Das Land der Stille
Wie lärmend die Welt auch sein mag, die Verkehrsgeräusche, die Kinderrufe, das Pfeifen der Züge, laute Musik, dröhnende Trommeln - eine tiefe Stille ist darunter am Laufen. Die Stille läuft nicht. Sie ist. Sie ist still, ungeachtet der Geräusche oben. Du hast in diesem Land der Stille deine Wohnung. Du hast sie. Sie ist weitaus mehr als eine Atempause. Sie ist die entschiedene Basis von dir.
Die Stille ist kein Zufluchtsort. Sie ist deine Quelle. Du hast diese Stille stets in dir. Du befindest dich soeben jetzt in der Stille, und dennoch reden Wir davon, sie aufzusuchen. Die Stille hat dich vor langer, langer Zeit aufgesucht. Sie gebar dich aus. Du warst von dieser Stille niemals abwesend. Wir können diese Stille Himmel nennen.
Sie ist mehr als die Abwesenheit von Geräuschen. Sie ist ganz entschieden deine Natur. Sie ist nicht in Bewegung. Sie macht keinen Lärm. Und gleichwohl ist dies eine mächtigste Ebene des Seins. Sie ist die mächtigste unter allen. Sie ist der Brunnen, aus dem du trinkst. Sie ist der Motor, mit dem du betrieben wirst.
Aus dieser Stille entkommen alle Gaben. Aus diesem Sack der Stille über seiner Schulter zieht der Hl. Nikolaus all die Geschenke hervor, die er dir überreicht.
Aus diesem Grund der Stille wachsen alle Blumen und Pflanzen hervor, und wachsen in die Höhe.
Aus diesem Schoß der Stille her, aus dem du kamst, wächst du zu den Höhen, die die Dimensionen der Welt ausweiten, bis die Grenzen auf der Erde verschwinden und keine mehr da sind. Da ist Grenzenlosigkeit. Da sind keine Schranken. Begrenzungen sind eine Unmöglichkeit. Du kannst niemals mehr an Grenzen glauben. Grenzen können all den Lärm machen, den du möchtest, gleichwohl stoppen sie immer. Grenzen haben einen Atemzug zu nehmen. Sie haben wegzusickern. Geräusche habe irgendwohin zu gehen. Lärm hat aus deinen Ohren, deinem Herzen, deinen Augen wegzugehen.
Grenzen sind nicht Liebe. Wir reden von einer Stille, in der alles Liebe ist. Nichts krümmt sich hier. Alles liebt hier alles, und alles ist Liebe und nichts als Liebe. Ich, Gott, bin hier. Ich mache keinen Lärm.
Ihr schwimmt hier in der Stille nicht. Ihr seid die Stille. Ihr seid lärmfest, Geliebte.
Stille ist wie der weiße Schnee, der fällt. Ihr seid ein Schneeteppich. Fußtritte werden nicht gehört. Alles ist Stille hier in den Tiefen von euch.
Stille ist der Maßstab. Lärm ist ein Kratzen am äußersten Ende der Skala. Stille ist Musik. Lärm ist Lärm und nicht Musik.
Selbst inmitten von Geräuschen kannst du in der Stille deiner selbst sein.
Sieh Stille wie Geld auf der Bank. Du kannst Stille herausnehmen, wie du möchtest. Sie gehört dir. Gehe in die Schatzkammer deiner selbst und nimm sie heraus. Packe sie um dich herum. Stille ist ein lindernder Balsam. Gieße sie über dich. Die Stille ist dein. Sie gehört dir zu. Sie möchte bei dir bleiben.
Es ist etwas Verblüffendes, dass du, je mehr du Stille mit deinen Fingerspitzen berührst, umso mehr hörst, was Ich sage. Hier geht es um keine medizinisch verordnete oder bewerkstelligte Stille. Es geht nicht um Stille über dir erzwingen. Ich sage noch einmal: Selbst inmitten von Lärm ist diese Stille dein. Du hast sie nicht hervorzuziehen. Sie gehört dir bereits zu. Stille ist kein Vorkommnis, was du zu dir her rufst. Du bist bereits jene Stille. Du bist in Frieden.
Das meint, alles, was es dir zu tun gilt, ist auf Meine Geräuschlosigkeit lauschen. Das ist Meine Stimme. Aus der Stille Meines Herzens und der deinen rede Ich unaufhörlich zu dir. Bringe deinen ergiebigen Geist eine Minute zum Schweigen. Hörst du nun Mein stilles Wispern? Kannst du Meine Liebe hören, die jetzt zu dir spricht?
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/das-land-der-stille.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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