HEAVEN #778 Worauf du deinen Glauben setzt
WORAUF DU DEINEN GLAUBEN SETZT
Wie viele Male empfehle Ich euch, auf euer eigenes Herz zu hören? Was meint das eures Erachtens? Es meint, ihr führt euer eigenes Denken und Fühlen aus. Weder habt ihr das, was ein Anderer sagt, zu verwerfen, noch es zu befolgen. Ihr sollt nicht auf einen Anderen blicken. Ihr seid nicht dazu verpflichtet, den Glaubensüberzeugungen oder Haltungen Anderer zu folgen. Ihr seid nicht einmal verpflichtet, den Meinen zu folgen. Ihr habt im Leben Wahlmöglichkeiten, und ihr seid es, die sie wählen. Ich treffe sie nicht für euch. Ganz bestimmt steht es keinem Menschen an, darüber zu entscheiden, was euch ansteht zu tun.
Der freie Wille wurde euch nicht leichthin überreicht. Er ist nicht so eine Art Freizeitvergnügen oder Hobby, das ihr euch unter bestimmten Bedingungen, unter anderen nicht, zunutze macht. Das ist selbstverständlich, Ich gebe euch nicht zu verstehen, auf der falschen Straßenseite zu fahren oder eine Revolution anzufangen. Ich spreche nicht davon, dass das Leben euch immerzu dienlich sein, oder dass etwas, was ihr erstrebt, euch zu Befehl sein und so sein muss. Ich spreche davon, dass es im Leben Wahlmöglichkeiten gibt, und dass die Wahlen euch anstehen, sie zu treffen.
Ihr braucht für eure Wahlen weder eine Entschuldigung noch Ausflüchte noch eine Rechtfertigung. Ihr braucht euch selbst nicht mehr dafür zu verurteilen, dass ihr eurem Herzen folgt, als sonst jemand das Recht hierfür innehat. Das Leben ist zu kostbar, als dass ihr aus ihm austretet oder als dass ihr ein Herrschaftsgebiet von ihm einem Anderen übergebt.
Euer Leben ist keine Angelegenheit, über die abgestimmt wird. Selbst wenn du der einzige bist, der sieht und fühlt, wie du es tust, ist es deine Wahl. Niemand sonst hat das Sagen über dich. Wen gibt es, der sagt, deine Entscheidung sei nicht stichhaltig? Auf alle Fälle ist es dein Leben, das du ausführst. Niemand sonst ist für dein Leben und deine Entscheidungen verantwortlich. Du bist der einzige, der erntet, und der einzige, der zahlt. Du bist kein Bauer auf einem Schachbrett, den jemand anfasst und bewegt.
Es geziemt dir nicht mehr, Herrschaft über das Leben eines Anderen auszuüben. Befasse dich mit deinem eigenen.
Sobald du den Diktaten Anderer nachkommst, kommst du den Diktaten deiner eigenen Ängste nach. Seit wann musst du den Herrscher deines Lebens fürchten? Angst pfercht dich ein. Allerhand Ängste werden dein Leben einschränken, sobald du ihnen stattgibst. Wenn du deinen Ängsten stattgibst, sind sie dann nicht die Herrscher von dir?
Schau auf deine Ängste, so wie du auf Autos schaust, wenn du die Straße überquerst. Du kannst zwischen ihnen hindurch gehen. Weil Verkehr ist, bedeutet nicht, dass du nicht hinüber kommen kannst. Du musst nicht augenblicklich davon ausgehen, dass dir das misslingt und dass du es deswegen nicht darfst.
Ist dein Leben nicht wichtiger als das Überqueren einer Straße?
Und, sollte dir manchmal jemand helfen wollen, hinüber zu kommen, ist das schön, aber die Entscheidung, die Straße zu überqueren oder nicht, liegt auf deiner Seite. Und, falls du dich in der Straßenmitte entscheidest zurückzugehen, ist das auch deine Wahl. Wenn du weiter über die Straße gehst, werden du und der Andere, sobald ihr drüben seid, auseinander gehen. Jeder geht seinen Weg. Wer kann da sagen, dass ein anderer Weg ein besserer sei? Jemand wird dir helfen, jedoch nur so weit. Niemand kann dich den ganzen Weg, den du nimmst, mitnehmen. Nur du selbst.
Christus schränkte die Wahlen der Anderen nicht ein. Er weitete sie aus. Er half Anderen über den Strom. Er schaffte die Angst ab. Er gab sie nicht öffentlich bekannt. Er nahm kein Selbstvertrauen fort. Er gab Zutrauen. Er sagte jedem, wo das Königreich ist. Er sagte nicht, er sei der einzige, der Zugang zu ihm habe. Er sagte, du habest ihn genauso wie er. Er sagte, du könntest es besser als er. Ich sage, habe mehr Zutrauen in dich, und das ist das Gleiche wie Zutrauen zu Mir haben.

