HEAVEN #2710 Das Läuten der Glocken
DAS LÄUTEN DER GLOCKEN
Gott sagte ...
Welchen Rückgriff müsst ihr machen, außer das Sorgen los zu lassen? Ein bisschen Sich-Sorgen beizubehalten, ist zu viel.
Sich-Sorgen kommt von einem Gespür des Mangels. Künftiger Mangel. Jetzt hast du vielleicht Essen im Kühlschrank, aber wie steht's um nächste Woche? Jetzt hast du vielleicht ein gutes Leben, wie aber in zehn Jahren? Wie steht es um Unfälle und all die anderen Dinge, die geschehen könnten, die geschehen, die bereits geschehen sein könnten?
Also, was ist mit ihnen? Geliebte, das Leben ist glitschig. Ihr könnt euch an ihm nicht festhalten. Ist das etwas Schlechtes? Ist es nicht in Ordnung, dass es das Leben gibt?
Es ist wahr; alles kann passieren. All die Wunderdinge, die geschehen können, und die geschehen. Gibt es in eurer Sprache ein Wort für hochentwickelte Gedanken über die mannigfaltig prächtigen Vorkommnisse, die im Leben erfolgen können? Gibt es ein großes, aus einem einzigen Wort bestehendes Wort mit entgegengesetzter Bedeutung für Sorge? Wer wird es erfinden? Ja, lasst uns die ganze Vorstellung von Sorge ersetzen, lasst uns auch ein Wort für das Gegenteil von Sorge prägen. Mit rosa Brille ... das klappt nicht, denn das hat eine Implikation der Blindheit oder einer Art von Realitätsmangel, dennoch, Geliebte, es ist ebenso real, dass Wunder als ungewünschte Ereignisse im Leben hereinbrechen. Auch in eurem Leben, das stimmt. Sind nicht Güte und Segen auch über euch hereingebrochen?
Weswegen muss ein Gedanke wie 'Für wen läuten die Glocken? Sie läuten für dich' Schrecken in deinem Herz auslösen? Wieso müssen Glocken etwas herannahendes Unerwartetes implizieren? Die Glocke könnte zu dem Eisverkäufer gehören. Es könnte die Pausenglocke sein. Es könnte die Haustürglocke sein, die die Ankunft Christi an der Tür ankündigt. Lasst, Geliebte, die Glocken für euch läuten. Möchtet ihr eure Augen heben und das Gute erkennen, das zu euch auf dem Wege ist. Es war auf dem Wege zu euch zu etlichen Zeiten. Lasst das Leben voller Überraschungen sein, und lasst sie herein.
Wieso auf den Schuh warten, bis er hinüber ist, während du genausogut ein ganz neues Paar bekommen kannst?
Wieso nicht dem Wohlgemutsein vor dem Verhängnis die Wahl geben? Wieso wollte jemand das Verhängnis wählen, indessen es derart viel anderes zu wählen gibt? Das ist eine faire Frage. Wieso gibst du bei deiner Wahl dem Gefühl der Sorge vor dem Gefühl der Freude den Vorzug? Wieso hast du das gemacht? Nehmt die Freude fühlend voraus, Geliebte, nicht die Sorge.
Sofern das Leben ein Weihnachtspaket ist, also dann, dann packt es aus. Öffnet es. Nehmt die Sachen heraus. Findet ihr eine Strickjacke, und sie passt nicht, so genießt das Geschenköffnen trotzdem. Sei gewiss, dass du nicht etwas übersehen hast. In der Schachtel könnte noch etwas sein. Vielleicht eine goldene Armbanduhr oder ein Diamantring. Stelle sicher, dass du die Schachtel nicht zu früh wieder zumachst.
Falls der heutige Tag eine wundervolle Überraschung für dich bereithielte, was könnte es sein? Was möchtest du gerne, dass es sei? Wen möchtest du gerne an deiner Haustür sehen? Welche Schachtel möchtest du gerne heute ankommen sehen? Welchen Pfad möchtest du gerne gehen? Was würdest du heute anders machen, sofern du könntest, und weswegen es nicht tun, oder zum wenigsten einiges davon? Zum wenigsten, daran denken.
Lasst Uns uns auf den Willkommens-Tag, der vor euch liegt, vorbereiten.
Befandst du dich im Trübsinn, so komm heraus. Befandst du dich auf der Höhe des Glücks, so bleib drin. Sind das nicht beides Wahlen?
Als du geboren wurdest, warst du nicht mit Niedergeschlagenheiten gekennzeichnet. Du warst nicht eingeprägt. Oder, falls du das warst, du warst vom Glücklichsein eingeprägt. Das war das Siegel, das dir überreicht wurde. Freude war deine Bestimmung. Akzeptiere nichts Minderes. Hast du Leiden, so kannst du es in diesem Augenblick anhalten. Es mag sein, du hast es festgehalten, aber es lag dir nie an, es beizubehalten. Glück ist. Lass das Glück deine Wahl sein. Lass die Sorgen und alles, was sie begleitet, aus der Tür gehen. Stehe für Glück, nicht für Sorge. Halte deine Hände ausgestreckt in der Bereitschaft, die Herrlichkeiten in Empfang zu nehmen, die ich dir für diesen Tag vorbereitet habe.

