Freude ist der Pfad

God said:

Gott redete …

Es existiert ein Unterschied zwischen einen starken Willen haben einerseits und eigensinnig, eigenwillig sein andererseits. In beiden Fällen hast du Bestimmtheit inne. Eigenwilligkeit neigt zu Ego-heit. Du möchtest deinen Kopf durchsetzen. Du bist festgelegt, dass es nach deinem Willen geht. Vielleicht ist es bei dir das Gewohnt-Gängige, dass du deinen Willen durchsetzt, oder du setzt dich vielleicht sporadisch durch, beides kann als dein innerer Antrieb ausgewiesen sein.

Sobald dir das Leben oder jemand nicht stattgibt, die Dinge nach deiner Fasson zu bekommen, dann sei huldvoll, sei liebenswürdig. Dies ist die Bedeutung von kein Spielverderber, von ein guter Sportsmann sein. Geneigt-sein ist nicht: kapitulieren oder klein beigeben. Es ist los lassen. Du vergeigst nichts, indem du los lässt. Los lassen ist das Gegenteil von festhalten an dem, was sich vielleicht bereits aus deinem Zugriff heraus bewegt hat.

Es ist besser, das Konzept des 'Auf deine Art' oder des 'Auf die Art des Anderen' los zu lassen. Du räumst nicht ein Vereitelt-Worden-Sein ein. Keinesfalls ist es so. Unter Umständen ist derjenige, der zubilligt, der Einstreichende.

Lasst Uns eher an Großzügigkeit des Geistes denken denn an Nachgiebigkeit, an Zugestehen.

Und alsdann wird dir das Leben womöglich nicht, was du dir sehnlich wünschst, gewähren, und wie weißt du, wann festzuhalten ist und wann es gilt, deinen Griff zu lockern?

Große Entdeckungen wurden durch Menschen getätigt, die beharrlich blieben. Ist Beharrlichsein das gleiche wie Festhalten? Wenn du im Weiterverfolgen des eingeschlagenen Weges Freude findest, dann lasst Uns dies Beharrlichkeit nennen. Freude und Gelingen sind nicht notwendigerweise das gleiche. Lasst Uns Freude als den Pfad bezeichnen, und das Geraten, das Gelingen ein Ergebnis nennen. Du hast Freude zu haben. Du hast nicht den Ausgang zu haben, den du dir sehnlich erwünschst.

Die Sache ist die - nicht aus dem Grunde festzuhalten, da du stramm entschlossen bist festzuhalten, des Festhaltens halber. Durchaus, es ist möglich, du machst dich auf, einer naturwissenschaftlichen Gegebenheit einen Beweis zu verschaffen. Dies ist eine Sache, indes hast du nicht festzuhalten oder auszuhalten, um zu beweisen, dass du es verdienest, dich durchzusetzen.

Womöglich weißt du schlechterdings nicht, welches der Weg ist, der einzuschlagen ist. So etwa kann es sein - dir liegt es sehr daran, dass dich jemand weiterhin liebt. Dein Bestreben ist nicht, die Bestrebungen eines Anderen außer Kraft zu setzen. Du magst ein starkes Verlangen haben, einem Anderen nahe zu sein, und du hast nicht das Recht darauf, ihm nahe zu sein. In diesem Falle, da denke dir los lassen als einem Anderen stattgeben, seine oder ihre Beschlüsse zu fassen. Du hast nicht das Recht, für jemanden Leben-vollziehende, Leben-erfüllende Wahlen zu treffen, außer für dich selbst. Es gilt dir in diesen Tagen nicht, Gefangene zu machen, oder etwa nicht? Zwang, Stärke ist nicht erstrebenswert.

Lasse das in erster Linie los, bei dem du nichts zu suchen hast, es umklammert zu halten. Du friedest Andere nicht mit einem Seil ein. Du bist frei, los zu lassen, und Andere sind frei, dorthin zu gehen, wohin sie wollen. Ferner, falls ein Anderer auf dich übergreifen möchte, bist du ebenso frei, dich nicht über Gebühr in Anspruch nehmen zu lassen.

Du hast ein jedes Recht, deine sehnlichen Wünsche zu haben, und jeder hat ein jedes Recht, frei zu sein, um seinen oder ihren eigenen Wünschen nachzugehen.

Du bringst den Geist der Freizügigkeit und des Großmuts in Erfahrung. Was sonst ist im Leben zu lernen? Nenne es Liebe oder nenne es was immer du möchtest, Liebe ist Großmut der Wesensart. Sie ist Anderen ihren eigenen Raum geben. Ah, ja, Raum existiert nicht, und dennoch musst du ihn geben. Du musst jedem seinen eigenen Raum zum Atmen überlassen. Halte keine Gefangenen. Liebe bedeutet Freiheit geben. Liebe bedeutet nicht festhalten oder umklammern oder zugreifen oder den Willen eines Anderen deinem eigenen gemäß beugen.

Los lassen ist wachsen. Los lassen ist freisetzen. Ja, manchmal hast du Wachstumsschmerzen, gleichwohl bist du hier auf der Erde, um zu wachsen. Mache keine Faust, um dicht festzuhalten. Alle auf der Erde haben nach ihrer eigenen Melodie zu tanzen, selbst dann, wenn die Weise nicht mit der deinen im Einklang steht.

Die Sonne scheint, wie sie scheint. Die Sonne scheint womöglich an einem Tag nicht, an dem du sie gerne scheinen sehen möchtest. Du kannst der Sonne nicht wirklich gebieten. Wer bist du, dass du Ansprüche an die Sonne stellst? Die Sonne ist frei, auf dich zu scheinen. Möchtest du wirklich die Sonne dir zu Diensten stehen sehen?

Ebenso wenig herrschest du über ein anderes Menschenseinswesen.

Reiche dir die Freiheit, frei zu sein und alle anderen frei zu setzen. Dies ist ein erkleckliches Vorankommen, und - so oder so - du entscheidest dich für Freiheit für dich selber und für Andere, denn - reiche Ich euch nicht freien Willen?

Translated by: theophil

 

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