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HEAVEN #763 Wo du bist

WO DU BIST

Du bist in der Mitte des Lebens. Du wartest nicht auf die Mitte des Lebens. Dort befindest du dich jetzt so eben. Manchmal hattest du das Gefühl, dass du dich in den Außenbezirken des Lebens aufhältst, aber das ist nicht möglich. Wie auch immer dein Leben zurzeit erscheinen mag, du befindest dich in der Mitte von ihm. Und es gibt keinen anderen Platz, als in der Mitte zu sein. Beginnen, beenden, du bist in der Mitte. In der Mitte findest du dich selbst und beginnst du. Du könntest sagen, dein Leben hat in der Mitte begonnen.

Es gibt keine langsame Ouvertüre. Dir wird nicht in das Leben hinein nachgegeben. Es ist, als wärest du auf einen Schlag da, wie du in der Mitte des Flusses entlang paddelst. Es ist schwer zu bestimmen, wie du hierhergekommen bist und was du hier tust, aber du paddelst trotzdem.

Wie wenn du in der Mitte eines Liedes, was Ich summte oder du summtest, beginnst. Du gehst von dort aus, wo du dich selbst befindest. Ein Ton wird gesungen, und ein anderer geht ihm hinterher, und alldieweil paddelst du stromaufwärts, stromabwärts, du paddelst und paddelst.

Deine Ruder sind dein Herz. Dein Herz bewegt dich entlang. Dein Herz ist wie eine Flagge eines Wachpostens, die dir signalisiert: „Hier lang. Nach hierhin. Folgen Sie mir.“

Oder dein Herz ist der Leuchtturm, der dich zur Küste hin winkt.

Oder dein Herz ist das Wogen der Wellen, die dich tragen.

Du bist in der Mitte des Lebens. Und dennoch hast du irgendwie gewartet, dass es seinen Anfang nimmt. Im Leben gibt es kein Warten. Es mag sein, du siehst zu, wie es vorbeigeht, dennoch bist du mitten im Strom von ihm. Vielleicht siehst du dir selbst zu.

Zusehen ist in Ordnung. Warten nicht. Warten ist treiben lassen. Du bist nicht dafür bestimmt, dich dahintreiben zu lassen. Du befindest dich auf dem Boot. Du kannst ebenso gut durch das Leben waten, aber du könntest dich genauso gut auch selbst entlang paddeln.

Sofern das Leben ein Feld ist, bist du ein Pflüger.

Das Leben kommt selbstverständlich zur gleichen Zeit zu dir. Es eilt entlang. Allerdings stehst du nicht einfach bloß da. Du begegnest ihm. Du begrüßt es. Du lebst es.

Du kannst dich hinsetzen und eine Mahlzeit essen und ihr nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Unbesehen, du hattest eine Mahlzeit. Aber du kennst den Unterschied, wenn du dich hinsetzt und eine Mahlzeit genießt. Das gleiche Essen, so gegessen, ist eine Mahlzeit. Anders gegessen, ist es ein Fest. Selbstverständlich, man kann es auch so verschlingen, dass du nicht erlebst, was du gegessen hast. Du hast einfach gegessen.

Beim Leben, da kannst du nicht zu viel haben. Das Leben ist nicht mehr oder weniger. Es mag danach aussehen. Du denkst vielleicht, es verlaufe in den Zwischenzeiten seiner Momente. Doch alles Leben, was ist, hast du. Es ist dein. Es ist für dich, und dein Leben ist ebenso für Mich. Ich bin im Leben neben dir. Du denkst womöglich, Ich sei auf dem anderen Ufer, jedoch, nein, Ich stehe direkt neben dir. Ich bin bei dir den ganzen Strom rauf und runter. Ich bin nie irgendwo sonst. Ich bin nie irgendwo weg. Ich bin immer, wo du bist, Ich nehme auf, was du aufnimmst, Ich nehme dich auf, Mein entzückendes Kind.

Nimm in Betracht, du befindest dich in dem Bühnenstück in der Schule, und Ich bin dein Publikum. Ich applaudiere. Ich feuere an. Es hat nur den Anschein, dass Ich irgendwo anders bin, aber eigentlich bin Ich direkt vorne auf der Bühne bei dir.

Wenn das Leben eine Parade ist, befindest du dich in ihr. Aber bestimmt ist das Leben mehr als eine Parade. Es ist mehr wie ein Panorama. Für das Leben gibt es kein Ende. Und immer marschiere Ich bei dir. Ich setze den Schlag. Genauso gut könntest du im Gleichschritt mit Mir marschieren.