HEAVENLETTER # 1389 Die Weite
DIE WEITE
Gott redete ...
Zeit existiert nicht. Weil du meinst, sie existiere, strahlst du dein Leben rund um sie aus. Und mithin wirst du ungeduldig oder gelangweilt, all dies aufgrund deines Konzepts von Zeit. Zeit ist ein akzeptiertes Konzept, und daher nimmst du sie für wahr, und sie wird dir wahr und gültig. Unwiderlegbar wahr. Du lebst in einem Gefilde von Zeit, und dementsprechend glaubst du, es müsse so sein. Und du stellst die Uhren nach ihr. Du stellst sie gar vor oder hinter dich, je nach der Beschaffenheit deines Bescheids.
Nicht anders sammelst du Raum auf, und du verlässt dich auf ihn. Du stellst Karten von ihm her und bestimmst ihn überall nach Örtlichkeiten, just so, wie du überall jede Kerbe der Zeit anpeilst. Zeit und Raum treffen in deinem Geist aufeinander und werden in einem rechten Winkel zusammengeschweißt, die eine - in einem bündigen Tribut an die Phantasie, welches in deinem Geist als Realität angezeichnet ist - auf den anderen stoßend.
Und dennoch denkt ihr euch, auch so, Zeit und Raum als unermesslich weit. Ihr habt eine gewisse Ahnung von Weite. Ihr mögt sie. Weiter offener Raum und weite offene Zeit. Bei beiden kein Ende abzusehen. Die ganze Zeit auf der Welt, und unvermessener Raum, gleichwohl unentdeckt. Ihr erkundet den Raum, und nach wie vor ist es ein Konzept in eurem Sinn. Ihr habt Raum und Zeit ganz dicht aneinander gesäumt. Genau, genau. Ihr habt Markierungen auf Weite angebracht und hieltet sie hoch, damit sie die ganze Welt sehen möge.
Trotzdem macht euch der Gedanke an Weite glücklich. Spürt den Unterschied dabei, wie ihr euch fühlt, wenn ihr meint, ihr müsstet um 8 Uhr irgendwo sein, im Vergleich dazu, wenn euch die Zeit nicht herumkommandiert. Spürt den Unterschied dabei, wie ihr euch fühlt, wenn ihr euch den Raum weiter und größer denkt, als euer Auge zu sehen vermag, im Vergleich zu euren Eigentumsumgrenzungen. Der Amerikanische Westen von einst übt eine große Anziehung auf euch aus, so wie der Weltraum das tut. Ihr, Geliebte, mögt es nicht, in Zeit oder Raum eingegrenzt zu werden. Ihr mögt nicht beschränkt werden. Beschränkung ist euch nicht natürlich. Grenzen jeglicher Art sind euch nicht natürlich. Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit sind euch natürlich. Freiheit ist euch natürlich.
Springt mit Mir in grenzenlosen Raum und grenzenlose Zeit. Ohne Grenzen, wie existieren da Zeit und Raum? Grenzenlos, sind sie Weite selber. Eingegrenzt, sind sie Teilchen von Weite, welche angeblickt, bemessen und niedergehalten wird.
Sofern ihr nicht in dem Konzept von Zeit und Raum derart verschanzt wärt, was an Beschwernissen könnte da auf der Welt existieren? Worüber würden Kriege ausgefochten, sowie eine eingebildete Linie nicht existiert? Und was für eine Erfüllung eines Bestrebens eurerseits käme zu spät in Erfüllung, sowie Zeit nicht gekennzeichnet ist? Was geschähe, das würde geschehen, sobald es geschieht, und ein früher und ein später gäbe es nicht. Was wäre da das gegebene? Es gäbe Seien, so wie es jetzt gibt, aber Seien wäre rundum bekannt. Wäre wohlbekannt.
Ohne die Raumherausbildung von Körpern würdet ihr jeden um der Lindheit halber, die sie sind, kennen. Wo könnte Irrtum zu liegen kommen, sobald Seien die Hauptrolle im Universum spielt und Alle das Seien anerkennen? Misshelligkeiten würden sich in dem Einvernehmen der Seele auflösen. Für Missverhältnis gäbe es keinen Platz. Einssein würde zu der Realität, welche sie in Wirklichkeit ist, sowie sie nicht mehr hinter den Masken des Physischen verdüstert ist.
Das Physische kann nur eine Maske der Realität sein. Hinter der Maske liegen Ewigkeit und Endlosigkeit, und Ich trage euch jetzt an, menschen-gemachter Definition unbenommen - zwischen den zweien existiert kein Unterschied. Sowie Zeit und Raum nicht existieren, existiert zwischen Endlosigkeit und Ewigkeit ebenso kein Unterschied, denn Einssein ist, Einssein ist, Einssein ist.

