HEAVENLETTER # 5469 Wer ist zuständg für deine Reaktionen?
Wer ist zuständig für deine Reaktionen?
Gott redete …
Du kannst immer wissen, dass du nicht allein bist. Ob dir dein Herz schmerzt oder ob dein Herz mit Freude erfüllt ist – du bist nicht allein. Der Vers, der besagt, dass jeder mit dir lacht, doch dass du, wenn du weinst, alleine weinst, ist einfach nicht zutreffend. Es klingt vielleicht gut, gleichwohl lachen viele mit dir und ebenso viele weinen mit dir. So ist das Leben. Ganz gleich, auf welchem Gipfel du dich befindest oder auf welchem Tiefpunkt, was die Welt anbelangt, hast du viele Gesellschaft. Niemand war je ohne Schmerz und niemand war je ohne Freude.
Einerlei wie wunderschön, egal wie reich, gleich wie robust, einerlei wie unschön, egal wie arm, gleich wie krank - ein jeder auf Erden hat seine guten Zeiten und nennt sie Freude. Alles auf der Erde ist relativ. Es wurde gesagt: Wie groß auch immer dein Kummer sein mag, wenn du vor die Wahl gestellt bist, die Schwierigkeiten eines anderen aus einem Hut zu ziehen, würdest du dich dafür entscheiden, deine vorhandenen Leiden zu behalten. Und selbstverständlich hast du die Wahl getroffen, bei deinen Schwierigkeiten zu verbleiben, so als würdest du Leiden als eine Belohnung für Gutsein ansehen.
Du würdest zögern, deine Freuden gegen diejenigen eines anderen einzutauschen. Zu manchen Zeiten magst du glauben, dass du es tun würdest, freilich sind dir deine Freuden kostbar. Nicht um alles in der Welt würdest du eine Millisekunde von dem weggeben, was dir kostbar ist. Da hast du’s. Dein Leben ist deines. Es gehört dir. Dein Leben gehört niemand anderem, ebenso wenig gehört das Leben eines anderen dir.
Das bedeutet nicht, dass du später einmal nicht auch entsprechende und größere Freuden erleben kannst, so wie jeder andere auch. Du hast nur gerade jetzt nicht die entsprechenden Freuden. Oder vielleicht hast du sie – doch gleichzeitig hast du das Leiden gefördert, derweil du dich selbst von der Freude ferngehalten hast.
Niemand kann deine Freuden wegnehmen, niemand anderes vermag dir deine Freuden zu geben. Du kannst wohl von anderen Freuden empfangen, jedoch vermag niemand für dich deine Freuden auszuwählen. Freude und Kummer sind allesamt deine eigenen. Du bist auf dich gestellt, wenn es um deine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit im Leben geht.
Im Leben treibst du nicht in einem Meer dahin. Es gibt eine Fülle von Dingen, die du in den Wässern auflesen kannst. Es liegt an dir, wie glücklich oder unglücklich du bist. Dein emotionaler Zustand ist eine Schlussfolgerung, die du triffst. Du bist derjenige, der deine Gedanken denkt. Niemand bringt dich dazu. Soweit wie Ich es sagen kann, greifst du deine Gedanken auf und hältst sie für das Evangelium. Du ziehst deine eigenen Schlussfolgerungen und handelst danach.
Eine Person denkt, jemand oder etwas sei wunderschön, und jemand anderer rümpft seine Nase bei derselben Sache. Es gibt also Meinungsunterschiede und politische Parteien, und was dem einen Speise ist, ist dem andern Gift.
Strebe danach, was dir Freude bereitet. Wende dich ab von dem, was dir keine Freude bereitet.
Jemand fragte Mich heute, warum er in einem Moment glücklich sei und im nächsten Moment ganz am Boden liege. Das Warum ist eine endlose Frage. Ein Warum führt zum nächsten Warum. Trotzdem werde Ich euch die Antwort geben.
Die Antwort auf deine Frage, warum du dich in einem Moment prächtig und im nächsten niedergeschlagen fühlst, lautet: Weil du ein menschliches Wesen bist. Das ist das Entscheidende. Oder eher, dass du als Göttliches Wesen in einem menschlichen Körper zu oft unzufrieden bist. Bislang bist du noch mal hier mal da, mal oben mal unten, kreuz und quer. Trotzdem kannst du der Verzweiflung abschwören. Betrachte Verzweiflung als eine Stechmücke, die dich belästigt.
Lasse dir einen Sinn für Humor zur Hilfe kommen. Früher ist Verzweiflung gekommen und gegangen. Warum sollte man einen Sinn für Verzweiflung so ernst nehmen? Verwandle deine Verzweiflung in Humor. Mache Verzweiflung nicht zu deinem Gefährten. Nicke der Verzweiflung höflich zu und dann halte Ausschau nach Freude. Mische Verzweiflung nicht mit noch mehr Verzweiflung zusammen, einfach weil dich in der Vergangenheit noch mehr Verzweiflung aufgesucht hat. Warum sollte man es leichter zuwege bringen, Verzweiflung zu finden, als Freude? Sitze nicht herum und warte auf Freude, dass sie ihren Weg zu dir findet. Mache dich auf, sie zu finden.
Betrachte deine Situation mit weit geöffneten Augen. Vielleicht hast du dich selber genug bestraft, und jetzt ist es Zeit, damit aufzuhören ein Märtyrer zu sein, und zu blühenderen Landschaften voranzuschreiten. Blühendere Landschaften erwarten dich. Wiesenflächen können sich nicht zu dir herbewegen. Es liegt an dir, zu ihnen hinüberzugehen. Wie wäre es jetzt?
Übersetzung von Clemens Lerche

