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HEAVEN #741 Harmonie

HARMONIE

Harmonie meint nicht verhehlen. Harmonie ist nicht nachgeben. Harmonie ist kein Verliebtsein-in. Sie ist nicht Einvernehmen über alles oder über das Meiste, aber sie ist Einvernehmen, dass es Raum gibt für Alle und für deren Herzen und Gemüter. Die Wege der Anderen haben mit den deinen nicht zusammenzulaufen. Harmonie ist freisinnige Offenheit.

So wie alle ihre eigenen Pfade haben, so haben alle ihre Gedanken, Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche, und für alldas ist im Universum und in deinem Leben Platz. Du bist kein Pflücker und Auswähler der Ansichten eines Anderen.

Sobald du Andere freisetzt dazu, wo sie sind, weist sich Harmonie aus. Sobald sie nicht mit dir übereinzustimmen haben, erscheint Harmonie. Wenn du stattgibst, dann allein kann Harmonie eintreten.

Stillhalten erschafft keine Harmonie.

Jedem sein Recht, zu sein, stattgeben bringt Harmonie.

Harmonie ist das Gefühl, dem Universum gegenüber freundlich zu sein.

Harmonie kann eingeladen werden, aber sie kann nicht gezwungen werden. Es ist nicht so, dass du Harmonie um jeden Preis haben mögest. Es ist so, dass Harmonie nichts kostet. Ebendas ist der Punkt.

Sieh dir Harmonie als eine bequeme Couch, in die du hinein sinkst.

Sieh Harmonie als das gleiche wie Ehrlichkeit. Sie sind verwandt.

Harmonie unter Vortäuschung ist keine Harmonie. Harmonie unter Zurückhaltung ist keine Harmonie. Offene Ehrlichkeit ist Harmonie. Karten auf den Tisch ist Harmonie.

Jeder möchte Harmonie, so sagen die Menschen, aber sie denken, das habe einen Preis. Dieser Irrtum des Denkens hält die Harmonie fern.

Es gibt keine Investition in Harmonie. Genau das ist der Punkt. Lasse die Investition los, und du hast Harmonie.

Illusion von Harmonie ist nicht Harmonie.

Es existieren zahlreiche irrtümliche Vorstellungen über Harmonie. Deswegen gibt es nicht mehr von ihr.

Du denkst vielleicht, Harmonie ist überspannt. Aber deswegen meinst du, sie ist nicht real. Du denkst, es kann nur eine Schau der Harmonie geben, während harte Empfindungen, weggepackt solange man es vermag, darunter gären. Das mag deine Erfahrung sein. Und später am Tag bricht die in Flaschen abgefüllte Disharmonie heraus. Dann kann sie sich auflösen. Heraus in das Freie, so kann sie sich lösen. Unterdrückte Disharmonie ist nicht Harmonie.

Was ist so schwer an einer ehrlich vorgebrachten Meinungsverschiedenheit?

Was ist so gut an einem unehrlichen Einvernehmen?

Sei vorsichtig, was du häutest. Es kann dich später beißen.

Du hast eine Verantwortung, ehrlich zu sein. Es liegt kein Vorteil darin, es nicht zu sein.

Ehrlichkeit meint nicht auf Schwächen hinweisen. Ehrlichkeit meint nicht wählerisch sein. Es meint, du weißt darum, du hast das Recht, das Privileg und die Verantwortung, in deiner Wahrheit zu sein. Das meint nicht gleicher Meinung sein. Das meint nicht debattieren. Es meint, dort sein, wo du bist. Es meint offen sein gegenüber der Menschlichkeit und der Seele eines jeden Seinswesens, die deinige miteingeschlossen.

Harmonie, nicht anders als Ehrlichkeit, ist eine Herangehensweise an das Leben.

Es ist wie beim Einkaufen. Beim Einkaufen kaufst du nicht alles. Und du stößt nicht alles weg. Du wirfst einen Blick auf die Orangen. Vielleicht fasst du sie an. Etliche kaufst du, und etliche nicht. Du hast nicht das Gefühl, mit den Orangen, die du deiner Wahl nach nicht kaufst, in einem Widerstreit zu stehen.

In einer Bibliothek ziehst du die Bücher heraus, die du möchtest. Die anderen beschimpfst du nicht. Und du musst nicht alle die Bücher lesen, die du herausgenommen hast. Zu einem bestimmten Zeitpunkt stellst du sie an ihren Platz auf dem Regal zurück. Bibliotheksbücher gehen hinein und heraus.

Und Leute und Ideen gehen in deinem Leben hinein und heraus. Sie kommen herein und sie gehen hinaus. Einige behältst du, und einige nicht. Nichts wird bewerkstelligt, dass sie kommen, und nichts wird erzwungen, dass sie gehen. Das ist ein natürliches Strömen. Das ist Harmonie, dem Leben stattgeben, dem hinein und heraus Weben, sich selbst zu weben.

Du gibst statt, aber das ist nicht das gleiche wie genehmigen. Stattgeben meint, du weißt, eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Weder dir, noch von dir. Gib statt.