Heavenletter # 2275 Der Film auf der Leinwand
Gott redete …
Du hast viele Fragen, und du bist dir gewiss darin, dass du auf alle Antworten haben musst. Fragen haben nicht fertige Antworten zu haben. Weswegen denkst du, du habest sie zu wissen?
Sofern du dich nach einer bestimmten Arbeitsstelle umsiehst, hast du dann im Voraus zu wissen, dass sie die deine ist? Oder dass sie für dich perfekt ist?
Sofern du eine bestimmte Person liebst, hast du dann im Voraus zu wissen, dass sie dich ebenfalls liebt? Oder dass sie dein Seelengefährte ist und was deine Zukunft alles enthält?
Wie steht es darum, dem Leben seinen Lauf zu lassen. Nicht mehr all die losen Enden vor der Zeit zusammenbinden. Sie werden sich bald genug zusammenbinden. Das Leben geht um lose Enden, Geliebte. Sofern im Leben alles genau voraus kartiert wäre, wäre es nicht Leben. Leben ist in Bewegung. Es bleibt nicht an der gleichen Stelle. Aber es hat auch nicht irgendwie zu einer Niederlassung gebracht zu werden. Fragen müssen nicht beantwortet werden. Vielleicht hast du sie zu stellen, stelle also deine Fragen, und dann schicke sie auf ihren Weg.
Im Leben, so wie es ist, weißt du nicht viel. Du magst meinen, dass all die Vergangenheit zu der Gegenwart hinführt, aber du kannst dich auf die Vergangenheit nicht verlassen, dass sie dich eine Sache lehrt. Sie sagt nicht notwendigerweise die Zukunft voraus. Sie ist wohl in einer gewissen Weise gewesen, dies aber bedeutet nicht, dass sie Weisheit für die Zukunft bereitstellt. Die Vergangenheit kann der Zukunft konträr sein.
Lasse die Vergangenheit los, und lasse die Zukunft los! Sie gehören von euch nicht festgehalten. Nichts ist für euch da, um es festzuhalten. Das Leben ist euer, um es euch für eine kurze Weile anzuschauen, während es vorne vor euch vorüberzieht. Das Leben ist ein Film, den ihr euch anschaut, gleichwohl ist es ein sich in Fortsetzung befindlicher Film. Er endet niemals. Du kannst das Theater für eine Weile verlassen, dann kommst du wieder herein. Der Film läuft die ganze Zeit weiter, und du siehst einem Teil von ihm zu. Jener Film geht weiter. Charaktere tauchen auf der Leinwand auf, und Charaktere gehen ab und kommen wieder. Es ist eine Menge Kommen und Gehen, und du liebst das alles.
Der Film hat Previews, Previews aber sind nicht der Film. Sie sind bloß daherkommende Attraktionen. Um die Story kennenzulernen, hast du dir den Film anzuschauen. Er ist voller Wenden und Kehren und entzückenden Überraschungen. Selbst wenn ein Segment vorüber ist, bist du dir des Sinnes nicht gewiss. Alles, was du wissen kannst, ist, dass es auf diese Weise sich abgespielt hat. Es könnte anders gewesen sein, aber es war nicht anders. Es war so, wie es war.
Tue zu der Mischung hinzu, dass jeder unter den Zuschauern bei dir den Film aus einem anderen Blickwinkel her sieht. Die Leinwand ist die gleiche. Was auf der Leinwand vor ihnen ist, ist das gleiche. Aber keine zwei Menschen sehen es identisch. Wessen Wahrnehmung ist richtig? Jedermanns ist richtig. Jeder sah, was er sah. Es ist alles für jemanden richtig.
Ist das Leben ein Rätsel, was ihr euch ausdenken könnt? Könnt ihr es vorhersagen. Könnt ihr es als gleiches aufbewahren? Könnt ihr in dem Film auf der Leinwand ein Phasenbild umändern, unterdessen es bereits gezeigt worden ist?
Ihr könnt darüber nachdenken. Ihr könnt ihn aber und abermals auf der Leinwand eures Geistes anschauen, oder ihr könnt den Film anschauen, welcher jetzt im Augenblick vorne vor euch ist. Worauf werdet ihr euer Auge festmachen? Womit möchtet ihr euch befassen?
Kommt, Geliebte, vorne vor Uns ist jetzt ein Ausblick. Lasst ihn Uns gemeinsam anschauen. Legt das Popcorn beiseite, und lasst Uns diesen Film genießen. Es ist Kunst. Es ist die Kunst des Lebens, und es ist Unser. Lasst Uns diesen einen Film genießen, der jetzt im Augenblick auf dem Leinwand läuft. Lasst Uns ihn lieben.

