Die Wahrheit von Wer du bist

God said:

Gott sagte ...

Nicht der Welt angehaftet sein bedeutet, nicht dem Schlaf, nicht der Nahrung, nicht den Prozeduren angehaftet sein. Es ist so, als hättet ihr gedacht, Gewissheit sei etwas Sicheres, und deswegen haltet ihr euch an der Gewissheit fest, während es Fakt ist, dass es sie in der relativen Welt nicht gibt.

Lasse diese Erkenntnis dich nicht dazu bringen, dass du voller Widerstand und ängstlich wirst. Diese Erkenntnis möge dich nachgiebig und stark machen. Wie einen Vogel – wenn ein Zweig unter dir bricht, hüpfst du zu einem anderen.

Niemand auf Erden weiß tatsächlich, was in diesem Augenblick geschieht und was im nächsten geschehen wird. Vielleicht magst du die Vorstellung vom Leben, das stetig bleibt, zur gleichen Zeit, wie du den Wandel recht gerne hast. Wandel kommt öfters, und Wandel ist, sogar Wandel, den du nicht magst, dienlich.

Geliebte, den gleichen Pfad könnt ihr nicht zweimal gehen. Auch dann, wenn ihr den gleichen Weg zur Arbeit und wieder nachhause nehmt, oder die gleichen Straßen fahrt, ist es nicht genau das gleiche. Ihr seid nicht exakt das gleiche. Diejenigen, die euch begleiten oder vor oder hinter euch gehen, sind nicht immer die gleichen. Das Wetter ist nicht immer das gleiche. Euer Schritt ist nicht immer der gleiche.

Befasse dich mit der Auffassung, Wandel zu begrüßen, denn du kannst sicher sein, von ihm wirst du eine Menge haben.

Zur selben Zeit, wie die Welt vor und zurück und auf und umher geht und allerhand Exkursionen macht, gibt es nichtsdestotrotz ein Zentrum der Stille inwendig in dir. Auch dann, wenn du dich beunruhigt oder unglücklich fühlst, gibt es einen Teil von dir, der etwas anderes fühlt, der Stille fühlt und nicht verstört ist. Es ist, als ob in dir nebeneinander zwei Ströme fließen würden. Obschon du dich mitten im Getümmel befindest, bist du außerhalb von ihm. Obschon dein Herz von oben nach unten gedreht ist, bist du mit der richtigen Seite nach oben. Es gibt Augenblicke, wo du siehst, wo du wirklich siehst, dass das Leben schlicht ein Traum ist. Gewiss, der Traum ist eine Art Reise, und du siehst dir auf der Reise zu. Ein Traum kommt vor. Bestimmt scheint er real, und dennoch wachst du von ihm auf. Es ist unumgehbar, dass du von ihm aufwachen wirst, und du wirst, das steht außer Frage, erkennen, dass du einen Traum hattest.

Selbstverständlich stimmt es, dass du gelegentlich denkst, du habest die Wahrheit geträumt, und es war kein Traum sondern die Realität auf einer anderen Ebene. Es ist so, wie wenn du vom Traum nachhause kommst und findest, dass deine Schuhe abgetragen sind und dass du vielleicht entlang des Weges der Wahrheit Fußspuren hinterlassen hast. Du hattest einen so wundervollen Traum, er konnte nur wahr sein. Auf jeden Fall, ob wahr oder Traum, du kommst am Ende schlicht als der gleiche heraus. Ob du im Leben mit einem Zug fährst oder in einem Zug deiner Einbildungskraft fährst, du fährst nichtsdestotrotz. Deine Fahrt mag lange oder kurz oder gar wie ein Augenblinzeln kurz erscheinen, indes steht dir kein Weg offen, zu erkennen, wie lange sie war.

Vielleicht hast du die Ebene der Erde verlassen. Vielleicht ist dein Gewahrsein geblieben, und vielleicht fielst du, wie Alice im Wunderland, durch ein tiefes Loch. Es könnte ein Schwarzes Loch des Universums sein. Wie weißt du das? Und es ist nicht von Belang, denn du bist auf der anderen Seite herausgekommen. Du reistest in Wahrheit, oder du reistest in der Vorstellung. Auf jeden Fall bist du gereist. Du gingst irgendwohin. Und du kehrtest zurück. Und dennoch bist du nicht genau derjenige, wie du abreistest, denn, in dem Verständnis der relativen Welt, ist jemand anderes, der nach wie vor du ist, jedoch nicht so ganz du ist, zurückgekehrt.

Was sind diese Lücken zwischen den Wörtern, und wo bist du während dieser Lücken? Wo bist du dann? Wohin gingst du, und wann kamst du zurück? Wo bist du gewesen, und wo bist du jetzt? Bist du von vorgezeichneten Versionen von dir selbst fortgewandert und hast dich selbst dahinten gelassen, und nun holst du zu dir selbst auf und findest, du seist nicht derjenige, der du dachtest, dass du es seist, und nunmehr fängst du an, die Wahrheit von wer du bist zu erkennen.

Herzlich willkommen, Geliebte. Willkommen.

Translated by: theophil

 

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