HEAVENLETTER # 1089 Lehren und lernen sind ebenbürtig
LEHREN UND LERNEN SIND EBENBÜRTIG
Gott redete …
Wenn du etwas zu unterweisen hast, lehre es ohne Überlegenheitsgefühl gegenüber denen, die weniger wissen als du. Es läge kein Sinn in deinem Lehrer-Sein, wenn es da nicht jene gäbe, die nicht wissen, was du weißt. Du weißt etwas mehr, bloß weil du es jetzt weißt. Früher einmal wusstest du es nicht.
Du befindest dich auf einer Leiter und hilfst jemandem eine Sprosse höher. Dies ist das meiste, was du tun kannst. Viele halfen dir ebenso. Wo du auf der Leiter stehst, das macht dich nicht zu einer größeren Person. Wo du auf der Leiter stehst, das ist einfach gerade mal so.
Die Welt ist ein Kindergarten, und du bist der Anleiter dabei. Falls du kein Lehrer bist, dann bist du ein Förderer. Es ist recht wahrscheinlich, du bist jemandem die Kindergärtnerin. Das Ganze gleicht sich aus.
Unterhalb von Kenntnis und Unwissen bist du Mein schlichtes simples Kind, und bist über alle Maßen geliebt, welche du dir ausmalen kannst. Und so ist es jedermann.
Als Unterweisungsperson in einem Kindergarten bist du nicht überrascht, wenn die Kinder nicht lesen können, oder nicht wissen, was zu denken ist und wie sich benehmen geht. Du bist da, um die Brücke zu bilden, auf der sie zu einem anderen Land gehen.
Wofür seid ihr auf der Erde, wenn nicht um eine Brücke zu sein?
Selbst jene Menschen, die sich auf einer Brücke befinden, scheinbar weit unterhalb von euch – sie sind oftmals eine Brücke für euch. Die Unterscheidung zwischen Lehrer und Lernendem ist abgeschattet. Alle sind Lehrer und alle sind Lernende. Sei ein großartiger Lehrer und ein großartiger Lernender.
Worum es beim Unterweisen in Wirklichkeit geht, ist Liebe herumtauschen. Es ist ein Tauschhandel-System. Wenn du Wissen darreichst, reichst du deine Liebe für Wissen dar. Wenn du Wissen entgegennimmst, akzeptierst du es mit Liebe. Ohne Liebe, überkommt ausschließlich Nachmachen. Das ist nicht Wissen. Es ist eine Lächerlichkeit.
Wahres Teilen von Wissen ist eine sehr innige Sache. Einerlei wie universal, es ist ungemein persönlich. Augen begegnen einander, und etwas wird herumgetauscht. Liebe zum Unterweisen und Liebe zum Lernen werden ausgetauscht. Geber und Empfänger sind verschmolzen.
Anlässlich dessen, dass jemand Liebe in Erfahrung bringt und bei ihr hinzulernt, erklingen Blätter auf Bäumen wie Glocken. Der Himmel führt einen Freudentanz auf. Wolken rollen sich ein und rollen sich auf. Bienen summen und Schmetterlinge schlagen mit ihren Flügeln. Blumen geben ihren Nektar ab. Vögel singen. Es liegt eine Elektrizität in der Luft.
Lasse dies zu einem alltäglichen Vorkommnis werden.
Lerne, lerne, lerne. Lehre, lehre, lehre. Empfangen und Geben. Welches ist mächtiger? Keines.
Es gibt heute für dich etwas zum Lernen, ebenso wie für dich etwas zum Unterweisen da ist. Du hast nicht einmal zu wissen, was es ist, was du lernst oder beibringst, ein Austausch freilich wird vonstatten gehen.
Jemandes Gedanken werden sich zu den deinigen erstrecken.
Es könnte ein Wort auf einer Buchseite sein, vor tausenden Jahren in einem weit entfernten Land hingeschrieben, und heute bekommst du die Kunde. Bescheid entgegengenommen und Bescheid bejaht. Und ein Gedanke deinerseits streunt auf der Welt umher und geht auf einem Herzen nieder, dessen du dich noch nicht so recht – erinnerst.
Du wirst überrascht sein, wer deine Lehrer sind. Du wirst überrascht sein, wer von dir hinzulernt. Und alldies ist ganz und gar ununterscheidbar, dieses Vermengen von Herzen. Herzen werden verschmolzen. Dies ist gut genug.
Sei wachsam gegenüber Hinzulernen, und lerne, als sei das die natürlichste Sache in der Welt. Es ist nicht vordergründig bestechend.
Was Lehren anbelangt, lasse es dir in nicht-festgestellter Weise entkommen. Es ist nicht ein spezieller Gefallen, den du erweist. Freue dich und sei dankbar für Jene, die soeben einmal durch dich etwas von Mir hinzulernen.

