Der Scheitelpunkt der Welt
Ja, ja, Ich bin Mir der Kämpfe gewahr, hinwiederum sehe Ich ein solches Licht von euch, Meinen Kindern, ausgehend. Das Licht ist stetig. Ich sehe Mein Licht. Euer Licht leitet zu Mir, so wie das Meine zu euch leitet – alles ist gut. So lautet die Botschaft des Lichts. Das ist die sich ausbreitende Botschaft der Liebe. Alles ist gut, und alles ist Eins.
Wenn du in die Augen Anderer schaust, siehst du Meine Augen in den ihren. Wenn Ich auf dich schaue, sehe Ich ebenfalls Meine Augen. Meine Augen sind ganz und gar Augen der Liebe. Ihr alle seid Meine Lieblinge. Ich schaue euch mit Liebe an, und Meine Liebe wird erwidert. Ja, Ich bin ein Meeresstrom der Liebe. Was auch auf den Gewässern des Ozeans tänzelt, ist als wäre es nichts. Selbst ein mächtiges Schiff auf dem Meer ist, als wäre es nichts. Was, Geliebte, könnte Meine Federn zum Aufplustern bringen?
Sobald ihr weitsehend seid, werden die euren ebenfalls nichts durcheinandergebracht werden.
Die größten Erdtragödien regen den Ozean nicht auf. Der Ozean weiß, ihr rückt mit ihm ohnehin mit. Er nimmt euch mit. Egal worum es geht, ihr könnt euch den Gezeiten des Ozeans der Liebe nicht entgegenstemmen.
Die Welt ist eine Badewanne der Wellen. Ihr spielt in ihnen. Ihr meint, sie seien mächtige Wellen. Ihr planscht. Einiges Wasser läuft über den Wannenrand. Ihr jammert. Ich verstehe, was für große Schwierigkeiten das für euch zu sein scheinen. Vom Inneren der Wanne her gesehen, oh, da sind sie gigantisch. Von außenher gesehen, wieso, da sind sie überhaupt nicht viel. Selbst das Blut eures Lebens ist nicht so viel.
Die Perspektive, von der her ihr schaut, erzählt eure Geschichte. Erzählungen nehmen ein Ausmaß an Emotionen und Vorfällen, an Charakteren und Intrigen und Entwicklung ein, und sie kommen nie zuende. Selbst wenn sie über den Wannenrand – oder die Erde – fällt, ist die Geschichte nicht beendet. Weil ein Buch zugemacht ist, bedeutet nicht, dass seine Geschichte zuende ist. Selbst das letzte, im Buch niedergeschriebene Wort beendet die Geschichte nicht. Sie ist, einerlei wie sie entworfen ist, Liebe, und Liebe ist niemals vorbei. Liebe nimmt immer ihren Weg. Es ist bezaubernd, Liebe begibt sich von einem Herzen zu einem anderen ohne einen sorgenvollen Blick auf die Welt. Was kann der Liebe einen Unterschied erbringen, solange Liebe alles ist, was ist? Es ist einfach so, wie wenn du an der einen Stelle Wasser hinunter drängst – es kommt an einer anderen Stelle wieder hoch. So steht es mit der Geschichte der Liebe. Sie wird zum Vorschein kommen. Liebe erhebt sich.
In einem gewissen Sinne ist euch, während ihr auf der Erde seid, alles von Bedeutung. Die Vorhänge an eurem Fenster sind wichtig. Die Radkappen an eurem Auto machen euch etwas aus. Gut, habt in der Welt Spaß, und wisst, es ist schier die Welt. Es ist ein zeitweiliger Zustand körperlicher Existenz. Ihr befindet euch in jeder Hinsicht auf einer Schiffsreise. Vielleicht rund um die Welt. Ihr fahrt vielleicht jeden Hafen an. Eines Tages wird es einen Hafen geben, wo ihr aussteigt. Es ist der größte unter allen. Wenn ihr auf die Pier hinaustretet, ist das bloß ein kleiner Schritt, und dennoch wird die gesamte Welt transformiert, denn ihr steht im Licht, welches immerzu das eure war. Ihr geht aus der Welt hinaus in den Sonnenschein, und ihr wisst, ihr wart die ganze Zeit in der Sonne. Ihr wart nie außerhalb von ihr. Alldieweil wart ihr der Sonnenschein, selbst als die Sonne über dem Horizont hervortauchte, selbst als der Mond die Sonne verfinsterte, selbst als dies und das – ihr wart in der Sonne und ihr wart die Sonne. Der Scheitelpunkt der Welt war, was er war. Der Scheitelpunkt der Welt war nur ein Badewannenrand.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/der-scheitelpunkt-der-welt.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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