All die Fäden des Lebens
Gott redete …
Horcht her, auf der Oberflächenebene gibt es bei einem Leben kein Dahinterkommen, nicht bei deinem Leben, nicht bei dem von irgendwem. Vielleicht sieht dir ein Leben wie eine Verschwendung aus, unerbeten, mit Einsprüchen versehen, zwecklos. Einerlei wie du ein Leben in Betracht nimmst, es ist der Person und der Welt dienlich. Wovon Ich hier rede, das ist weit von eurer Logik entfernt.
Jemand verbringt sein Leben in dem, was lediglich von außenher verschwenderisch zu sein scheint, und doch, selbst jenes Leben, wie es in der Welt im Blick steht, kommt etwas nach. Ich rede nicht von Rückerstattung oder Ähnlichem. Selbst das, was du als ein klägliches Leben, oder als ein nicht-gewissenhaftes Leben ansiehst, zwecklos, so weit wie du es sehen kannst, selbst jenes Leben, ein dergestaltes Leben ist dem Universum dienlich. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, sagst du, freilich ist das, was Ich sage, möglich, mehr als möglich, es ist absolut so. Ein Leben, welches als Schiffbrüchiger auf einer öden Insel verbracht wird, versieht Dienliches. Niemand ist ein Eiland.
Auf der menschlichen Ebene ist dies unauflösbar. Auf einer tieferen Ebene ist dies untrüglich. Nun habe Ich es ausgesprochen. Kein Leben ist vergeudet. Ein jedes Leben dient dem Gesamten.
Wenn ihr all die Lebensfäden verfolgen könntet, wärt ihr voller Staunen. Ihr würdet euch an jedem und allem erfreuen. Ein jedes einzelne Leben auf der Erde spielt sich selber in einer gefälligen Weise aus. Bei einem langen Leben oder bei einem kurzen – es ist das gleiche. Nachgekommenen Zweckstellungen, welche ihr nicht einzusehen vermögt, kommt die Oberhand zu.
Euch scheint es absurd, Mich zum Ausdruck bringen zu hören, das, was ihr schier als ein elendes Leben zu sehen vermögt, sei nichtsdestotrotz schätzenswert. Und dennoch sage Ich euch dies, und wie ihr euch dieser Sichtweise auf das Leben doch widersetzt, weil es gelebte Leben gibt, die ihr billigt, und ebenso Leben, die ihr missbilligt.
Ihr könnt Lippenbekenntnisse, euch keiner Bewertungen zu befleißigen, ablegen, und gleichwohl fertigt ihr Beurteilungen aus, so rasch könnt ihr kaum hinsehen.
Vielleicht gehört alsdann vorgetragen, dass selbst in eurem Bewerten einem Behuf aufgewartet ist.
Du könntest fragen: „Gott, sagst Du mir, dass alles, was geschieht, in Ordnung so ist? Ein Okay auf einer tieferen Ebene, als ich auszuloten vermag? Das ergibt keinen Sinn.“
Geliebte, genau das sage Ich. Aus eurem Wahrnehmungswinkel heraus ergibt euch das überhaupt keinen Sinn. Eure derzeitige Geistesverfassung befindet es als ein Ding der Unmöglichkeit, damit ins Reine zu kommen, dass in allem etwas Gutes zu liegen komme.
„Selbst in Gräueln, Gott?“
Ja, selbst in allem, was ihr Horror nennt, existiert Beträchtlicheres als Grauen.
Lasst Uns das anders ausdrücken: Was macht es für einen Sinn, dagegen anzugehen, was sich bereits begeben hat? Das ergibt geradeso keinen Sinn, oder etwa nicht?
Von allem her, was ihr zu sehen vermögt, ist das Leben auf der Erde unvollendet. Es gibt Missstände, die nicht gerichtet werden, und arglose Unschuld, die herabgewürdigt wird. Es gibt im Leben allerhand ungeheuerliche Beschaffenheiten, und hier bin Ich, Gott, der euch anträgt: „Also, nun, das ist in Ordnung.“
Und im selben Atemzug vernehmt ihr von Mir: „Es gibt Handlungen, die ihr besser nicht ausführt.“ Es heißt, es gebe eine Liste, die in Stein gehauen ist, welche besagt, was euch nicht hilfreich ist zu tun. Es wird euch womöglich so vorkommen, als spräche Ich aus beiden Seiten Meines Mundes.
Sofern ihr in eurem Menschenleben Glücklichsein möchtet, nehmt ihr selbstverständlich Abstand davon, Wehtun oder unverblümtes Unheil zu veranlassen. Das ist fraglos so. Natürlich möchtet ihr das Leben für die vermeintlichen Anderen so freundlich ausrichten, wie ihr es vermögt. Jeder, der leidet, ist du. Es gibt keinen Anderen. Ja, spielt fein auf. Ganz und gar.
Hinwiederum, zur selben Zeit hat was auch immer sich auf der Oberfläche des Lebens ausspielt eine Wertigkeit in einem größeren Bild. Ja, selbst übles Fehlverhalten erzielt etwas Werthaftes. Ja, in allem ist etwas Gutes.
Selbstverständlich ist das Wort gut eine Bewertung. Das Wort gut frankiert In-Ordnung, während das Wort schlimm Dagegen-Sein aufstempelt. Davon Kenntnis nehmen ist keine Notwendigkeit. Deine Erforderlichkeit, voranzugehen, ist unerlässlich. Dein Nachvollziehen- und Verstehenkönnen sind nicht unerlässlich.
Aus dem Irdischen Blickwinkel her ist es unerlässlich, los zu lassen, einzig dies. Selbst bis hin zu dem Ausmaß des Los-Lassens dessen, was euch erst einmal unmöglich ist zu begreifen. Vielleicht mögt ihr diesem Los-Lassen dessen, was ihr nicht nachzuvollziehen vermögt, die Bezeichnung Versöhnlichkeit, die Bezeichnung Vergeben zukommen lassen.
Translated by: theophilPermanent link to this Heavenletter: https://heavenletters.org/all-die-faeden-des-lebens.html - Thank you for including this when publishing this Heavenletter elsewhere.
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