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HEAVEN #665 Ein anonymer Geber

EIN ANONYMER GEBER

Sofern ihr nicht von der Liebe her kommt, kommt ihr, ihr Meine Kinder, vom Ego her.

Klarer kann Ich das nicht sagen.

Nun weißt du, wie viel Ego es in der Welt gibt und wie viel davon du noch hast.

Hier geht es nicht darum, dir Haare herauszuziehen. Verzweifle nicht. Keinesfalls ist alles verloren. Es mag sein, du hast das Ego zur Kenntnis zu nehmen, bevor du seine langen gierigen Finger von dir abzulösen vermagst.

Was für eine Einbuße für dein Ego ist es doch, zu hören, dass du nicht einmal nahe dran bist, dich von deinem persönlichen Ego abzulösen! Du warst stolz auf die Tatsache, dass du recht weit vorangekommen warst, unterdessen, das ist Fakt, gibt es eine lange Spur des Ego, die hinter dir aufzufinden ist. Und nun erfährst du, dass es sich noch um viel mehr handelt! Oh, nein! Du hast gedacht, du seist fast durch, und jetzt wirst du dem Gedanken gegenübergestellt, dass du soeben damit begonnen habest.

Eben jetzt in diesem Gewahrsein fallen Rollen des Ego von dir ab. Es kann nicht bleiben, wo es nicht willkommen ist. Dies gewähre Ich dem Ego. Es hat das Empfinden inne, abzugehen.

Vieles dessen, was du sagst und was du denkst und was du tust, ist gegenwärtig damit befasst, dein Ego fortzusetzen. Du wirst zugestehen, dass Viel von deinem Lebens darum handelt, dich selbst ein wenig besser zu fühlen, was dich selbst und deinen Ort in der Welt anbelangt. Du möchtest natürlich, dass sich die Welt ein wenig bewegt, und dass sie Platz für dich macht. Du möchtest gerne geehrt werden und dich dort behaglich fühlen.

Wenn du allerdings hier auf der Erde bist, um eine Mission für Mich zu erfüllen, bist du nicht zu sehr abhängig von Ehrung und Behagen. Sie sind für deine Freude am Leben nicht lebensentscheidend.

Lasse deine Wange aus Freude für dasjenige, was du für Mich tust, rot werden, und nicht für den Beifall oder für das gute Benehmen der Welt.

Lasst uns dem ins Auge sehen. Das Ego verschafft sich Befriedigung.

Wenn du etwas sagst, auf welche Entgegnung bist du aus? Wenn du etwas tust, was möchtest du dabei am Ende haben?

Wenn du auf Billigung, Einvernehmen, Beifall, Dank oder Anerkennung oder auf die Millionen anderer Dinge aus bist, wird deine Aufmerksamkeit in einen schlechten Ruf gebracht. Du bist wie der Kellner, der ein schweres Tablett trägt und dabei an sein Trinkgeld denkt, wobei es ihm besser ansteht, auf das Gleichgewicht des Tabletts zu achten und einen guten Service zu bieten.

Sobald sich deine Gedanken auf Gewinnen oder auf Triumph beziehen, ist das Ego bei Fuß.

Ich spreche nicht davon, du solltest nicht gewinnen mögen. Du gehst zu einem Rennen, um es zu gewinnen. Aber da ist ein Rennen, und da ist ein Gewinnen, und da ist eine Wertigkeit, die nicht herumgefedert wird, weder durch das Gewinnen noch durch das Verlieren. Sofern dein Hauptzweck darin besteht, gegenüber der Welt deinen Wert zu beweisen, gewinnt das Ego des Rennen.

Lasse deinen Wert die Plattform sein, von der du her kommst. Lasse deinen Wert vorgegeben sein. Er ist etwas Vorgegebenes, aber du weißt das nicht immer. Du weißt das nicht oft. Wenn du nicht zu gewinnen hast, um etwas zu beweisen, wie würde sich dann dein Umherschweifen im Leben ändern? Du könntest das gleiche Rennen laufen, was für ein anderes Rennen allerdings wäre das doch. Du könntest es gewinnen, aber was für ein anderes Gewinnen wäre das.

Was wäre, wenn nichts auf dem Spiel stünde? Was wäre, wenn alles, was du heute tust, auf sich keinen Preis trüge? Was wäre, wenn du das, was du tust, aus Freude am Tun oder aus Freude am Geben tust, und nicht für etwas, was am Ende von alledem zu stehen kommt?

An der Stelle kommt das Anonyme herein. Du bist der Welt ein anonymer Geber. Du gibst in Meinem Namen, und das ist alles, was da dran ist. Du bist ein schöner anonymer Geber Meiner Güter.