Für dich selber das Wort ergreifen

God said:

Gott redete …

Du wirst wohl eher, der Höflichkeit zuliebe, nicht immer sagen, was du denkst. Du möchtest gerne freundlich sein, und du weißt nicht, wie nett sein und zugleich sagen, was du wirklich denkst, geht. Dies kann für dich einen Konflikt bedeuten. Du möchtest nicht grob sein, und du möchtest ebenso nicht deine Empfindungen außer Acht gelassen sehen.

Für jene unter euch, die an sich befinden, sie seien gerne am Ausweichen – das Leben in der Welt, das Leben ist zu kurz, um euch eurer eigenen Gefühle zu begeben, indem ihr die Gefühle anderer Menschen vor den euren rangieren lasst. Ihr habt nicht den Weg des geringsten Widerstands zu nehmen. Ihr habt euch nicht selber in die Tasche zu lügen, und ihr habt nicht zu sagen, was andere Menschen eurem Dafürhalten nach euch gerne sagen hören möchten. Ihr habt nicht dauernd stillschweigend zu billigen, was Andere von euch möchten oder was sie eurer Auffassung nach von euch möchten.

Gewiss, wenn du in Gesellschaft bist und wenn dich deine Freundin fragt, wie du das Kleid, was sie anhat, findest – sie hat es an, letztlich trägt sie es, dementsprechend, ja, sei diskret. Selbst wenn es ihr deiner Meinung nach nicht steht, gib ihr etwas zu verstehen, was du tatsächlich magst, etwa die Farbe des Kleides.

Allein, dort wo das, wie dir zumute ist, auf dich und dein Leben einwirkt, was veranlasst dich dabei zu dem Gedanken, du habest herumzudrucksen? Falls dir eine Teilnahme an etwas nicht zusagt, hast du nicht daran teilzunehmen. Sprich es aus, wie dir zumute ist. Für wie lange möchtest du das Zu-Verstehen-Geben dessen, was dir von Bedeutung ist, ausquartieren? Für den Großteil deines Lebens auf Erden?

Zuallererst, andere Leute sind nicht aus Glas. Du hast nicht auf Zehenspitzen um sie herum zu gehen. Darin kommt keine Provision zu liegen. Oder die Provision für dich ist womöglich bloß Unzufriedenheit mit dir selber und mit deiner Freundin weiter unten im Straßenzug.

Ich kann es nachvollziehen, du möchtest gerne schonungsvoll sein. Gleichzeitig kannst du aufrichtig sein.

Ein unverfälschter Sprecher sein, wenn es darauf ankommt - das ist nicht harsch. Es ist ehrlich. Es ist schlicht aussprechen, was du an Gefühlen hast. Bist du nicht berechtigt, dich darüber auszulassen, was du empfindest, so viel wie jeder andere auch?

Ich kann euer Bestreben, freundlich zu sein, nachvollziehen. Wir reden nicht über Derbheit. Wir reden über euer Darlegen, was ihr ehrlich fühlt. Weil jemand mit etwas in einer bestimmten Weise glücklich ist, bedeutet nicht, dass du damit glücklich zu sein hast, sowie es dich mit betrifft. Den Gefühlen anderer Menschen nachgeben kann nur so und so weit gehen.

Nicht anders – die einen oder anderen Menschen sind geneigt, rücksichtslos über die Gefühle anderer Leute hinwegzugehen. Womöglich gehen sie über deine Gefühle rücksichtslos hinweg.

Einige unter diesen Vorgängen, die du erlebst, und die dir ein gewisses Maß an Herzschmerz bereiten, dessen unbenommen, was du was das angeht unternimmst, können in der Tat daraus resultieren, dass du allzu lange nicht mit der Sprache herausgerückt bist. Du hast Gelegenheiten ausgelassen, zu sagen, was an dir ist vorzubringen. Du legtest deine Aufrichtigkeit zur Seite. Was du deutlich werden ließt, war unklar, vielleicht unlauter. Du hast an dir selber vorbeigesehen.

Absolut, sei ein unverfälschter Sprecher. Auf wie viel beläuft sich Umgänglich-Sein, so du in deinem Herzen nicht ansprechend bist? Was ist so verkehrt an deiner Aussage - wie etwa, bevor es zum Ausbruch einer Krise kommt, an der folgenden:

„Weißt du, ich sehe diese Lage anders.“

Dies ist nicht unfreundlich. Das ist ehrlich. Du bist für Gespräche offen. Gedanken und Gefühle offen ansprechen ist eine gute Sache. Das ist eine ganz natürliche Art, im Leben vorzugehen. Zahlreiche Meiner Kinder haben sich diese Natürlichkeit womöglich verbissen, im Austausch gegen gefällig sein.

Eure Entscheidungen im Leben gehören nicht auf Freundlichkeit oder Nichtgefälligsein gegründet. Wenn dir einmal ein Verkäufer verkehrt abgezähltes Wechselgeld zurückgibt, meldest du dich. Was soll daran nicht richtig sein?

Weswegen solltest du deinen Gesichtspunkt, aus einer unangebrachten Inbedachtnahme der Wahrnehmungen anderer Menschen heraus, aufgeben mögen? Sofern die Wahrheit ersichtlich ist, lässt du deine Wahrheit Anderen zukommen, dabei deine eigenen Empfindungen schonend. Dir ist einfach der Gedanke lieb, du seist der gute Mensch - beim Umgang mit Freunden, wovon Wir hier reden, kannst du ohne Weiteres ebenso gut ein Provokateur sein, indem du Geheimnisse für dich behältst. Verschweigen und anderen Menschen Zugeständnisse machen um des lieben Friedens willen sind niemandem von Nutzen. Der Akt des Geheimhaltens ist wie einen anderen Menschen hinters Licht führen.

In Anbetracht einer Wahl – und du hast eine Wahl – – unter allzu vielen Umständen ist einen anderen Menschen hinters Licht führen unfreundlich, und, ist wahrhaftig sein freundlich.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on