HEAVEN #766 Unendliches Herz
UNENDLICHES HERZ
Wenn du festhältst, kontrahierst du. Wenn du los lässt, dehnst du dich aus. Wenn ihr das Geben eines Anderen bemesst, zieht ihr eure Herzen zusammen und infolgedessen deren Geben. Sobald ihr maßlos seid, dehnt ihr euch aus. Seit wann habt ihr gedacht, eure Rolle bestehe darin, den Input und den Output zu messen, so, als wäre das, was ihr seid und was ihr gebt, durch die Offenheit oder Geschlossenheit des Herzens eines Anderen begrenzt?
Wenn ihr messt, setzt ihr Grenzen.
Ihr, die er unbegrenzt seid, seid nicht dafür bestimmt, Grenzen zu setzen.
Ihr seid dafür bestimmt, euch auszudehnen.
Das Leben ist nicht Meterware, die ihr abmesst und abschneidet.
Wenn euer Herz gestrafft ist, hackt ihr genauso das Geben eines Anderen ab wie das eure.
Ihr seid hier auf der Erde, um eure Herzen zu öffnen, nicht um sie zu verschließen.
Ihr seid nicht hier, um zu nehmen. Ihr seid hier, um zu geben. Ihr seid nicht hier, um Input oder Output abzumessen, weder den euren noch denjenigen von Anderen.
Er sei nicht hier, um schmallippig zu sein.
Kleinheit misst. Größe gibt.
Austausche sind nicht dafür vorgesehen, abgehackt zu werden.
Anstatt einen Omer zu geben, gebt zwei. Besser noch, gebt ohne Maß. Euer Herz ist maßlos.
Seht auf eure eigenen Felder. Hütet eure eigene Herde.
Errichtet keine Wälle.
Lasst euer Herz ein Empfangsareal sein, kein Eisengitter oder Draht oder Glas. Falls allerdings euer Herz eine Tür sein muss, die sich öffnet und schließt, dann lasst es eine Drehtür sein, durch die alles herein und hinaus kommen kann.
Gleiches Maß ist nicht eure Domäne. Vollheit ist es.
„Beschränkung“ ist ein anderes Wort für „Kleinheit“. Kontraktion macht klein. Du, der du Meine Größe bist, kannst nur kleiner gemacht werden. Du kannst nicht größer gemacht werden, denn, sofern du dein Herz kontrahiert hast, dein Herz, was groß ist, dann hast du es nötig, es in seine rechtmäßige Größe und Gestalt, welches maßlos ist, zurückzuversetzen. Sobald du aufhörst, dein Herz einzugrenzen, wird es sich ausdehnen. Es ist die entschiedene Natur deines Herzens, sich auszudehnen.
Dein Herz ist kein zarter Setzling, der umgesetzt werden muss, damit er wachsen kann.
Dein Herz befindet sich bereits an einer Stelle, die groß genug ist, und du kannst es ihm stattgeben, genau dort zu wachsen, wo es ist. Es ist bloß dein Geist, der auf die Größe deines Herzens Einfluss nimmt. Dein Geist erzählt dir, ein Anderer solle mehr geben, und damit erlaubst du es einer Fraktion deines Herzens, sich selbst in den Blick zu nehmen. Dein Herz ist keine Zurückhaltemauer. Dein Herz ist nicht dafür vorgesehen, ein Hemmnis zu sein. Dein Herz ist nicht dafür vorgesehen, nur so und so weit zu gehen. Sobald ein Anderer sein Herz eindämmt, so öffne deines mehr, anstatt das gleiche zu tun und es zu verschließen. Was immer ein Anderer tut, enge dein Herz nicht ein. Das ist Armut.
Du bist der Eigentümer von großen Reichtümern. Du hast einen derart großen Reichtum des Herzens, dass du keinen Bedarf innehast, dir darüber Sorgen zu machen. Sei nicht geizig mit deinem Herzen, so, als gäbe es nur so viel und nicht mehr und als müssest du deswegen mit ihm sorgfältig umgehen. Oh, nein, dein schönes Herz ist da, um zu geben. Es ist da, um beim Geben überzufließen. Entlaste dein Herz.
Miss dein Herz nicht in Teelöffeln. Nicht einmal in Schöpfkellen. Hebe dein Herz empor und gieße seinen Inhalt in aller Freiheit aus. Lasse dein Herz seine Bestimmung erfüllen. Sofern du den Ertrag deines Herzens bemessen musst, dann bemesse ihn in Unendlichkeit. Bemesse ihn in Freigebigkeit. Gib mehr, weil das die Natur deines Herzens darstellt. Entbinde es. Nimm die Quetschungen der Straffheit ab.
Du bist nicht hier, um Anderen Lektionen zu erteilen.
Du bist nicht hier, um zu sehen, dass Andere genügend geben. Dein Herz, und somit dein Leben, ist nicht davon abhängig, was Andere geben. Dein Herz hängt von deinem Geben ab. Mache dein Herz auf. Lasse Meine Liebe durch.

