Das Leben, das du führst

God said:

Gott redete …

Dein Leben handelt insgesamt von dir. Ja doch, Ich habe gesagt, das Leben gehe überhaupt nicht um dich. Ja, es geht um Vieles mehr denn um dich. Hingegen, du bist der einzige eine, der dein Leben lebt. Es ist an dir, zu heuen, wann die Sonne scheint. Mit Sicherheit stimmt der Eindruck, dass just dir das Leben sich zuträgt. Du bist der, der dein Leben führt. Höre auf jene Wortwendung – du führst dein Leben. Da ist die Portion zugegen, innerhalb der du deinem Leben die Richtung gibst, so und nicht anders zu sein.

So zum Beispiel, du kannst einen Tag oder einen Teil eines Tages haben, an dem du lachst und lachst und lachst. Vermutlich lachst wegen spaßiger Dinge, die passieren, oder du liest von solchen, oder du erinnerst dich mal an etwas, was dich zum Lachen. Du bist dir klar darüber, dass es einen Grund guten Glaubens für dein Lachen zu geben hat.

Selbstversätndlich ist es etwas von außen, was dein Lachen triggert. Alldieweil kommt das Lachen vom Inneren heraus. Es blubbert von innen hervor. Dann gibt etwas von außen deinem Lachen einen Knuff, und so findest du eine Entschuldigung fürs Lachen. Siehst du das auch so, dass, egal welches Alibi du für die Ursache des Lachens hast, die Anregung von tief innenher kommt? Das eine oder andere stimuliert dein Lachen. Du hast darauf gewartet.

Es ist das gleiche mit der Stimulierung von Tränen und Betrübtheit. Die ganze Traurigkeit hat Wohnung in dir. Vor allen Dingen die Traurigkeit. Danach gibst du sie etwas bei. Vielleicht vermisst du jemanden, der im Laufe dieser Lebenszeit nicht mehr erscheinen kann, oder du sehnst dich nach deiner Jugend, oder weil du im Leben an einer bestimmten Kreuzung eine gewisse Wende genommen hast, was denn wäre, wenn du eine andere Wendung eingeschlagen hättest – was denn wäre, wenn du anstelle von links rechts gegangen wärest, wie sähe dein Leben jetzt aus?

Auf jeden Fall steht dir die Flüchtigkeit des Lebens vor Augen, welche wie feiner Sand in deinen Händen ist, und wenig danach ist es weg. Du kannst dich nicht behalten, wie du einst warst. Einerlei wer du bist, einerlei was du versuchst, die Süße oder das Herzeleid des Vergangenen werden sich nicht erneut zu dir hinbegeben.

In einem bestimmten Sinn sind die Lieblichkeit und das Herzeleid das gleiche. Sie rühren dich. Erinnerungen an sich bewegen dich. Du könntest dich auf den Kopf stellen, und auch so wird das Verwichene nicht zurückkommen, obschon es in deinem Geist oft genug, ohne einen Nutzen, zurückkommt.

Du kennst das, einige Pferde haben Scheuklappen an, sodass sie weder nach links noch nach rechts blicken können, dass sie abgelenkt werden und nur geradeaus gehen können. Meine Kinder haben solche Scheuklappen nicht. Umgekehrt, sie haben Gedanken aus der Vergangenheit, die in Bezug auf das, was vor ihnen ist, als Scheuklappen dienen.

Es ist so, wie wenn du auf einen Bus wartest, und der Bus kommt, dann bist du es, der in den Bus einzusteigen hat. Selbst du den Bus noch im letzten Augenblick bekommst, bist du es, der zu dem Bus hinrennt. Du möchtest heute zum Bus namens Lachen, und anderntags wartest du auf den Bus namens Traurigkeit. Jedes Mal kommt der Bus, auf den du wartest. So steht es damit, siehst du das ebenso?

Gewiss, einige Busse überrumpeln dich. Du hast sie nicht erwartet, doch sie kommen. Sie könnten Namen tragen wie tod, Unfall, Schwierigkeit, und du steigst mit voller Gewalt in den Bus ein. Du konntest dich auf Busse namens Freude, Frohsinn, Schönheit im Voraus freuen, was auch gerade dir ein Vergnügen ist. In der Welt kommen massenweise Busse vor. Steige in die erwünschten Busse mit beiden Füßen ein, und belasse es dabei, dass die Busse, die du nicht möchtest, anhalten, sofern sie das sollen, du hast freilich nicht einzusteigen und dich hinzusetzen. Du kannst den Bussen zusehen, wie sie vorbeifahren, oder du steigst ein, ohne dich drinnen hinzusetzen, oder, falls du einsteigst, kannst du wieder irgendwo aussteigen.

Wer sagt denn, du habest in Bussen zu bleiben, in denen es dir aus ganzem Herzen nicht danach ist zu bleiben?

Translated by: theophil

 

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