Du bist ein simpler Hausierer
Gott redete ...
Gott ist ein Wachposten.
Ich blase das Horn des Lebens. Sobald es einmal erklungen ist, hallt es durch das Universum wider. Ja, es brachte das Universum ins Sein, und das fortdauernde Erklingen hält es am Laufen. Du bist Teil der Schöpfung, die aus Meinem Ruf gemacht wurde. Ich berufe dich ein. Ich berufe dich immer noch ein.
Einmal gespielt, hält der Ton an. Du bist ewig. Du bist der Klang, der Meinen Lippen entströmte, und Ich summe dich unablässig.
Du bist der Ton, den Ich auf Meiner Flöte spiele. Flöte, Horn, das ist egal. All Meine Instrumente spielen die Töne Meiner Liebe. Was aus Mir herauskommt, ist, was Ich will. Und, oh, wie habe Ich dich gewollt! Für Mich bist du wie ein herumgeisterndes Lied, das unablässig durch Mich hindurch läuft. Unaufhörlich gehst du durch Mich. Ich bin in dir, und du bist ebenfalls in Mir. Ein Strang der DNA erzählt die gesamte Geschichte. Du bist einer Meiner Stränge.
Wozu bist du in der Lage?
Zu was immer du möchtest.
Du hast den gesamten Code. Nimm deinen Pickel. Du hast deinen Pickel genommen.
Alle Buchstaben des Alphabets sind inwendig in dir enthalten. Alle Töne der Tonleiter sind die deinen. Inwendig in dir ist das Ganze eingefasst. Deine Wahlen sind unbegrenzt, denn du bist Meine Saat.
Hast du dir das anders gedacht? Dachtest du, du seist ein Löwenzahnsame, der wahllos von irgendwoher herbeigeweht wurde? Ich habe dich umsichtig auf dem Universum platziert. Ich wusste, was ich tat. Lautet so dein größter Zweifel, dass Ich das nicht tat? Ich wusste genau, was Ich machte, als Ich dich gestaltete. Und Ich wusste genau, wo Ich dich niedergehen ließ. Du wurdest sozusagen Prepaid ausgesandt. Ich schrieb deine Bestimmung nieder, und Ich war sehr exakt. Du warst ein absichtsvoller Akt Meinerseits. Ich nahm Mir Ruhe und Zeit, als Ich dich erschuf. Ich hatte keine Hast. Ich bin Gott.
Ich rührte dich weidlich. Du gerietst zu dem Bilde, das Ich von dir hatte. Welch anderes Bild wäre Mir möglich gewesen innezuhaben, als dasjenige der Liebe?
Du bist die Lieblichkeit, die Ich erschuf.
Du warst kein Experiment.
Ich erschuf dich vollkommen.
Ich bin ein großer Hersteller von Süßigkeiten. Und Ich gab dir die Erde in Verwahrung. Als Ich euch sagte, euch zu vermehren, meinte Ich, Meine Liebe zu vermehren, Meine Lieblichkeit zu vermehren, Meinen Willen auf Erden zu vermehren. Obschon Ich euch eine Menschliche Form verlieh, war das nicht Mein größter Belang. Eure liebliche Anmut war es. Eure unmäßige Lieblichkeit war Mein Anrecht. Ich steckte euch auf einem Paradies namens Erde ab. Ich hätte euch nicht in einer Wüste platziert. Oder, falls Ich das getan hätte, hätte Ich euch Wasser gegeben, und infolgedessen wäre es keine Wüste gewesen.
Als ihr auf der Erde niedergegangen wart, wurde euch alles ausgehändigt, was ihr für euren gesamten Aufenthalt benötigt. Ich habe Mich in euch encodiert. Deswegen bist du Mein Kind der Liebe. Und während du hier auf der Erde weilst, gibst du Meine Liebe öffentlich bekannt. Als Mein Agent ist es das, was du tust. Du machst in anderen Herzen mehr Raum für Mich. Du machst mehr Raum, indem du Herzen mit Mir auffüllst. Das ist etwas Leichtes – Herzen mit Mir auffüllen.
Du bist dort, wo du bist, um Mich glücklich zu machen. Du bist Mein Glück auf Erden. Als Ich davon sprach, euch zu vermehren, meinte Ich auch Mein Glück.
Wisst ihr Bescheid, wie vermehren geht? Es ist eine Form des Zusetzens, nicht wahr? Nicht aber des Abzählens. Es handelt bestimmt nicht vom Sortieren oder Wegnehmen. Es ist weder Herabsetzung noch Ablenkung. Es ist Vervielfältigung.
Meine Liebe wird sich leichtlich vermehren, solange wie du nicht denkst, es obliege dir zu rationieren.
Ich übergab dir Pamphlete Meiner Liebe, um sie auszuhändigen. Es ist deine Rolle, sie in jede Hand zu legen, nicht bloß in etliche. Gib Mich fort. Addiere nicht zusammen. Es kostet dich nichts, es hinzubekommen, dass von Mir Notiz genommen wird.
Mein Wert übersteigt das Physische.
Sei mit dem Herzen von Mir großherzig. Gib Mich weg, damit Ich vermehrt werde. Dir wurde viel dazugetan.
Die Dinge nicht persönlich nehmen meint, es gibt nichts für dich zu nehmen. Wenn du Meine Güter auslieferst, was gibt es da, um es persönlich zu nehmen? Du lieferst Mich an. Du machst dir keine Gedanken über die Rechnungen für dasjenige, was du anlieferst. Du bist schlicht derjenige, der ausliefert. Du brauchst keine Empfangsbestätigung. Es ist nicht zuvorderst dein Paket. Du trägst es, um es irgendwo hinzubringen. Wie es entgegengenommen wird – das ist nicht deine Sache. Deine Bewandtnis ist seine Auslieferung.
Wovon Ich hier rede, ist auch eine Form, wie die andere Wange hinzureichen ist. Wie kannst du eine Kränkung ergreifen, wenn es nicht dir obliegt, sie zu ergreifen? Die andere Wange Hinreichen handelt vom Weitermachen in deinem Geschäft – besser: handelt vom Weitermachen im Geschäft deines Vaters. Du bist ein bescheidener Zusteller, kein Rechnungen-Eintreiber. Du betreibst Mein Geschäft nicht der Anerkennung von dir halber. Du brauchst niemandes Anerkennung. Du bist der Auslieferer. Ich habe dich nicht gebeten, Pakete von jemand anderem außer Mir abzuholen. Du brauchst keine Unterschriften. Du brauchst keine Trinkgelder. Du bist ein Auslieferer für Mich.
Achte auf das, was du tust, nicht auf das, was sonst jemand tut. Du bist für dich selbst verantwortlich, nicht für die Handlungen oder Reaktionen eines Anderen. Du bist verantwortlich für die Anlieferung Meiner Liebe auf der Erde. Das ist dein Arbeitsfeld. Ich habe dir nicht zugewiesen, Andere zu überprüfen. Ich bat dich nicht, irgendwas von einem Anderen zu erbitten, um sicher zu sein, dass er dir genügend Huldigung bezahlt. Du brauchst deine Gebühr nicht. Es gibt nichts, was dir gebührt, denn du bist ein schlichter Zusteller Meiner Waren.
Du bist ein simpler Hausierer. Du arbeitest nicht auf eigene Faust. Du arbeitest für jemand anderen. Du arbeitest für Mich. Entsinne dich, was Ich dir zu tun aufgab.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/du-bist-ein-simpler-hausierer.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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