Der Glockenläuten der Erleuchtung

God said:

Gott redete …

Du bist wie der gute Boden, der in Erwartung steht, bebaut zu werden. Du wartest auf Mich oder auf jemanden, aus dir all das zu machen, was du bereits bist.

Du bist wie eine Blüte auf einem Apfelbaum. Die Blüte wartet nicht auf jemanden oder auf etwas, um ihre Blätter zu öffnen. Sie entfaltet ihre Blüte, sobald die Zeit kommt.

Deine Zeit kommt. Dein Erblühen ist am Horizont. Warte nicht mehr länger. Setze dir den Hut auf, der der deine ist, ihn zu tragen.

Alles ist gerüstet, und einzig auf dein Hochschauen wird zugewartet. Du wartest, indessen du allemal bereits der beginnende In-Gang-Setzer der Verwunderung bist, die du bist. Das gesamte Universum wartet auf dich, und du wartest auf dein Aufblühen, dass es sich zeige. Du wartest auf dich selber. Du selber bist der Knopf, den es dir zu drücken gilt. Du bist der Initiator deiner eigenen Erleuchtung. Du wartest auf Mich, dass Ich hereinkomme und dich auslöse. Ich warte zudem auf das Signal von dir.

Du bist wie der Orchesterdirigent, dem es obliegt, das Signal zu geben. Du bist der Eine, auf den das ganze Universum wartet.

Möchtest du gerne Mich und das Universum auf dich warten lassen? Wozu den Aufschub? Wann wirst du auf dein Geburtsrecht Anspruch erheben? Du bist die tagende Sonne, und an dir ist es, dich bis zum vollen Sonnenschein deines gott-gegebenen Lichts zu zeigen. Du bist der Regisseur deiner Geschichte. Du bist der dich anschickende In-Gang-Setzer deiner Erleuchtung. Schalte die Lichter an!

Der Name deines Films lautet nicht Warten auf Erleuchtung. Er lautet eher so: Die Glocke der Erleuchtung läuten. Du bist derjenige, der die Glocke anschlägt und läutet. Du bist der Glocke-Läuter Deiner Eigenen Erleuchtung, und gleichwohl wartest du auf ein Signal, derweil du allemal derjenige bist, zu signalisieren, dass dein Licht herbeigekommen ist. Du bist der Erfüller deiner eigenen Träume.

Es stimmt, bisweilen komme Ich herein und rüttle die Glocke für dich, und doch, wie wundervoll, wenn du Mich daran hinderst und sagst:

„Gott, Mein Vater, Meine Mutter, lasse mich Dir dienen. Möge Ich einer jeden Tat von Dir zuvorkommen und Dir dienen. Du warst mir dermaßen reichlich zu Diensten, ich möchte gerne Dir dienen. Mein Herz ist voll und möchte sich selber zum Ausdruck gebracht sehen. Natürlich möchte ich Dir gerne dienen.

Was würde Dir, Gott, gleich viel bedeuten, wie mein Klingeln-Lassen meiner eigenen Erleuchtung bedeutet? Natürlich, mir ist klar, Erleuchtung ist nicht etwas, was mir zugehört. Es gehört Dir zu. Bestimmt kann ich Dir zur Hilfe sein. Ich kann Deine Wünsche vorausahnen. Ich kann hereinkommen und Dir ein Glas Wasser reichen, bevor Du es mir sagst. Ich kann einen Fingerzeig bemerken. Ich kann Initiative ergreifen. Ich kann Deinen Anliegen vorausgreifen. Eben jetzt im Augenblick hast Du das Ansinnen, ich möge meine Augen öffnen und mich in dem Licht sehen, in dem Du mich siehst. Was bedarf es für mich, um selbstverwirklicht zu werden, ausgenommen dass ich mein Selbst erkenne? Du bist mein Selbst, welches in den Flügeln dieses Theaters harrt.

Du möchtest, dass ich jetzt im Augenblick hervortrete und auf meine Auszeichnung Anspruch erhebe.

Gott, Du bist meine Auszeichnung, bloß ist es so, ich habe über die Bühne zu schreiten und die Belohnung entgegenzunehmen, die Du lange für mich vorgehalten hast.

Gewiss, ich kann stracks zu Dir hingehen und die Auszeichnung in Empfang nehmen, von der Du lange Zeit wünschtest, ich hätte sie inne.

Es ist Dein Glück, dass ich auf Dein Licht Anspruch erhebe, sodass ich Dir mit größerer Stärke und stärkerem Licht zu dienen vermag. Allemal, mein sehnliches Anliegen lautet, Dir zu dienen. Möge ich Dir etliches von der Gunst zurück entgelten, die Du mir gegeben und mit der Du mich erfüllt hast.

Ich leuchte in Deinem hellen Licht. Dies ist Erleuchtung. Ich nehme das Licht in Empfang, welches Du mir übermittelt hast. Ich nehme voller Freude die Gabe entgegen, die Du mir von dem Augenblick an, als ich empfangen wurde, gereicht hast. Du bist mein Schöpfer, und ich nehme das Ehrenabzeichen an, welches Du in meinem Herzen vor so langer Zeit platziert hast. Du hast mich bereits gesalbt, lieber Gott. Ich bin Deine Gesalbte, Dein Gesalbter, und – in Deinem Namen – nehme ich an.“

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on