Heavenletter # 2254 Die Strömung des Lebens
Gott redete …
Ihr lernt eine Menge im Leben, aber denkt nicht, dass Ich Lektionen aushändige. Ich verteile nicht Lektionen wie Karten. Bitte erfasst, dass ihr eure eigenen Unterrichtspläne schreibt. Das Curriculum, dem ihr folgt, ist euer eigener Entwurf. Lektionen werden euch nicht überstülpt, gleichwohl stoßt ihr von Zeit zu Zeit auf sie. Und öfters sind die Unterrichtseinheiten, die euch unterkommen, die, die ihr sehr ungern akzeptiert.
Nichtanhaftung ist eine davon für Meine Kinder. Ihr möchtet gerne eine freilaufende Person auf der Erde sein, zur selben Zeit, wie ihr eng festhalten möchtet. Dies ist euer Dilemma. Obschon das Leben in der relativen Welt aus Dualität gefertigt ist, funktioniert Dualität nicht gut. Festhalten klappt nicht gut. Loslassen funktioniert gut, aber ihr habt es zu tun, Geliebte. Ihr habt los zu lassen.
Die Realität ist die, dass es in der relativen Welt gar nichts gibt, was ihr festhalten könnt. Ihr könnt euch nicht an der Zeit festhalten, und nicht am Raum. Ihr könnt nicht Ideen festhalten, denn sie sind flüchtig wie alles sonstige. Ihr könnt lieben, so wie ihr liebt, und gleichwohl könnt ihr daran nicht festhalten. Obschon ihr durchaus gerne an der Liebe von Anderen festhalten möchtet, könnt ihr nicht dauernd eure eigene unterhalten.
Es gilt euch, zu lieben, aber nicht verzweifelt zu lieben.
Weil eure eigene wahre Liebe nicht wahr ist, bedeutet nicht, dass ihr zurückgewiesen seid. Es bedeutet, dass ein Anderer einen Traum hat, der sich von dem euren unterscheidet. Seid wie frei daher fließendes Wasser, Geliebte. Steht nicht an einer Stelle. Fließt. Fließt im Leben. Fließt in dem Strom des Lebens. Ihr seid nicht ein Baum am Ufer des Flusses. Ihr seid nicht einmal an dem Ufer. Ihr seid mitten im Strom, und die Strömung des Lebens greift euch auf. Ihr wisst um Besseres, als zu versuchen, in einem Fluss stromaufwärts zu schwimmen, in dem Fluss des Lebens allerdings, widersetzt ihr euch unentwegt, mit ihm zu strömen, und möchtet euch zu einer anderen Zeit, zu einer anderen Stelle wenden.
Seid nicht-widersetzlich. Ihr kämpft eine verlorene Schlacht. Kämpft überhaupt nicht. Begehrt nicht auf. Nehmt im Leben, was zu euch kommt. Segnet es, und geht weiter. Es gibt in der relativen Welt nichts, was gleich bleibt. Und doch fällt es euch ungemein schwer, damit umzugehen. Geht nunmehr im Voraus mit ihm um. Seid nicht jedes Mal überrascht, wenn das Leben wegschlüpft. Seid nicht überrascht, und seid nicht betrübt. Es ist nachgerade alles Fiktion.
Fiktion hat ihre Anspannung. Sie hat ihre Treffpunkte und ihre Verabschiedungen. Züge fahren nicht immer rechtzeitig. Ihr habt nicht immer auf den richtigen Zug zu kommen. Und manchmal sind du und deine Liebe Schiffe, die im Dunkeln vorüberfahren.
Manchmal ist deine Uhr nicht richtig gestellt, und du hast nicht die richtige Zeit. Was auch geschehen ist, ist geschehen, obschon es Fiktion ist. Was auf dem Papierblatt niedergeschrieben ist, kann nicht getilgt werden. Versuche es so viel du möchtest, du kannst nicht umändern, was geschrieben worden ist. Du kannst allerdings aufstehen und es so lassen wie es ist, und zur nächsten Seite gehen.
Weil das Leben sich wandelt bedeutet nicht, dass etwas fehlt. Etwas wird erlangt. Es kommt zu einer Rekonfiguration. Das Leben wandelt sich, aber nicht andauernd gemäß deinem Willen, noch auch gemäß Meinem.
Alles, was du tun kannst, ist dein Leben auswringen und es auf der Leine zum Trocknen belassen.
Du kannst nicht mit einer Peitsche über dem Leben stehen. Jeder würde das erkennen. Und doch, ist es nicht just das gewesen, was du oft getan hast? Hast du nicht mit dem Fuß aufgestampft, weil das Leben seinem eigenen Antrieb folgt, und nicht dem deinen?

