Bevor der Ärger anhebt

God said:

Gott redete …
Wieso bestehst du felsenfest auf Dingen, so wie du sie tust? Zum Beispiel kannst du über E-Mail-Spam zornig werden, den du immer und immer wieder erhältst. Du weißt, er wird nicht nur dir alleine übersandt. Du weißt, das hat mit dir nichts zu tun, und dennoch bist du immer noch zornig. Du weißt es besser, gleichwohl rührt eine solche Belästigung großen Ärger in dir an. Du fühlst dich überrollt und machtlos, weil die Absender von Spam nicht leicht aufgeben. Sie kommen unentwegt herein. Der eine nimmt rasch den Platz eines anderen ein.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie dich der Ärger in dir lockt. Was immer deinen Ärger auftat, es ist nicht dasjenige, was zu ihm geführt hat. Dein Ärger war da, dafür bereit, auszubrechen. Für dich, Ich weiß, ist Ärger ziemlich schwierig. Du möchtest Mich gerne bitten, ihn dir ein für alle mal wegzunehmen. Du würdest alles dafür geben, wenn er dir erspart bliebe.

Du weißt, das Leben ist besser, wenn du keinen Ärger hast. Du würdest lieber frustrierte Energie in Liebe umwandeln. Oh, wie wünschst du es dir, dass Liebe so leicht, wie es scheinbar der Ärger tut, in deinem Herzen anschwillt.

Du spürst, du hast alles versucht. Du hast auf zehn gezählt. Du hast den Ärger heißblütig gebeten, zu gehen, und immer noch kommt er in voller Kraft und wird nicht gestillt. Egal, wie klein der Anlass ist, dein Ärger wird groß.

In diesen Zeiten, Geliebte, da schaue hoch, und etliches deines Ärgers wird von alleine verdampfen. Schließe für einen Augenblick deine Augen, und etliches von ihm wird sich auf und davon machen. Dieser Ärger ist der deine, dennoch möchtest du ihn nicht, und dennoch bringst du, du selber, ihn, nicht äußere Vorkommnisse, auf den Weg. Du bist der Anstifter deines eigenen Ärgers.

Wirst du das bejahen? Kannst du bejahen, dass es dein Ärger ist, der inwendig in dir aufschäumt, und dass du ihn nach außen kehrst? In dir existiert Röte, die einen Anlass sucht, zu entweichen. Dein Ärger ist wie eine Allergie. Du spürst, du kannst dir dabei nicht helfen, allerdings, Geliebte, wer wohl wird dir helfen?

Was ihr anstrebt, ist Gleichmut. Ihr möchtet nicht entflammt werden. Ihr seht den Vorteil von Ärger nicht. Ihr gebt vor euch selbst nicht mehr länger davon aus, dass Ärger gerechtfertigt sei. Ihr seht ihn als Plage. Ihr würdet es gerne haben, wenn in eurem Herzen nicht mehr länger Raum für ihn wäre. Er verdirbt euch den Tag.

Ihr wisst bereits, dass ihr den Ärger nicht zwingen könnt, einfach fortzugehen. Zur selben Zeit wisst ihr, er wird es tun. Er wird sein Rennen beenden, er wird langsamer, er wird aufhören, er wird den Schweiß von seinem Gesicht wischen, sich abkühlen, die Röte wird abnehmen, und auf einmal wird wieder Ruhe herrschen. Egal, wie sehr ihr euch hütet, wie sehr ihr euch über den Ärger warnt, euch gegen Ärger wappnet, er bricht erneut, wie eine Biene bei eurer Haut hervor, einzig, um sich sodann abzunutzen und zu verschwinden.

Oh, immerfort Ruhe haben. Du würdest ein königliches Lösegeld geben dafür, dass es nicht mehr zu einem Aufflackern kommt.

Irgendwo entlang des Weges erlangtest du die Auffassung, dass du ärgerlich sein solltest. Was wäre, wenn du diese Idee loswürdest? Was wäre, wenn du nie mehr ärgerlich sein müsstest? Was wäre, wenn du dich, anstelle des Ärgers, schlicht zu etwas hinbewegst, das dir gefällt, und weg von etwas, das dir missfällt?

Beim Beispiel der Spams ... was wäre, wenn du sie einfach ohne Ärger entfernst? Was wäre, wenn du dich nicht in die Rüstung begäbest? Was wäre, wenn du zu dir freundlicher wärest? Was wäre, wenn du nach der Scheunentür schaust, bevor die Kühe hinauslaufen?

Biete dem Ärger eine kleine aufmöbelnde Unterhaltung. Sage:

»Ärger, ich brauche dich nicht, und ich möchte dich nicht. Es ist nicht so, dass ich hilflos bin. Das bist du. Du kannst nur kommen, wenn ich dich rufe. Möchtest du so freundlich sein, und dich nach weiter hinten begeben, weit weg von mir? Möchtest du stumm sein und mir zuhören? Möchtest du bitte nicht in der Nähe bleiben, immer dazu bereit, auf mein Ansinnen hin herauszukommen? Sei mir gegenüber unfolgsam. Gib bitte genau diese Prämissen auf.«

Vielleicht wird der Ärger fortgehen, wenn du ihn darum bittest. Sprich vorher mit ihm darüber. Beobachte dich selbst. Erinnere dich selbst daran, zum Beispiel, bevor du deine E-Mails abholst, dass du sie ohne Ärger entfernen kannst. Du kennst die Arenen in deinem Leben, wo der Ärger dazu neigt auszubrechen. Bevor du diese Gebiete betrittst, weise dem Ärger freundlich die Tür.

Translated by: theophil

 

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