Please read the Guidelines that have been chosen to keep this forum soaring high!

HEAVEN #906 Das Denkbild der Frustration

DAS DENKBILD DER FRUSTRATION

Was dich von Meinem Willen abhält, ist dein Wille. Aus deinem eigenen Willen heraus hältst du an Dingen fest, an denen du festhältst, weil du das Empfinden hast, dass du sie brauchst und dass sie geeignet sind.

Du spürst, dass dir Beschwernis, Verärgerung und Frustration irgendwie dienlich sind, dass du ohne sie geringer sein könntest. Du verbleust dich täglich mit Beschwerungen. Du möchtest diese Prügel nicht, dennoch hast du das Gefühl, du könntest ohne sie abdriften, sie, die dich in Beschlag nehmen. Du hast irgendwie das Gefühl, dass Beschwerung dich verköstigt, dass sie dir etwas gibt, um dich über es zu beklagen, etwas, worüber du dich genervt fühlen kannst, etwas, um dich von Dingen von größerer Tragweite abzuziehen.

Hast du nicht die Fliegen der Beschwernis so manche Tage ruinieren lassen?

Was, fürchtest du, würde passieren, wenn du nichts hättest, um darüber zu grollen?

Wärest du ohne eine Krise verschollen?

Musst du Feuer anmachen, damit du heldenhaft herumrennen kannst, um es aus zu machen?

Es ist nicht heroisch, ein Märtyrer für Ungereimtheiten um dich herum zu sein. Hast du so etwas gedacht? Wie kann 'dich in die Opferrolle verschaffen' dich zum Helden machen? Was immer rund um dich herum vorgeht, sobald es dich übermächtigt, hast du dich nicht sodann selbst in die Opferrolle begeben?

Um frustriert zu werden, hast du bestimmte Prämissen getätigt.

Eine Prämisse lautet, dass das Leben so sein soll, wie du es bestimmt hast, dass die Dinge so gehen sollen, wie du es möchtest, und dass sie so gehen müssen. Wenn sie das nicht tun, behauptest du, etwas sei verkehrt. Du nimmst wahr, dass etwas Unbestimmtes da draußen vonstatten geht, was dich bekommen wird, was dich umgarnt, was dich in die Falle laufen lässt, was dich aufhält, dich abhält, und, dagegen musst du kämpfen.

Allerdings, wenn du in einem Steinbruch spazieren gehst, denkst du nicht daran, dass Steine hierhin gelegt wurden, um dich zu blockieren. Du nimmst die Steine nicht persönlich. Du bist nicht überrascht, dass hier Felsen liegen, noch auch bist du durch sie überwältigt. Du gehst über sie hinweg oder um sie herum, oder du gehst zurück und nimmst einen anderen Weg. Ganz bestimmt lässt du sie nicht zu dem Meister von dir werden. Sie sind nicht die Stichwörter für Frustration.

Was wäre, wenn du akzeptieren könntest, dass Unannehmlichkeit und Stolpern Teil des Geländes des Lebens darstellen? Hast du nicht gedacht, sie sollten nicht da sein? Bist du nicht in deinem Leben über sie hergefallen und hast du sie nicht als Wunden hochgehalten? Was wäre, sofern Belästigungen dich nicht belästigen? Wer sagte, dass sie das müssen?

Ich denke, du hast das gesagt. Ganz bestimmt nicht Ich!

Und gibt es nicht zahlreiche Wendungen in deinem Leben, die schlicht so sind, wie du es möchtest? Gibt es nicht Tage, wo alles gemäß deiner Präferenz an Ort und Stelle fällt? Sodann, wieso nicht über die liebenswerten Begebenheiten einen Wirbel machen und eine Zu-Tun-Liste über sie aufstellen? Ist es nicht deine Rolle im Leben, das Licht der Sonne zu preisen, mehr, als über den Regen zu nörgeln?

Du sagst, du möchtest gerne einen Tag ohne Beschwerlichkeiten willkommen heißen. Du sagst, für einen solchen Tag würdest du alles geben. Dennoch, Mir scheint es, des Öfteren schenkst du der Möglichkeit eines solchen Tages keinen Glauben. Du denkst, es sei Dusel, wenn die Dinge nach deinen Prämissen verlaufen; wenn sie es nicht tun, denkst du allerdings, es handle sich um einen wissentlichen Verstoß. Du möchtest das Leben hakenlos, aber du meinst, hakenlos sei die Ausnahme, zumindest was dein Leben anbelangt. Ich sehe dich nicht oft nach der Schmiegsamkeit deiner Tage umsehen. Ich sehe, wie du dich öfters nach der nächsten Beule umsiehst.

Was wäre, wenn du dir selbst einen einzigen Tag ohne Beschwernisse stattgäbest?

Was würdest du an deren Stelle vorhalten? Womit würdest du es ersetzen?

Lasst Uns heute an diesem Tag dem Vaterunser hinzufügen: „Führe mich nicht in Frustration, sondern schaffe mich weit weg von ihr.“

Schaffe dich selbst somit heute von dem Denkbild der Frustration weg.