HEAVENLETTER # 5481 Ein verschwindend kleines Etwas
EIN VERSCHWINDEND KLEINES ETWAS
Gott redete …
Was möchtest du? Was willst du wirklich? Nach was auch immer du lechzt, selbst dessen Erfüllung ist für dich nicht so recht hinreichend. Es gibt ein verschwindend kleines Etwas, was dir in deinem Leben fehlt. Du weißt so genau nicht, was es ist. Du hast es noch nicht. Manchmal hast du das Gefühl, du werdest es niemals bei dir haben, jenes ausstehende Etwas.
Du hebst an, es dir so zusammenzureimen, dass all die Segnungen der Welt nicht hinreichend sind. Du weißt nicht genau zu beschreiben, was du entbehrst. Du weißt, dass das fehlende Etwas nicht von dieser Welt ist, wie freilich kannst du das, ohne das du - deiner Vorstellung nach - bist, abschildern? Wenn du etwas entbehrst, entbehrst du es. Sofern du nicht erkennen kannst, was es genau ist, was dir fehlt, spürst du gleichwohl einen Mangel. Du kennst nicht einmal seine Bezeichnung, den Namen dessen, was dir fehlt. So lange, bis du es hast, fehlt es dir. Es gibt in deinem Herzen ein Loch. Wie kannst du seinen Namen kennen, so du es nicht hast?
Du hebst an zu erkennen, dass das Fehlende etwas ist, was jenseits der Ebene dieser Welt liegt. Deiner Meinung nach würde Geld es bringen, Geld allerdings bringt es nicht. Du denkst, ein Status würde es bringen, der Status freilich bringt es nicht. Es ist seltsam, Knappheit an Geld und an Ansehen vermögen dich zu Unglücklichsein zu führen, nicht jedoch zu glücklichem Zufriedensein, hmm.
Ermangelung leitet dich nicht zu Glücklichsein. Und das Eintreffen dessen, was dir mangelt, oder was du dir bildlich ausmalst, du entbehrest es, lässt dir ebenfalls nicht ausreichend Glücklichsein, nach dem es dir so sehnlich ist, zukommen. Es scheint, in der Welt verläuft alles früher oder später im Sande. Nicht diese Bewandtnis ist es, weswegen ihr nicht Fülle verdient. Was fehlt, das fehlt. Es hat euch den Anschein, als sei Wahres, Lange-Währendes Glücklichsein auf diesem Erdenschiff nicht für längere Zeit euer, falls es denn überhaupt euer ist.
Was wäre, wenn ihr wie die Tiere wärt, die nicht so weit voraus denken? Ihr könntet alsdann mit der Erleuchtung, die euch jetzt im Augenblick zu Eigen ist, recht glücklich sein. Wie kann es sein, dass Tiere größere Zufriedenheit und größeres Glück innehaben als ihr? Unter Umständen wissen Tiere mehr als ihr. Sie scheinen mit Wenigem zufriedengestellt zu sein, und ihr nicht.
Die Katzen und Hunde, die ihr kennt, scheinen weitaus zufriedener zu sein als ihr. Sie bitten nicht um so viel, wie ihr es tut. Womöglich wart ihr der Auffassung, ihr wüsstet mehr als sie. Ja, es hat fürwahr den Anschein, dass sie mehr wissen als ihr. Sie haben mit Sicherheit weniger Unzufriedenheit an sich als ihr. Gleichwohl müht ihr euch weiterhin ab. Missbehagen ist für euch nicht genug, noch auch sollte es genug sein.
Es muss so sein, dass das unterliegende Missbehagen sich als die Vergegenwärtigung, dass vor euch Beträchtlicheres zu liegen kommt, ausweist. Es ist mehr an euch, als ihr wisst, und ihr habt herauszufinden, was dies ist. Demzufolge begebt ihr euch auf die Suche nach mehr von dieser unbekannten Beschaffenheit.
Während ihr auf Erden weilt, werdet ihr in der Tat nach mehr und mehr auf der Suche sein. Ihr überführt jenes Ausstehende an Mehr in Unzufriedenheit. Was wäre denn, wenn ihr Unzufriedenheit in schlichtes Mögen von Mehr umwandeln würdet, und nicht als Unzufriedenheit beibehieltet? Was wäre, wenn ihr euer Wollen als rechtens deutetet? Vielleicht könnte es euch alsdann ausgiebiger nach Mir verlangen und könntet ihr mit mehr von Mir zufrieden sein.
Bestreben bedeutet nicht ermangeln. Unter Umständen könnt ihr mit Trachten und Streben und mit Vorankommen Zufriedensein erlangen. Dies ist ein ungemeiner Fortschritt. Ist nicht Wollen eine gute Sache? Weswegen dann erachtet ihr Bestrebtsein als ein Erlangen größeren Unzufriedenseins?
Vielleicht gibt es, derzeit, ganz einfach kein dir Belieben. Es kann sein, du bist der Meinung, unzufrieden sein sei besser als zufrieden sein, und du bangst und verzehrst dich danach, Höchstwertiges zu sein. Es tritt so wie zufällig ein, dass ihr geradezu allerhöchsten Wertes seid. Dies - so kann es durchaus sein - ist noch nicht so recht in euch hinein gesunken. Das wird es, Geliebte. Das wird es.

