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HEAVEN #575 Ein Empfinden des Abenteuers

EIN EMPFINDEN DES ABENTEUERS

Das Leben ist wie deine Gedanken. Du weißt nicht, was als nächstes kommt. Aber du meinst, du hättest es zu wissen. Du bestehst darauf oder denkst, du müssest dich verstreben. Die Vorherrschaft deines Lebens ist keine Tragödie, obschon Vieles deines Denkens darauf zuläuft, es zu verhindern.

Tausend liebenswürdige Dinge widerfahren dir. Tragödien sind wenige darunter. Wieso solltest du die Tragödie dein Leben aufbrauchen lassen? Das ist klar, „Tragödie“ ist öfters dein Wort für natürliche Vorkommnisse des Lebens.

Das Leben verwandelt sich.

Nichts kann es anhalten.

Gehe aus dem Weg.

Du warst nicht dafür bestimmt, ein Blockierer des Lebens zu sein. Es ist nicht an dir, es aufzudämmen. Es ist an dir, es fließen zu lassen. Es besteht kein Bedarf, es anders zu machen. Jedenfalls kannst du im Eindämmen des Lebens keinen Erfolg haben.

Anhaftung, Angst, Missfallen und so weiter kommen von einer vorgefassten Nachfrage, das Leben gleich zu halten und/oder es gemäß deinen Vorlieben zu verändern, d.i. es unter deine Kontrolle zu bringen.

Nimm gegenüber dem Leben weder die Defensive noch die Offensive ein. Setze es frei. Sieh es dir an. Aber befehlige es nicht. Füttere dein Leben nicht unter Zwang.

Deine Bestreben und Intentionen werden dein Leben führen. Dein Erzwingen wird es nicht tun. Sei zu deinem Leben freundlich. Kommandiere es nicht herum. Lade es dazu ein, so zu verlaufen, wie du es gerne möchtest. Ermutige es. Vereitle es nicht. Peitsche es nicht. Vielleicht macht es seine Sache gut, dem was du befürchtest zum Trotz.

Dein Leben ist eine Geschichte, und Geschichten entfalten sich. Du bist der Leser deiner Geschichte, der darauf wartet, zu sehen, was als nächstes passiert. Gleichzeitig bist du der Autor, und wie du dich über deiner Geschichte empfindest, beeinflusst, was als Nächstes passiert.

Vielleicht wolltest du eine Liebesgeschichte lesen, aber du befindest dich dabei, ein Abenteuer zu lesen. Freilich gibt es immer ein weiteres Kapitel und ein weiteres Buch. Genieße es, in welchem Kapitel du dich auch soeben befindest.

Akzeptiere den Fakt, dass in deinem Leben ein Sinn herrscht. Du stehst für einen Zweck, der über jeden Zweck hinausgeht, den die Welt auszeichnet. Vielleicht ist dein Leben eine Jagd nach deinem Zweck. Eine Jagd führt dich vorwärts. Ja, in deinem Leben bist du ein Entdecker. Du findest entlang des Weges Hinweise, und du steckst sie in deine Tasche, oder du stößt sie weg. Es reicht aus, dass du sie gefunden hast, und jetzt gehst du zum nächsten weiter.

Wenn du deine Erzählung liest, verbringst du nicht die ganze Zeit mit dem Nochmals-Lesen, was zuvor geschehen ist. Du musst nicht jedes Kapitel oder jeden Absatz erinnern und dich dort belassen. Du musst nicht die Ecke einer jeden Seite umknicken. Blättere einfach die Seiten um. Genauso wenig musst du ein Kapitel überschlagen.

Wenn du möchtest, kannst du bei den Kapiteln an Titel denken. Du kannst ihnen im Voraus einen Namen geben. Du kannst sie benennen, wie du möchtest. Du betitelst dein Leben. Deine Überschriften über den Kapiteln haben vielleicht einen starken Einfluss, aber deine Erzählung ist nicht an den Titel gebunden, den du wählst. Genauso gut, was immer das Leben anstellt, du kannst dem Titel, den du wählst, nachkommen.

Wenn du dein Leben befreist, voranzukommen, dann befreist du dich selbst. Du bist nicht an dein Leben gefesselt. Dein Leben, so wie es in der Welt erscheint, ist nicht deine ganze Geschichte. Zwischen den Zeilen und den Kapiteln ist weitaus mehr geschrieben, und vor dir sind ganze Bücher zu liegen gekommen, die auf dich warten, dass du dich in sie begibst.

Halte es nicht so straff. Und schiebe es nicht fort. Du kannst nicht wissen, was du dir selbst versagst.

Ich möchte dir ein Geheimnis erzählen. Was auch das Genre deines Buches ist, sei es eine Liebesgeschichte oder Science Fiction oder Technisches oder Spirituelles … es ist eine Abenteuergeschichte. Das einzige Genre ist Abenteuer. Betrete also deine Geschichte mit einem Sinn für Abenteuer. So wie in den Büchern mit Erzählungen – du machst dich auf den Weg, und du suchst dein Glück.