine ganze Welt nicht davon abhinge, was sich in ihr zuträgt? Wärst du nicht jedweder Angst ledig?

Und wieso nicht der Angst ledig sein? Was Gutes richtet dir das Leben in einem Zustand von Furcht überhaupt aus?

Eher hast du das Leben verbracht wie ein Dreieck, das auf seiner Spitze steht, anstatt auf seiner Grundlinie. Seid in euch selber gegründet, Geliebte. Seid an jedem Tag, über Angst hinweg, in euch selber verankert. Erschafft eine andere Basis für euer Leben. Habt keine Angst, wenn es an der Tür klingelt. Fürchtet euch nicht.

Gütiger Himmel, ihr habt im Leben weder großzutun noch auf Zehenspitzen zu gehen. Herunter gebrochen heißt das, dass ihr euch allzu oft vor eurem eigenen Schatten ängstigt. Wir können sagen, dass es nichts gibt, um darob zu erzittern, außer deinen eigenen Schattengedanken. Was ist nicht dein Denken? Das Konzept von Angst ist ein Gedanke, und du trägst ihn fortwährend mit dir herum, so wie du es mit einem Schirm tust, derweilen du Regen kommen siehst. Und so trägst du einen Schirm der Furcht mit dir herum, schier für den Fall. Auf diese Weise wird dein Leben furchtsam sein.

Der Schuh, bei dem du darauf wartest, dass er bald purzelt, trägt den Namen Entsetzlich!
[Dies bedarf einer Erläuterung. Es nimmt Bezug auf eine Scherz-Geschichte, die zu der engl. Redewendung führte … Ein Gast findet sich abends in einem Gasthof zur Übernachtung ein. Es wird ihm bedeutet, sich still zu verhalten, da der Gast in dem Zimmer neben ihm einen leichten Schlaf habe. Als er sich auszog, kam es, dass ihm ein Schuh zu Boden fiel, was den anderen Gast sicherlich aufweckte. Er schaffte es, den anderen Schuh leise auszuziehen. Eine Stunde später hörte er ein Pochen an der Wand und einen Zuruf: „Wann lassen Sie den anderen Schuh fallen?“]

Was wäre, wenn du, anstatt dich draußen nach Regenwetter umzuschauen, Sonnenschein im Gemüt hättest? Was für einen Unterschied überbrächte dies deinem Leben auf der Erde. In was für einer anderen Verankerung würdest du da leben. Du hättest Freisein von Angst. Wenn du dich am Rande eines Kliffs aufhieltest, würdest du mehr nach oben sehen als hinunter. Oben ist unbegrenzt weit, und unten weniger weit. Sofern die Welt aus allen Möglichkeiten besteht, und - ganz bestimmt ist das der Fall -, wieso sodann sich schier auf eine Sorte Möglichkeiten konzentrieren? Richtet eure Aufmerksamkeit auf den Horizont und hebt euren Kopf hoch. Das Königreich Gottes liegt ganz gewiss in euch. Inwendig in euch liegt das Königreich Gottes. In Gott ist der Glanz und die Pracht.

Mit Sicherheit fertigte euch nicht Angst. Ich schuf euch. Allzu oft ist Furcht euer Wegweiser gewesen. Entsinnt euch Meiner. Entsinnt euch der Engel. Sei dein eigener Engel. Steuere dich von der Angst weg. Schau, Angst ist ein ungeheurer Rabauke. Angst ist nicht dein Höheres Selbst, so sehr du die Einbildungskraft auch spreizen magst. Angst perpetuiert sich selber. Sie ist ein Vergehen-Begeher. Sie ist nichts Gutem hinterher. Du wirst ohne Weiteres der Angst vertraut haben. Du wirst als Hauptfach Angst studiert haben, anstelle von Liebe.

Liebe dich selber, und Angst wird keinen solch ehrgebietenden Platz in deinem Leben innehaben. Furcht wird aus dem Weg gehen. Sie wird nicht mehr länger die Überlegenheit innehalten. Angst wird nicht dein erster Gedanken am Morgen oder des Abends sein. Angst könnte überhaupt keinen Platz in deinem Herzen einnehmen. Angst ist mächtig, bloß so du es ansagst. Und wer, bei rechtem Verstand, all der vorgegebenen Beweggründe zum Trotz, lebt in Angst, wer lebt gerne in Erwartung der Axt der Angst und des Unsäglichen, dass sie niedergeht?

Wenn du festsitzt, denke an Mich, denn Ich bin das Feld Aller Möglichkeiten, oder lasse es Mich so sagen, Ich bin das Feld der Liebe. Wo Ich bin, ist Tod nicht. Da ist Leben und Einzig Leben. Wir, du und Ich, leben gemeinsam in alle Ewigkeit. Ewig und Endlos sind Wir. Lasse Angst gehen.

Translated by: theophil

 

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