Eine ganze Welt harrt auf dich

God said:

Erwäge, dass die Welt eine Metapher ist. Sie ist eine Metapher für sich selbst. Sie ist etwas Ausgedachtes. Sie ist ein Spiel von Ausschnitten mit der Ganzheit. Trotz ihrer Erscheinung ist die Welt aus der Ganzheit gemacht. Die Welt wurde aus der Ganzheit gewunden. Die Ganzheit wurde verstreut. Die Stücke warten darauf, dass du sie wieder neu zusammensetzt und somit die innewohnende Ganzheit der Welt enthüllst.

Das erfordert eine recht luzide Wahrnehmung. Du wandelst deine Wahrnehmung, indem du dich in deinem Schaukelstuhl zurücklehnst, und siehst, wie die Welt an dir vorbei blitzt. Illusorisch ist die Welt. Sie ist eine Ansicht, die vor deinen Augen vorüberzieht. Du bist ortsgebunden.

Des Öfteren hast du auf die Welt geschaut, als sei sie ein vorbeirasender Zug, den du zu bekommen hast oder bei dem du versuchst, von ihm wegzukommen. Im Grunde ist das Leben etwas, was du dir ansiehst. Alle Rennen, die du läufst, sind deinem eigenen Ermessen anheimgestellt. Du kommst weiter voran, wenn du still bist.

Kein Bedarf, Zügen hinterher zu rennen. Ein Zug durchmisst bestimmte Routen und kommt wieder zurück. Du kannst ihn immer bekommen, sofern du das musst. Gehe jetzt allerdings eine Zeit lang davon weg, und sieh dir bloß die vorüberfahrenden Züge an, wie sie kommen und gehen. Sie bewegen sich. Du stehst still.

Daran ist jedoch noch mehr. Im Grunde stehst du selbst dann still, wenn du dich in einem schnell fahrenden Zug befindest. Der Zug beschleunigt, und du, der du in ihm fährst, bist still. Einerlei, wie schnell der Zug fährt, du bist ruhig. Du befindest dich im Zug oder bist ausgestiegen. Ungeachtet der Bewegung, du bist ruhig. Und wenn du aus dem Zug aussteigst, bist du die gleiche Stille.

Mit Sicherheit, die Welt scheint Einwirkungen auf dich zu haben. Manchmal fühlst du dich von der Welt beherrscht. Das allerdings, was du bist, kann nicht beeinflusst werden. Das du, was du ist, ist weise und ist mit einer weitaus größeren Gemütsbewegung vertraut als jede Eigentümlichkeit der Welt.

Anhaftung an die Welt ist bloß Anhaftung an die Welt, und die Welt ist etwas Illusorisches. Demnach ist es deine Anhaftung an sie ebenfalls. Was immer an Ketten sich an dir befinden, du kannst sie ausrasten. Ketten sind nicht unantastbar. Du bist das.

Wenn du die Entscheidung triffst, deinen Körper aus einem Stuhl zu heben, dann erhebt sich dein Körper. Du brauchst nicht jedes einzelne Detail auszumachen. Der Mechanismus ist automatisch, sobald du einmal die Entscheidung getroffen hast, was du möchtest.

Und somit ist die Kennzeichnung, die du auf der Welt anbringen möchtest, deine Entscheidung. Du brauchst nicht die Einzelheiten von ihr auszuarbeiten. Ja in der Tat, du kannst das nicht. Alles, was du zu tun hast, ist entscheiden. Mache dir eine Entscheidung zueigen.

Dein Leben ist eine Entscheidung. Es gibt ein ganzes Alphabet, aus dem auszuwählen ist. Wähle, und du wirst dort hoch gewunden werden.

Eine ganze Welt harrt auf dich. Du hast ein Jahrtausend an Wahlmöglichkeiten. Wähle, wohin du gehen möchtest, und alles ist beschieden. Du hast nicht die Mittel für ein Ziel zu wählen. Alles, was du zu tun hast, ist das Ziel wählen. Und dann aufbrechen.

Sobald du einmal gewählt hast, fühle dich nicht so, dass du entlang zottelst. Es ist keine Zeitvergeudung, auf dem Weg, den du gewählt hast, ein Liedchen zu pfeifen.

Tatsächlich ist es so, alle Pfade werden dich dorthin bringen, wohin du möchtest. Somit gibt es in einem gewissen Sinne alleinig einen Pfad, und du befindest dich auf ihm. Infolgedessen gibt es so gesehen keine Entscheidung, die du zu treffen hast. Anstelle der Entscheidung, erkenne es sodann aus einer schlichten Beobachtung heraus, wo du bereits gehst.

So wie die Krähen fliegen, so kommst du zu deiner Anerkenntnis von Mir.

Ich suche deine Anerkenntnis. Alles, was Ich hinausgesandt habe, kehrt zu Mir zurück. Das ist etwas Unvermeidliches. Dein freier Wille ist begrenzt auf das Wie und auf das Wie bald. Und selbst dann interveniere Ich und mache es früher. Das mögt ihr die liebreizende Anmut Gottes nennen. Es ist eure Bestimmung, sie zu haben.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on