Beschaffenheiten des Bewusstseins
Kinder spielen die Spiele, die sie spielen. Kinder spielen gerne im Schlamm. Sie spielen gerne Räuber und Gendarm. Sie spielen gerne Verstecken. Sie machen gerne Spielzeuge kaputt. Sie bauen gerne Sandburgen, und sie reißen sie gerne ein. Sie spielen gerne. Spielen hat Hand und Fuß, weil es Spielen ist.
Sobald aus Kindern Erwachsene werden, fahren sie fort, Spiele zu spielen. Die Partie, die sie spielen, nennt man Leben, was von Vielen als das wirkliche Leben und als sehr, sehr ernst erachtet wird. Zum Spielen muss man eigentlich Zugang erhalten, und manchmal zu jedem Preis.
Falls die Ewigkeit einen Gegensatz besäße, wäre er das Leben in der Welt. Mit Sicherheit ist das Leben in der Welt zeitweilig. Die Welt verblasst, wie in Filmen, wo eine Szene in eine andere übergeblendet wird. Die Burgen aus Sand in der Welt, gefertigt durch Kinder oder Erwachsene, werden jedenfalls verschwinden. Mitsamt allen Fußabdrücken. Alles wird in den Gezeiten des relativen Lebens weggewaschen.
Es gibt Bewusstheitszustände. Und einem jeden wird genau Folge geleistet. Einem Jeden sein eigener Bewusstseinszustand, Geliebte, Geliebter.
Demjenigen, der einen bestimmten Blick innehat, ergibt seine Ansicht Sinn, zum Wenigsten in dem Augenblick. Anderen mag sie überhaupt nicht sinnvoll sein. Dem Urheber mag es unterkommen, dass sie keinen Sinn mehr macht, jedoch wird er manchmal fortfahren, als gäbe es keinen Umkehrpunkt. Die Räder sind Bewegung gesetzt, könnte er sagen, und er wird sie nicht anhalten, komme was wolle.
Selbstverständlich sind die Räder mit den Händen betätigt, und die Bewegung hätte mit einem Fingerschnipsen angehalten werden können. Irgendein Impuls an Schwungkraft hielt hingegen das Rad auf seinem Weg am Drehen. Ein vormals verkündeter Gesichtspunkt nimmt für sich eine Unantastbarkeit an und wird sozusagen zum Allgemeingut.
Absurdität ist dir nichts Neues. Du hast die ganze Zeit darum gewusst, dass es Menschen gibt, die zu viel Essen auf ihrem Teller haben, und Jene, die keines haben, dass es Diejenigen gibt, die Freundlichkeit befördern und dennoch unfreundlich sind, dass es Diejenigen gibt, die gegen die Angelegenheiten Anderer Einwände vorbringen und sich nicht um ihre eigenen kümmern. Es gibt sogar Strukturen, die gemäß dieses Konzepts aufgebaut sind, und die Regierung, initiiert und aufgestellt, um den Menschen zu dienen, wird zu ihrer eigenen Einheit und lebt die Rolle des Aufpassers, des Inspekteurs, des Leugners aus, und die Menschen werden zu ihren Dienern.
Die Welt ist falsch herum, weil Liebe zu etwas Zweitrangigem gemacht wurde. Friede wurde zweitrangig. Wieso sonst sollte es Krieg geben? Wenn Menschen von der Liebe herkämen, gäbe es keinen Bedarf für Gesetze, wer würde sich mithin herablassen, sie zu formulieren? Aus der Harmonie erstehen keine Gesetze. Liebe tut. Liebe kann nicht verfügt werden, und doch ist Liebe die Macht und die Herrlichkeit, und ist Liebe Mein.
Du wirst dich entsinnen, dass das Wort „Liebe“, so wo Ich es gebrauche, nicht aufgehübscht ist. Die Liebe, von der Ich rede, ist eine Verfasstheit des Bewusstseins. Die Welt wird durch das Bewusstsein der Liebe gesehen, und sie erscheint in einem anderen Schimmer. Oh, die Welt durch die Augen der Liebe zu sehen! Durch die Augen der Liebe gesehen, vergibt sich die Welt ihre Vergehen gegen sich selbst.
Die Welt arbeitet ihre Schrullen durch. Und du bist hier auf der Erde, um die Knoten aufzubinden. Liebe ist in Knoten verschnürt worden. Sie werden gelöst. Egal wie sehr verworren, Knoten werden verschwinden. Sie treten in Erscheinung, dementsprechend werden sie sich verlieren.
Liebe wandelt auf der Erde. Liebe ist nicht unbekannt. Es ist einfach so, dass nicht ausreichend von ihr bekannt ist. Da ist mehr Liebe zum Bekanntwerden. Sie wartet hinter dem Vorhang, sie wartet einfach auf ihr Stichwort, um herauszukommen. Sie ist bereit, wann du es bist.
Ich denke, du bist bereit. Ich denke, du bist parat, die Welt zu lieben, und dir somit einen Reim aus ihr zu machen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/beschaffenheiten-des-bewusstseins.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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