Am Ozean ist mehr dran als die Wellen

God said:

Gott sagte ...

Von Mir kannst du nicht abkommen. Du kannst dich von der Unwissenheit verabschieden, und darum geht’s. Von der Unwissenheit abrücken ist so ziemlich das gleiche wie Meine Gunst bejahen.

Wenn du Meine Gunst akzeptierst, schmollst du nicht mehr. Du quälst dich nicht mehr länger darüber, worüber du dich zur Zeit wohl quälst. Du stellst weniger in Frage. Du schaust, dass du mehr webst, als dass du Kette und Schuss des Gewebes auf dem Webstuhl durchgehst.

Du bist ein Weber Meiner Liebe. Diese Aufgabe ist dir zu Hand. Webe. Webe durch den Tag. Webe durch die Nacht. Webe einen Vorleger Meiner Liebe, auf dem jeder gehen kann. Webe einen Umhang Meiner Liebe, der jeden vor Behelligungen schützt, obschon Behelligung Behelligung ist, und nichts mehr. Was im Leben geschieht, ist, dass der Strom der Liebe inwendig in dir zum Unterbrechen zu kommen scheint. Klar ist, du unterbrichst dich selbst. Du ziehst dich davon ab, was existiert. Alleine in deinem Gewahrsein kommst du von dem gewählten Pfad der Liebe ab. Du kommst ab, um zurückzukehren.

Es ist so, wie wenn du irgendwo deine Handtasche hast liegen lassen; du gehst dann zurück, um sie zu finden. Und dann bist du froh, wenn du sie gefunden hast. Was für eine Nachlässigkeit war es doch, dass du sie hast liegenlassen! Was für eine Freude, zurückzugehen und sie zu finden!

Die meiste Zeit entsinnst du dich deiner Handtasche, und du hältst sie fest, und doch spielst du mit dir selbst Tischtennis und fragst dich, ob du deine Handtasche wohl verlegen werdest, und so machst du dir Vorstellungen, und so schwofst du mit dir selbst im Leben entlang, schaust dich nach hinten um, nach vorne um und von der einen Seite zur anderen, auf diese Weise kommst du von dir selbst ab. Es hat den Anschein, als kämest du von dir selbst ab. So als könntest du das. In Wahrheit spielst du eine Partie des Als-Ob.

Als ob du irgendwo anders sein könntest als dort, wo Ich sage, dass du dort bist.

Du brauchst dich im Leben nicht mit Latten verkleiden. Du brauchst dich weder nieder noch zurück zu halten. Alles, was ihr, Meine wonnig Geliebten, zu tun habt, ist, euch selbst stattzugeben, zu sein. Die Wellen, auf denen ihr reitet, haben euch nicht hin und her zu werfen. Bewegt euch, Geliebte, auf eurem Surfbrett mit Gleichmut.

Ihr seid wie ein Ozeandampfer, der nahtlos durch die Wellen kreuzt. Er schaut nicht zurück, wo er war. Er hat sich selbst die Richtung gewiesen, in die er gehen möchte. Er fährt nach vorne. Ozeandampfer schleppen sich nicht dahin. Sie fahren. Du bist der Seemann eines Schiffs, das fährt. Alle Mann an Deck. Und gleichwohl ist an dem Schiff mehr dran als das Deck. An dem Ozean ist mehr dran als die Wellen. Reite die Wellen und begrüße den Ozean.

Und worum geht es bei eurer Eile, zur Küste zu gelangen? Je mehr ihr eilt, desto mehr trödelt ihr herum. Je mehr Wirbel ihr macht, desto mehr dreht ihr eure Räder durch.

Ihr seid keine Dampfmaschine, die auf einem Gleis vor und zurück fährt. Ihr seid ein Ozeandampfer im Ozean. Wohin geht es dort? Was gibt es dort zu tun, als in den Ozean Selbst einzutauchen? Der Ozean befördert euch. Er befördert euch durch dick und dünn. Trotz all des Herzeigens, was ihr doch könnt, der Ozean transportiert euch, und der Ozean bringt euch da und dort hin. Er bringt euch zu eurem Selbst zurück, das ihr vielleicht weggedrängt hattet, so als hättet ihr eine andere oder bessere Wahl. Ihr könnt jetzt oder später die Wahl treffen. In jedem Fall ist eure Antwort zugesichert.

Ich weiß, ihr habt euch im Leben als ruderlos empfunden, das aber ist nur deswegen der Fall, weil die Ausdehnung des Ozeans derart weit ist, und ihr vergesst, dass ihr der Ozean seid, von dem ihr dachtet, er befinde sich irgendwo weit weg.

Translated by: theophil

 

Your generosity keeps giving by keeping the lights on