Freue dich, wenn du dich irrst

God said:

Gott redete ...

Lass dich ruhig irren. Du musst nicht immer recht haben. Du musst dich nicht als richtig erweisen, so auch wie du nicht jemand anderen als falschliegend auf die Probe stellen musst. Was wandelt sich, Geliebter, falls du oder jemand anderes richtig oder falsch liegt? In beiden Fällen geht es um eine vorüberziehende Laune. Allein für ein Ego zählt dies hie und da.

Zähle deine Fehler als große Schritte des Lernens. Du bist auf dem Pfad des Lernens. Seid nicht bestürzt, weil ihr etwas gelernt habt, etwas gelernt auch dann, während ihr es nicht zu lernen wünschtet.

Ja, ziemlich viel, ziemlich viel eures Lernens hat in der Welt, in der ihr euch aufhaltet, mit dem Umlernen zu tun, hat mit eurer Befähigung und Bereitwilligkeit zu tun, gehen zu lassen. Was ist Umlernen Anderes, als eine Idee los zu lassen? Lasst Ideen Sprungbretter sein, und nicht in Stein gemeißelte Ignoranz.

Ein freies Seien hält sich nicht an der Vergangenheit fest. Es macht sich für sie nicht stark, so, wie es sie auch nicht denunziert. Es lässt sie gehen.

Je weiser du wirst, desto mehr wirst du loslassen, desto mehr ist aus dem Weg geräumt. Dann wird dein Geist einem entrümpelten Haus gleich. Das ist in etwa, als würdet ihr sagen, die Vergangenheit ist hinter euch.

Fasst jeden Morgen beim Aufwachen ins Auge, dass ihr von der Vergangenheit abgewaschen seid. Fasst ins Auge, dass ihr, so wie ihr euren Körper einfach mit frischen Kleidern verseht, frische Gedanken in euren Geist zu setzen vermögt. Ihr könnt sie anprobieren. Ihr könnt sie für gut befinden oder sie verwerfen. Euer Geist kann in der Sache vorankommen.

Es ist absolut gewiss, jeder Tag ist ausersehen, neu zu sein. Er ist neu. Es ist ein Tag, der noch nie zuvor in Erscheinung getreten war. Entsinnt euch dessen.

Zur selben Zeit – es besteht ein Teil eurer Zwecksetzung im Leben darin, zu vergessen. Gesegnet ist derjenige, der die Vergangenheit gehen lässt, und der auf diesen laufenden Tag blickt und der sich nie um das Künftige kümmert. Die Vergangenheit und die Zukunft sind zwei Früchte der gleichen Weinrebe der Zeit, dieser derart kritzeligen Illusion, die so rechtzeitig, so gewürdigt, so ausgiebig in Betracht genommen wird. Die Zeit liegt schwer auf dir. Die Zeit ist so eine Art von Zensor für dein Herz geworden. Die Zeit sagt dir an, doch auf ihr eigenes Tick-Tack zu lauschen, und nicht auf das Schlagen deines Herzens. Die Zeit möchte dich auf einen Fahrplan setzen, den du nicht selbst aufgestellt hast. Die Zeit möchte dein Leben übernehmen. Sie möchte dich in die Vergangenheit und in die Zukunft hinein schieben. Sie würde dir ansagen, wann eine Kerze auszublasen und wann ein Auto zu starten sei.

Die Zeit möchte dich zur Eile bewegen oder dich verlangsamen. Es ist um Vieles einfacher, Mir Freude zu bereiten, als die Zeit zu befriedigen. Die Zeit belästigt euch immerzu. Sie wartet nicht. Da Ich jenseits der Zeit weile, kann man die Aussage treffen, dass Ich warte, und dennoch bin Ich instant und vorliegend. Ich bin instant, und Ich bin Ewig, und so auch ihr.

Ihr seid um so Vieles mehr, als ihr euch selbst zuschreibt. Kaum schreibt ihr jemand Anderem etwas zu und dichtet es ihm im Guten an. Dies ist eines eurer Muster, die sich wandeln werden. Sobald ihr euch von der Vergangenheit freisprecht, werdet ihr anfangen, euch und Andere in Meinem Licht zu sehen. Ihr werdet bei euren Augen und bei eurem Herzen das Oberste zuunterst kehren. Ihr werdet euch enthüllen. So wie ihr das bei euch tut, so enthüllt ihr jedermann, und enthüllt ihr Mich.

Geliebte, deckt Mich auf. Begreift, worum Ich euch hier ersuche. Ich ersuche euch, euch gegenüber euch selbst aufzudecken. Nehmt eure Maske ab. Nehmt jene alten Gedanken fort, und im selben Atemzug werdet ihr euch enthüllen. Der Gedanken ledig, seid ihr enthüllt. Der Gedanken los, ist das Gesamte Universum aufgedeckt. Der Himmel wird geöffnet, und ihr geht direkt hinein. Ihr geht mit eurem bewussten Gewahrsein hinein. Ihr werdet aus dem Traum erwacht sein, aus dem Traum, dass ihr ständig irgendwo anders wart, denn nie gab es ein Irgendwoanders, um zu sein.

Eure Gedanken haben euch eines anderen überzeugt. Nun tretet ihr aus der Zeit und aus all ihren zeitweiligen Gedanken heraus. Was bleibt sodann übrig als du und Ich, als Unser Einssein, Das in Seinem Ewigen Selbst Enthüllt Ist?

Translated by: theophil

 

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