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HEAVENLETTER # 5474 Liebe ist Gerechtigkeit, Geliebte

LIEBE IST GERECHTIGKEIT, GELIEBTE

Gott redete …

Euer Glücklichsein ist eure eigene Großherzigkeit euch selber gegenüber. Euer Glücklichsein kommt von euch innen her. Das gleiche gilt fürs Unglücklichsein. Du bist dein eigener Träger von Glücklichsein, und mithin bist du dein eigener Träger von Unglücklichsein. Du bist der Held, und du bist der Täter. Habe an niemandem etwas auszusetzen, am allerwenigsten an dir selber. Hacke bitte nicht auf dich ein.

Wenn du vom Pferd herunterfällst, bist du der, der heruntergefallen ist. Nun bist du der, der sich wieder auf die Beine zu bringen hat. Es gibt nichts zum Bereuen. Es gibt kein Vorwürfe Anbringen. Selbst dann wenn ein Feuerwerkskörper losging und dies dein Pferd in Schrecken versetzte, ist niemand zum Verargen vorhanden. Beseitige das Wort Vorwürfe-Machen aus deinem Wortschatz, und wie rasch alsdann die Welt doch, so wie du sie siehst, dahinschwindet und sich zu einem weiter geöffneten Fenster auftut. Sei flott, die pingelige Welt zu umarmen.

Die Welt, einem bezichtigenden Lehrer gleich, sagt etwa: „WER HAT DAS GETAN?“ Und das kann dich zum Zurückschauern veranlassen.

Oh, die Welt kann anklagend sein, es kommt freilich keine Vergütung im Anklagen zu liegen.

Vielleicht habt ihr einen Augenblick lang weggeschaut. Das ist keine Tugendhaftigkeit, hinwiederum kein Verbrechen. Es wird an dir oder einem anderen kein Verbrechen ausgeübt. Alle sind unschuldig. Etwas kommt auf, sobald es aufkommt. Halte nicht Anschuldigungen an dir, schleudere sie genauso wenig auf einen Anderen zu.

Es ist dir nicht angelegen, Szenen aus der Vergangenheit erneut durchzuspielen. Rücke zur nächsten Szene vor. Tilge die Vergangenheit. Sie ist bereits vorübergegangen. Was bringt dich zum Denken an Fehlverhalten? Es ist zu niemandes Gunsten, Abrechnungen von Untaten zu verstreuen und eure Sicht schmächtig geraten zu lassen.

Stimmt dem zu, dass es an euch ist, wie ihr auf die Welt eingeht. Sofern es etwas gibt zum sich darum Kümmern, dann nimm dich der Sache an. Begib dich zur nächsten Seite vor. Sofern du Milch verschüttest, verschüttest du Milch. Wische sie jetzt auf. Kein Verbrechen ist begangen worden. Milch verschütten ist nicht mehr als ein Übersehen-Haben. Übersehen-Haben ist Übersehen-Haben. Niemand gehört für ein Versehen angegriffen. Du bist nunmehr weiser, als du dereinst warst. Ist dies dieser Tage nicht ein Grund zum Feiern?

Wer erfand gestrenge, zur Rede stellende Disziplin? Schärfe ist auf den Kopf gestellte Liebe, welche niemandem gegenüber praktiziert gehört. So lange wie ihr nicht perfekt seid, verlangt Anderen nicht Perfektion ab. Übt stattdessen Liebe aus. Liebe ist eine ungemein praktische Angelegenheit. Sobald ausreichend Liebe da ist, überkommt kein empfundener Bedarf an harscher Disziplin. Liebe ist besser und gehörig praktischer.

Verstehen kommt von Liebe. Liebe tut dich unversehens auf. Liebe ist Gerechtigkeit, Geliebte. Liebt einen anderen, und es wird zu keinem eingebildeten Bedarf an Gerechtigkeit kommen. Es existiert keine Notwendigkeit für Knauserigkeit des Herzens. Ja, es existiert eine Notwendigkeit für Freigiebigkeit des Herzens. Maßregelung ist nichts Wundervolles. Maßregelung kann ein Empfinden von Machtlosigkeit und Verbitterung überbringen. Bitterkeit verdient es nicht, vervielfältigt zu werden. Liebe trifft ins Schwarze. Liebe macht alles recht, so lange wie die Liebe real ist. Verbitterung gibt zurück, was du glaubst, bekommen zu haben.

Liebe ist nicht eine Art überzogener Sentimentalität. Es könnte sein, Liebe ist Im Voraus Geben. Ganz bestimmt steht Liebe für Zuwenden. Liebe hat ihre Position vor der Zeit, vor euren augenblicklichen Beanspruchungen und eurem prompten Angespanntsein.

Liebe führt nicht Buch. Liebe stellt nicht richtig. Liebe hat keine unterzeichnete Empfangsbestätigung nötig. Liebe möchte aus freien Stücken vor und zurück prellen. Liebe liebt es, zu lieben. Liebe ist Freude. Korrigierendes Richtigstellen ist nicht Freude. Sich als gut zeigen hat womöglich eher wenig Ähnlichkeit mit dem, was du deiner Meinung nach für recht befindest. Liebe steht unter keiner irgend gearteten Nötigung.

Liebe bietet sich aus einem freien Herzen heraus dar. Lasst Herzen frei sein. Liebe fragt nicht: „Was ist das denn bloß für ein toller Sudkessel voller Fisch?“

Liebe bittet: „Lasst mich Liebe sein. Möge ich nichts anderes als Liebe kennen. Lasse meine Liebe nah und fern anlangen. Lasse meine Liebe die Welt erheben. Lasse meine Liebe eine glänzende Sonne sein, damit alle sie bekommen, unbenommen dieser oder jener so und so gearteter Themenkataloge.“

Was sonst gibt es für euch sich sehnlich zu wünschen, ausgenommen das, was die Welt erbaut?