Die Ewigkeit hindurch
Du selbst warst es, nach dem du die ganze Zeit gesucht hast. Ich bin deinSelbst. Gott ist der Weg zu Gott. Es gibt keinen Pfad zu Gott, ausgenommen Gott Selbst. Das, was du suchst, bist du, derart innig sind Wir. Was kann Einssein denn anderes meinen als das? Einssein ist nicht Zwei-heit.
Du bist gerne nach Mir am Suchen. Du liebst es, zu Mir aufzuschließen. Du liebst unsere Begegnung. Du denkst gerne an Mich als einen lange verschollenen Helden, der nach langer Zeit der Abwesenheit zu dir zurückkehrt. Du wartest auf dem Bahnhof auf Mich, und du liebst Unsere Begegnung, hinter dem, was wie eine Ewigkeit schien. Du liebst Unser aufeinanderzu Rennen. Du liebst Unsere lange erwartete Umarmung und Unser Küssen.
Geliebte, Unser Kuss währt immerzu. Ihr werdet niemals weniger von Mir haben. Ich werde niemals verblassen. Ich bin immer das Mehr und Mehr, was ihr sucht. Ihr seid euer ganzes Leben hindurch, wissend oder unwissend, Mir hinterhergerannt. Und jetzt holt ihr zu Mir auf. Jetzt haltet ihr mit Mir Schritt. Euer Schritt ist sicher und zügig. Von Mir gibt es nunmehr kein Zurückweichen mehr.
Keine Angst, einander zu verlieren. Es gibt nichts mehr, was ihr haben könnt, außer eure Anerkenntnis von Mir. Es wird in eurem Herzen eine Unauslöschlichkeit geben, in die Angst nicht einzutreten vermag. Ihr werdet eine Sicherheit haben, an die ihr kaum glauben konntet, indes werdet ihr sie haben. Ihr werdet sie haben, weil ihr eure Verflochtenheit bemerkt. Ihr erkennt, dass Wir aneinander geklammert sind, und dass es ein Abklammern nicht gibt. Wir sind in Unserer Union der Liebe permanent verschmolzen.
Für dich ist es schwer, das Kolossale unseres Versprechens zu erfassen. Ihr meint immer noch, die Hochzeit könnte abgesagt werden. Das kann sie nicht. Die Ehe bestand immer. Vom ersten Augenblick der Schöpfung an waren wir im Einssein auf Höchste vermählt. Und danach seid ihr zurückgerudert. Ihr wolltet den Standort dessen bestimmen, was nicht auffindbar ist. Es ist nicht ortbar eben deswegen, weil es zu allen Zeiten für jedermann überall ist.
Eine Trennung von Gott ist nicht möglich. Das ist schier etwas Eingebildetes. Ihr habt es euch eingebildet und für real genommen. Keiner kann sich von dem Gotteshaupt abkehren. Du kannst es nicht. Niemand kann es. Du kannst nicht von Mir weggehen, und Ich gehe nicht von dir weg. Du trägst Meinen Ring an deinem Finger, bloß siehst du ihn nicht. Du siehst eine Hand, bar Unseres Treuegelöbnisses. Unser Verlöbnis ist unbrechbar. Es gibt keinen Bruch in ihm. Du bist Meine Geliebte, Mein Geliebter.
Ich bin das Schiff, auf dem du segelst. Du meinst, du seist die Figur auf dem Bug, die kopfüber auf das Leben treffe. Es gibt keine Figur auf dem Bug, weil Wir, du und Ich, in Einander eingetaucht sind. Wir segeln auf sachten Gewässern. Nichts vermag Unsere Unwandelbarkeit zu behelligen.
Du befindest dich mit Mir auf einer Insel. Die Insel ist das gesamte Universum. Und danach siehst du, dass es überhaupt keine Insel gibt. Es gibt einzig Unser Einssein. Es gibt nicht einmal den blauen Himmel für uns, ihn zu durchgleiten. Es gibt kein Meer, um darin zu schwimmen. Es gibt den Einen von Uns in der Ewigkeit für alle Zeiten, und das ist, wo Wir jetzt sind.
Für eine gewisse Zeit blättert ihr die Seiten eines Erzählbuches um, und für eine gewisse Zeit glaubt ihr, ihr seid eine Charaktere daraus. Früher oder später werdet ihr erkennen, dass die Geschichte eingebildet war. Selbst das Buch war eingebildet. Es wird so sein, als hättet ihr in eurem Hals eine Falte, und danach habt ihr sie nicht mehr. Alles andere ist das gleiche, wie es immer war.
Du und Ich schweben durch die Ewigkeit in der Höhe. Wir können bloß schweben. Es gibt keine Tiefe, um in sie hinab zu stürzen. Es gibt keine Höhen, bei denen anzulangen ist. Es gibt Unser Einssein. Sobald du mit der Handlung und dem ganzen Stück, was mit ihr einhergeht, durch bist, wirst du sehen, es war ein Einfall aus einem Augenblick heraus, und du wirst dich einen Moment lang fragen, wie der Zug des Denkens derart weit habe fahren können, unterdessen es im Grunde nichts gibt, woran zu denken wäre, und einzig Liebe zugegen ist, zu sein.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/die-ewigkeit-hindurch.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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