Bevor der Illusion von Zeit
Gott redete …
Ihr seid Helligkeit selber. Ihr seid die Helligkeit Meines Herzens, Geliebte. Bevor die Illusion von Zeit einsetzte, sann Ich, was Mir Freude schenken würde, und - ihr erhobt euch in Meinem Herzen. Ich hatte das Begehren, und Ich ging darauf ein. Mein Herz hatte ein Verlangen, und das Verlangen erstand. Liebe kam heraus, um sich selber in einem Tanz zu beschauen. Die Liebe hielt sich selber an der Hand, schwang herum, musizierte, stampfte mit den Füßen auf den Schlag ihrer selbst. Aus Meinem Herzen heraus barst ihr in lauter Freude. Mein Herz blühte in euch, bevor es das Konzept dafür gegeben hat. Es gab nichts, was zu ersinnen war, und niemanden, auf den zu kommen war. Einzig Licht war das Gegebene, und Licht platzte inwendig in sich selber hervor. Flamme entzündete Flamme. Aus Licht stieb Licht hervor. Wohin konnte Licht fallen, es sei denn auf das, was man als Schöpfung bezeichnen würde? Was würde Licht gerne aus sich selber machen mögen? Was würde Licht gerne zu sehen bekommen?
Es erblickte euch. Ihr nahmt just die Szenerie in Betracht. Ihr wusstet nicht, wo ihr wart, ebenso wenig wie ihr hierhergekommen seid. Verwunderung wurde geboren. Ihr klatschtet mit den Händen. Ihr saht das Auditorium und klatschtet für es. Ihr erblicktet euch selber in der Zuschauerschar, wie ihr euch selber auf der Bühne zusaht. Bloß Klatschen konnte vernommen werden. Bloß Klatschen wurde vernommen.
Ihr wurdet auf der Bühne zu einem Akrobaten. Ihr ranntet vom einen Ende der Bühne zum anderen. Jemand schrie: „Action. Kameras! Musik!“ Das wart ihr, oder war das Ich? Ich treffe nicht eine Unterscheidung, ausgenommen aus Anlass eines Unterredens.
Vom einen Ende der Bühne zum anderen rennend fabriziertet ihr eine Spannbreite von Emotionen und Stimmungen. Ihr dachtet euch Dinge aus. Ihr wart einbildungsbegabt und wechselhaft.
Aus der Rückerinnerung an das Einssein formtet ihr Mythen, daher war in ihnen naturgemäß Echtes verborgen. Ihr wart niemals außerstande, dem Wahren zu entkommen. Ihr gabt vor, euch nach ihr umzutun, während ihr eure Augen abwandtet. Aber ihr konntet die Wahrheit nicht hinters Licht führen. Wo ihr auch gestanden seid, da stand Ich.
Geliebte, Ich bin nicht Gewissen. Dies ist eure Last-Minute-Erfindung. Ihr stelltet es euch als einen Marker hin und zusammen, vielleicht als einen Aufspalter zwischen Bestrafung auf der einen Seite und Freude auf der anderen Seite. Freude winkte dramatisch mit den Armen, und ihr saht nicht. Ihr vernahmt stattdessen Gewissen. Das Gewissen erzählte euch Lügen. Ihr glaubtet sie. Ihr erzähltet sie euch selber. Ihr erhobt Anspruch auf sie. Ihr bliebt an allem kleben, was euch dazu bringen konnte, euch schlecht zu fühlen. Als ihr euch mit einem Hammer auf den Fuß schlugt, bezeichnetet ihr ein Nichtvorhandensein von Vorhaltungen-Machen als Freude. Großartige Freude tanzte vor euch hin und her, sie winkte mit einem Fächer, und ihr wähntet, sie sei nicht für euch.
Geliebte, ihr habt die Welt falsch verstanden. Sprich, das ist – vielleicht – eure Rolle in dem Stück. Natürlich könnt ihr euch von der einen Bühne zurückziehen und auf einer anderen auftreten. Ihr könnt die eine Rolle zugunsten einer anderen aufgeben. Ihr spielt schier eine Rolle eurer Wahl auf einer Bühne, auf der ihr euch nun einmal soeben befindet. Ihr könnt dort vorne heraus kommen, hin, zu einer anderen Bühne bei Mir.
Auf dieser neuen Bühne, dort lasst Uns spielen: Ihr seid heilig. Nun also, kommt, kommt und haltet Heiligkeit für wahr, an Stelle all der anderen Dinge, an die zu glauben ihr gelangtet. Jetzt handelt ihr. Ihr seid über die Wahrheit gestolpert. Aller Theatralik zum Trotz, ihr seid Heiligkeit selber.
Ich rede nicht von Potentialität. Ich rede von Realität. Euer Potential ist verwirklicht. Ihr last das Großgedruckte nicht. Ihr folgtet abwegigen Hinweisen. Ihr dachtet, sie seien für euch gemeint gewesen. Sie waren einfach abhanden gekommene Gedanken von irgendwoher, die ihr euch zu Eigen machtet. Ihr nanntet sie die euren, und gewannt dieses verkehrte Bild von euch lieb. Ihr erblicktet dies als euer Menschsein.
Zieht nun mit eurer Göttlichkeit gleich. Wessen ist sie denn, wenn nicht die eure? Und die Meine. Ja, natürlich, wie auch die Meine.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/bevor-der-illusion-von-zeit.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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