Echos der Stille
Von Meinen Augen zu den euren. Von Meinem Mund zum euren. Von Meinen Händen zu den euren. Von Meinem Herzen zum euren. Lauscht, liebe Kinder, Meinem Lied, denn es ist euer.
Mein Lied wird so still vorgetragen. Kein Aufnahmegerät kann es aufnehmen, eine CD kann es nicht abspielen. Mein Lied summt die Schöpfung Selbst, Mein Summen ist ein Nachtönen, das anwächst und anwächst, das das Universum übernimmt und seine Trommeln schlägt. Das Universum wird mit Meinem Lied eingenommen. Alle Ohren spitzen sich nach ihm. Die Rundheit Meines Summens fährt fort und fasst sich selbst zusammen, Ton um Ton, allesamt dem ersten Ton entsprungen, der niemals endigte.
Eine Gitarrensaite wurde angeschlagen, und sie schwingt immer noch.
Ein Ton wurde gespielt, und trotzdem hört er nicht auf.
Du schließt deine Augen, und du siehst ein Nach-Bild.
Du meinst, du möchtest Mich gerne sehen, aber Ich bin unsehbar. Ich bin eigenschaftslos, derart mächtig bin Ich. Alles, was du vom Unmanifesten sehen kannst, ist, was manifest ist. Ich bin Unmanifest, und gleichwohl manifestiere Ich Mich. Das gleiche stimmt für dich. Das Unmanifeste ist der größere Anteil.
Du bist das Unmanifeste in manifestierter Form, und trotzdem bist du nach wie vor Unmanifest. Du bist ein unaufhörlich andauernder Ton, im Himmel zum Schwingen, auf der Erde Stakkato zu Gehör gebracht. Du bist ein Instrument Gottes, und doch wirst du als Viele zum Erklingen gebracht. Du bist unweigerlich Mein, und dennoch versagst du dich dem.
Du hast die Augen zum Sehen, und die Ohren zum Hören. Aber du hast mehr als die körperlichen Sinne. Du hast einen Sinn des Erkennens, und auf diese Weise kennst du Mich. Nicht per Berührung, und doch, du spürst Meine Berührung. Nicht per Dezibel, dennoch hörst du Meine unerklungene Stimme. Nicht per Anblick, dennoch siehst du Meine untadelnswerte Formlosigkeit. Du kostest Meine Süße, wiewohl nicht mit deinem Gaumen.
Es ist folgendermaßen: Du kannst Äpfel, die im Ofen gebacken werden, nicht sehen, und doch kannst du Zimt in süßer Beimischung mit den Äpfeln riechen, und du weißt, sie werden im Ofen gebacken. Du hast sie nicht zu sehen, um zu wissen, dass sie da sind, denn sie haben dich in der Schwingung ihrer Süße umweht.
Wem musst du beweisen, dass die Äpfel am Backen sind? Das ist eine müßige Aufgabenstellung. Falls du die Äpfel aus dem Ofen nähmest, wären sie nicht mehr länger am Backen. Das Manifeste hat seine Stelle, aber es kommt dem Unmanifesten nicht gleich. Einzig eine Sache kommt dem Unmanifesten gleich. Bereits ein klitzekleines Bisschen von ihm kommt dem Unmanifesten gleich. Der größte Fingerzeig auf das Unmanifeste ist das, was ihr unter dem Namen Liebe kennt.
Selbst ein Dunst Liebe ist Liebe.
Das Universum ist übervoll von Liebe. Ein Großteil der Liebe auf der Erde ist weggesteckt. Sie kam ins Kühlhaus, und dennoch ist sie wildwuchernd. Sie kann abgesaugt werden. Sie kann ebenfalls los und frei gelassen werden, so wie Schmetterlinge auf Blumen. Eisengitter können sie nicht abhalten, denn Liebe kann selbst durch Eisen sickern. Liebe kann eingemummt, aber niemals beschwichtigt werden. Die Macht der Liebe auf der Erde ist. Stellt euch die Macht vor, die hinter der Macht der Liebe steht. Stellt euch die Liebe auf vollen Touren vor. Oh, was für eine Kostbarkeit liegt für euch auf Lager.
Nehmt die Liebe aus dem Kühlhaus heraus, und Liebe wird euch übermannen. Sie wird euer Herz versengen, es läutern, und universelle Liebe wird anschwellen, wie sie euer Herz und alle anderen Herzen durchbirst. Getrennte Herzen werden, selbst in der Einbildung, nicht mehr existieren. Herzen werden keine Kanten mehr haben. Herzen werden sozusagen in einem gemeinsamen Pool existieren, und das Leben wird anfangen, als Leben gelebt zu werden, wie es dafür angelegt war. Schließt euch Mir in diesem Becken der Liebe an.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/echos-der-stille.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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