Ehrt den Frieden

God said:

Gesegneter Friede ist der Beginn und die Fortdauer. Der Krieg mag vorüber sein, der Friede aber niemals. Friede ist pulsierend. Denke nicht, der Krieg sei etwas, und Friede nichts. Im Frieden ist alles optimal auf die Reihe gebracht, das Licht ist angestellt, das Licht am Leuchten. Wofür sind Lichter da, falls nicht zum Leuchten? Friede leuchtet.

Friede ist nicht Langeweile. Er ist nicht träge. Er ist die lebhafteste unter den Energien. Die Energie der Zwietracht ist stark, aber sie ist schwach. Bücke dich nicht zur Zwietracht hinunter. Schaue stattdessen hoch.

Was im Leben bringt dir das Empfinden, angegriffen zu sein? Du musst dich angegriffen fühlen, weswegen solltest du anderenfalls das Gefühl haben, du habest dich zu verteidigen? Worum handelt es sich, was du zu verteidigen hast? Deine Ehre? Falls du eine Ehre hast, kann sie dir niemand wegnehmen. Falls du eine Ehre hast, bewahre sie. Wo liegt die Ehre im sich Behelligen und Aufbrausen?

Meine nicht, dass der Krieg an irgendeiner Front etwas Großes sei, und Friede wenig. Weil der Krieg Kosten verursacht, meine nicht, dass der Friede billig sei. Der Krieg verzehrt Energie. Der Friede weitet Energie aus. Welchen Preis hat der Krieg? Welchen Lohn der Friede! Der Krieg stellt deine Aufmerksamkeit scharf. Der Friede weitet deine Aufmerksamkeit aus. Der Krieg ist präzise. Der Friede ist weit.

Der Krieg ist eng zusammengepackt. Der Friede kann das nicht sein. Am Krieg kann man sich festklammern. Nicht am Frieden.

Der Krieg ist ein Tumult. Ein erklärter Krieg ist ein Massentumult. Indes gibt es selbst in Privathäusern unerklärten Krieg. In Familien gibt es Bürgerkriege. Fehden. Ein Bestreben, einander zu verletzen. Weswegen sollte jemand bestrebt sein, einen Anderen zu verletzen, unterdessen er erstreben könnte, einander zu lieben? Was ist am Krieg so wunderbar, dass er vor dem Frieden ausgewählt wird? Der Krieg scheint als eine Art Medaille hergenommen zu werden. Er bringt eine Medaille an dir an, und er nimmt Liebe weg. Der Krieg tötet. Er tötet die Liebe. Du musst denken, beim Krieg gewinnest du etwas.

Liebe wird allerdings natürlich nie bezwungen. Man kann auf ihr herumtrampeln, und doch kommt sie immer wieder in Erscheinung. Selbst im Krieg blühen Blumen. Was für ein Zerrbild wird auf der Erde mit dem Krieg fortwährend zur Ausführung gebracht? Wie bloß kann die Mutter Erde zu einem Schlachtfeld benutzt werden? Wie kann jemand insgeheim auf einer Welt einen Krieg planen, wo die Sonne scheint? Es muss sein, dass ihr meint, der Friede sei eine Art Abweicherlaubnis.

Kriege stellen Ausnahmen her. Der Krieg selbst ist gegenüber der Liebe eine Ausnahme. Er liebt es, seine Wichtigkeit zu spüren. Wie ist der Krieg jemals so berühmt geworden, wie konnte er die Schlagzeilen beherrschen, zum Tagesthema werden, ja selbst das Geschwätz übermannen? Wie bekam der Krieg jemals Zuspruch? Wer spendete ihm Beifall? Wessen Brust schwoll wegen des Kriegs an? Wer war auf ihn stolz? Wer wollte gerne bei ihm General oder Fußsoldat sein? Wer wollte gerne seine Hand gegen seinen Bruder heben?

Es gibt keinen, der nicht dein Bruder ist. Wer hat Mein Herz nicht gemein? Wer ist nicht deine Mutter und nicht dein Kind? Es liegt dir nicht an, ohne auch nur ein einziges Meiner Kinder auskommen zu mögen.

Wer sollte auf die Ausformulierung einer Kriegserklärung seine Zeit verwenden mögen? Schreibe stattdessen eine Erzählung. Schreibe eine Einkaufsliste auf. Zeichne ein Bild. Schreibe ein Gedicht. Lasse den Krieg das Letzte sein, was du je tun möchtest, und du wirst niemals zu ihm hin gelangen. Es gibt eine Vielzahl von Dingen, zu denen du niemals gekommen bist. Lasse den Krieg eines davon sein.

Heiße die Mannigfaltigkeit willkommen. Liebe die Welt. Liebe alle Variationen von ihr. Lasse Liebe fallen, wo sie mag.

Du hast nicht genügend geliebt. Du hast dich auf Seitenwege begeben. Du hast gedacht, etwas anderes sei wichtig. Zum Wenigsten in dem Augenblick. Du hast Schlacke für Gold eingetauscht. Du dachtest, fünf Cent seien mehr wert als zehn Cent. Du warst fehlgeleitet. Der Tusch hat dich in die Irre geführt.

Und mithin führst du jetzt. Du führst mit deinem Herzen. Du führst mit deinem Herzen der Liebe. Du hast es nicht nötig, als Führer ausgerufen zu werden. Du brauchst den Titel nicht. Du hast das Herz vonnöten, was seinen Anspruch auf dich erhebt. Befördere dich selbst zum Führer. Oder sei der Fußsoldat für Mich. Da besteht kein Unterschied. Fußsoldaten führen ebenfalls.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on