All die Musik

God said:

Gott redete …

Dem Leben ist ein Metronom zuhanden. Es ist dein Herz, auf den Schlag des Meinen eingestellt. Wir sind alle Ein Geeintes Herz, welches die Welt durchpulst. All die Rhythmen der Musik möchten dies zu erkennen geben. Sie führen darauf zurück, das gleiche zu sagen. Die Trommeln, die schlagen, geben für die ganze Welt das Tempo an. Ich schlage in deinem Herzen eine Trommel.

Dem Leben kommt auf allen Ebenen Rhythmus zu. Ihm ist ein Schwingen. Da ist ein Herrichten von Bewegung, und da ist Bewegung. Selbst in einem Standbild erkennst du, dass die Person nicht dauernd in der Position war. Vielleicht haben sie sich einfach hingesetzt, oder sie sind gerade dabei, aufzustehen. Selbst in Stille – ist Bewegung.

Atome wirbeln herum. Grillen zirpen.

Atemzüge gehen einwärts und gehen auswärts.

Da sind treffliche Gelegenheiten zugegen, sich der Situation gewachsen zu zeigen.

Du, der du ein Teilnehmer am Leben bist, bist ebenso ein Beobachter von ihm. Im Leben siehst du einen Film von einer Filmrolle. Zur selben Zeit wie du dich unter den Zuschauern befindest, bist du auf der Bühne. Du bist alles überall.

Du bist Töne von einer Flöte, in die du deinen Atem hauchst. Du bist die Tasten des Klaviers, auf dem deine Hände spielen. Du singst Meine Weise rund um die Welt. Ich höre dich, der Mich hört.

Die ganze Musik, die du komponierst, kann bloß ein Refrain des Einen Tones sein, Den Ich singe. Und Ich singe von dir. Ich singe von dir zu Meines Herzens Genüge. Die Welt ist in Meiner Liebe umschlossen. Alle halten sich an der Hand. Es gibt außer diesem Einssein nichts. Du bist ein wirbelnder Derwisch Meiner Liebe. Dein Herz dreht sich im Kreis.

Was ist das Leben in der Welt anderes als eine Symphonie des Gesangs, als eine Tanz-Truppe und als Äußerungen von deinem Herzen.

Wie kann alles im Leben so sehr von Belang sein und dennoch gar nichts ausmachen? Die Wellen des Lebens fließen einwärts und sie fließen auswärts, und nehmen dabei alles in ihren Sog. Die Tide kann weder gehemmt noch zur Eile getrieben werden. Alles ist dahinschwindend, die Ewigkeit ausgenommen. Sprich, du und Ich ausgenommen. Das Einssein von Uns ist ewig.

Wer ist der Geschichtenerzähler und wer ist der Zuhörer? Wer schrieb die Geschichte hin, und wo wurde sie hingeschrieben? Was ist die Bedeutung von ihr, wo geht jeder hin, sowie er den Raum verlässt?

Sofern es schier Ein Seinswesen gibt, wo sind alle die Wesen, die gemeinsam mit Uns das Leben anordnen? Von einem Augenblick zum andern existierten sie, oder dachten sie, sie existieren, oder du dachtest, sie existieren. Was in der Welt existiert, ist ein Strom des Lebens. Schiffe durchmessen ihn. Wer ist der Ruderer des Boots, und worum geht es, so in der Nacht zahlreiche Schiffe vorüberfahren?

Es gibt Ouvertüren und Anrufungen und Zymbelschläge zu den Schlüssen. Die Musik hört nie auf, aber Pausen zwischendrin gibt es. Wenn das Orchester abgeht, spielt die Musik nach wie vor. Musik, einmal vernommen, wird unausgesetzt weiter gespielt, selbst wenn jedermann weggegangen ist.

Weswegen dann ist das Leben - eine schiere Reihe an Tönen, die zum Erklingen gebracht werden - eine derart ernsthafte Begebenheit? Denn das gesamte Leben in der Welt ist nur ein Vorkommnis.

Ein Lagerfeuer brennt, und danach wird es ausgemacht. Aber die Flamme dauert fort. Licht dauert an. Was denn ist Unterschiedenheit - hinwiederum erbringt sie den ganzen Unterschied in der Welt. In der Welt, da ist sie. Du möchtest dieses gegenwärtige Leben gerne für immer fortdauern sehen, selbst derweil du weißt, dass alle Akte zu einem Ende kommen, selbst derweil du weißt, es wird morgen im Theater eine weitere Show geben.

Auf der Bühne oder jenseits der Bühne, du bist doch. Es gibt kein – hier heute, morgen fort. Es gibt bloß Wechsel der Kleidungsstücke, ein Kostüm für ein anderes. Und alldieweil bist du unverändert. Bloß Erscheinungsbilder wechseln. Sie sind Schimären, und du bist ewig.

Nichts geschieht, außer dass du zu einer anderen Bühne ziehst, du, der du in dem Schlag Meines Herzens bewegungslos bist.

Translated by: theophil

 

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