Die Sonne wartet
Gott redete ...
Manchmal bist du glücklich. Manchmal nicht. Was ist es wohl, was dich unglücklich fühlen lässt, unterdessen du der bist, der zum Glücklichsein bestimmt ist? Ich machte das so.
Muss das Leben dich hin und her werfen, damit du das Gefühl hast, glücklich zu sein? Weswegen brauchst du äußere Begebenheiten, die dich aufpulvern? Und wieso bringen dich Geschehnisse oder Worte herunter und warum kehren sie rechtmäßige Freude in Unglücklichsein? Wieso verwirft der eine Abguss des Lebens einen anderen? Im einen Augenblick wendet dich dein Leben zum glücklichen. Im anderen Augenblick wird es unglücklich. Es hat den Anschein, du denkst, es gebe nichts, was du mit dem Unglücklichsein anzustellen vermagst, mit Ausnahme, in deinem Leben auf etwas zu warten, was sich verwandelt, wonach du ein weiteres Mal zu dir sagen kannst, du seist glücklich.
Gewisse Gegebenheiten neigen dazu, dich glücklich zu machen. Jedoch nicht immer. Zuweilen ist es für dich schwer, ohne irgendwas glücklich zu sein. Und hier und da kann, wenn du glücklich bist, nichts dein Glücklichsein zerstören.
Wenn du gänzlich den äußeren Ereignissen ausgeliefert bist, wo bist du dann? Du bist für mehr vorgesehen, als ein Tischtennisball zu sein. Mein Wille für dich ist größer.
Ich möchte dir etwas sagen. Die Ereignisse im Leben sind für sich genommen nicht so bedeutsam, wie du gedacht hast. Sie drehen sich um dich. Sie bombardieren dich vielleicht oder drücken sich um dich herum, sie heben dich empor oder versetzen dich in Traurigkeit, jedoch sind sie für dich nicht das Wesentliche. Du bist etwas anderes. Du bist weitaus mehr als deine Stimmungen der einen oder anderen Art.
Ich habe zuvor gesagt, dass Glück eine Entscheidung ist, die du fällst. Unglücklichsein ebenfalls. Du bist derjenige, der entscheidet, dass du es nötig hast, angespornt zu werden. Was hast du dich durch Zurufe herunterjubeln lassen? Und warum? Welchem Zweck dient Glücklichsein oder Unglücklichsein in deinem Leben? Bist du ihnen gegenüber dienstfertig?
Glücklichsein und Unglücklichsein sind vielleicht eine Messlehre, aber im Grunde genommen eine Messlehre dessen, was sich zuträgt. Trotz deines Ermessens, sie sind eine Messlehre deiner Bereitwilligkeit, dich im Leben einzubringen. Du hast wohl auf etwas gewartet, was geschieht oder sich davonmacht. Warten ist nicht anheuern.
Hast du dich davon überzeugt, dass du von etwas abhängig bist, was du zu deinem Glücklichsein nicht hast? Wovon hängt dann in diesem Falle dein Glück ab? Muss es das?
Versperre dich nicht gegenüber dem Leben, in der Überzeugung, dass ein Geschehnis dein Zunichtemachen darstelle. Es mag das Ende von etwas sein, es ist aber nicht das Ende von dir. Du bist unsterblich. Opferst du etwa deine Unsterblichkeit zugunsten der Sterblichkeit?
Dein unsterbliches Selbst kennt eine Stetigkeit, die weder kocht noch friert. Sie ist jenseits von Temperatur. Mit Sicherheit ist sie jenseits von Stimmungen.
Hast du vielleicht die Prämisse angenommen, dass das Leben Anstrengung und Kampf sei, nicht bloß dass es dafür im voraus so eingerichtet sei, sondern dass das seine Hauptstütze darstelle? Hast du nicht geglaubt, dass um das Glücklichsein gefochten, und dass es dann solange wie möglich gehalten werden müsse? Hast du geglaubt, dass dir das Leben etwas schulde, was es dir bisher noch nicht gegeben hat?
Anstrengung, Ringen und Unglücklichsein scheinen die Geißel des Menschlichen Lebens auf der Erde zu sein. Aber sie sind nicht dein Erbe. Natürlich wissen Wir darum, dass du den Stürmen trotzt, musst du ihnen aber immer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein?
Bitte denke nicht, dass Ich dich wegen des Unglücklichseins anklage. Es ist einfach so, dass Ich dir gerne deine Tränen abwischen möchte. Wir beide wissen, die Sonne kommt wieder heraus. Ich möchte gerne, dass du in deinem Herzen die Wahrheit, dass die Sonne immer herrscht, spürst. Regen oder Sonnenschein, die Sonne scheint, und über kurz oder lang wirst du in ihre Strahlen hinein gehen. Die Sonne wartet auf dich.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/die-sonne-wartet.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
Your generosity keeps giving by keeping the lights on

