Ein Gefälle in der Straße
Gott sagte ...
Wovor auch immer du dich ängstigst, es gibt für dich keinen Bedarf, dich davor zu fürchten. Dass du vor deinem eigenen Schatten Angst hast, ist sehr wohl wahr. Wenn es hinter dem Körper keinen Tod gibt, was gibt es dann zu fürchten? Wenn es keinen Verlust gibt, was gibt es da vor dem Verlieren Angst zu haben? Wenn du nichts besitzt, was kannst du verlieren? Pfade kreuzen sich hin und her. Weil ein Pfad zeitweilig außerhalb deiner Sicht liegt, bedeutet nicht, dass er verloren ist. Was du als Verlust wahrnimmst, ist bloß ein Gefälle in der Straße.
Es gibt für dich nichts zu verlieren. Und, gäbe es das dennoch, du kannst es nicht verlieren. Du kannst nicht verlieren, was existiert.
Du magst sagen: „Gut, ich kann eine Gelegenheit einbüßen.“ In weltlichen Begriffen ist das so. Und es ist auch schier in weltlichen Begriffen so, dass es überhaupt Verlust gibt. Die Ansichten existieren immer noch, auch dann, wenn du an ihnen vorübergegangen bist und wenn sie nicht mehr länger vor deinen Augen liegen. Sie sind immer noch da, einfach nicht direkt vor dir. Du hast dich fortbewegt.
In weltlichen Begriffen kann eine Liebe vorüber sein. Sie kann sich sogar in harte Gefühle kehren. In Meinen Bezügen kann Liebe nie vorüber sein, und sie kann sich in nichts kehren. Liebe ist Liebe und existiert, ob sie auf ein bestimmtes Individuum verschwendet wird oder nicht.
Du hast Liebe. Liebe ist dasjenige, was ihr ganz entschieden habt, Geliebte. Liebe ist euer. Das Objekt eurer Liebe ist nicht euer. Liebt eure geliebten Nahestehenden mit all eurer Macht, und entlasst sie aus eurem Besitz. Mit Besitz einhergehend kommt Kontrolle. Und es ist euer Bedarf an Kontrolle, der euch verkrampft und angespannt werden lässt. Geliebte, ihr könnt euren Finger nicht auf jedem Kuchenstück halten.
Sogar dann, wenn du ein großer Pianist bist, und wenn Menschen dafür bezahlen, dich zu sehen und zu hören, nimmst du deine Finger von den Tasten. Du nimmst sie rasch herunter. Um im Leben eine schöne Musik zu machen, ist es das gleiche. Du hast deine Finger von den Tasten des Lebens herunter zu nehmen.
In der gleichen Weise wie ihr Wale freisetzt, setzt nun Liebe und Leben frei. Lasst das Leben und die Liebe zu sich selbst stehen, und lasst sie nicht verpflichtet sein, euren Ideen zu entsprechen. Eure Ideen sind anfechtbar. Liebe ist um Vieles mächtiger als eure Ideen, die sich oft ändern und es indes nötig haben, sich insgesamt zu ändern.
Also, vergesst eure Ideen. Vergesst eure alten Glaubensüberzeugungen. Ihr hattet viele Dinge verkehrt herum in der Hand. Gesteht euch selbst zu, dass ihr nicht alles wisst, wovon ihr so gerne gedacht hattet, es zu wissen. Ihr habt es nicht nötig, an vergangenen Gedanken festzuhalten. Wieso die Vorstellung haben, ihr hättet alles zu wissen, indessen ihr es wirklich nicht wisst. Lasst die Standpunkte los, die ihr einnehmt. Sie sind eurer Entwicklung im Wege.
Zuweilen möchte das Leben nicht so laufen, wie ihr es wollt. Zuweilen habt ihr etwa damit zu tun, was ihr tun müsst, und nicht damit, was ihr ernsthaft tun möchtet. Geht im Leben weiter, Geliebte. Ihr könnt nicht weitergehen und euch immer noch an alte Ideen klammern. Wenn ihr euch in euren Ideen und Veranschlagungen verschanzt, dann kommt ihr nicht aus ihnen heraus, und ihr bleibt, wo ihr seid.
Ihr habt wohl das los zu lassen, was eures Erachtens richtig und eures Erachtens falsch ist. Bekennt, ihr wisst nicht immerzu, was das Beste für euch und für Andere ist. Öffnet euch für neue Wege, auf die Welt und auf euch zu schauen. Öffnet euer Herz und euren Geist. Seid euer eigener Held, Geliebte, und tut, was als nächstes kommt, und verschont euch von eurem alten Denken.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/ein-gefaelle-in-der-strasse.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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