HEAVEN #565 Der herrliche Moment des Wünschens
DER HERRLICHE MOMENT DES WÜNSCHENS
Lasse dein Herz voll und nicht so sehr auf etwas erpicht sein. Öfters ist es so, dass du, wenn dein Herz spürt, es sei auf etwas erpicht, darauf erpicht bist, deinen eigenen Weg zu nehmen. Manchmal hast du es zufriedenstellend sein zu lassen, dass es da etwas gab, was du gewollt hast. Du musst es nicht haben. Dein Leben hängt nicht von ihm ab. Dein Wohlbefinden hängt nicht von ihm ab. Freue dich daran, dass du es gewollt hast, worum es gegangen war. Dir war das Bestreben zueigen. Du hast das Produkt nicht zueigen zu haben.
Es existiert ein Unterschied zwischen inständig erflehen und bestreben. Lechzen ist öfters, dass du etwas willst, weil du es willst. Das Ding selbst bedeutet dir gar nicht so viel, wie es das Gewähren deines Wunsches tut. Du möchtest ein begünstigtes Wesen auf der Erde sein. Du möchtest, dass dir alles, was du willst, gewährt wird. Du möchtest nicht, dass dir etwas versagt wird, da etwas versagt werden bedeutet, dir bedeutet, dass du nicht derart bevorzugt bist, wie du es deinem Empfinden nach sein müsstest.
Du sehnst dich mehr nach diesem Empfinden des Vorgezogenseins als nach der Sache oder dem Vorkommnis. Du möchtest, dass dein Wille geschehe.
Vergiss die gesamte Bewandtnis, dass dir etwas versagt wird. Du bist immerzu favorisiert. Aber das ist nicht das gleiche, wie deinen Willen bekommen. Wenn du stets deinen Willen bekämest, wie sähest du dann aus? Sehr kommandierend, da bin Ich mir sicher. Würdest du 'deinen Willen bekommen' als das dir Gebührende ansehen? Hast du das nicht getan? So oder so, dein Ego gerät an der Stelle hinein. Ebendas hat es bereits getan.
Dann und wann ist es in Ordnung, ein Bestreben los zu lassen. Vielleicht strebst du einen Job an, und du erstrebst eine bestimmte Arbeitsstelle, und du bekommst sie nicht. Ein anderer bekommt sie. Du hast sie los zu lassen. Es war nicht die deine. Das ist in Ordnung. Du bist mit oder ohne den Job mehr. Du weißt schlicht nicht, was vor dir liegt. Vielleicht befindest du dich in deinem Leben an einer Wende, an einer, an die du die nicht gedacht hast.
Du kannst schlicht nicht wissen, was dir ein Gefallen ist. Ebenso weißt du nicht, was dir kein Gefallen ist. Du kennst den Unterschied nicht. Sei demnach froh, wann etwas zu dir kommt, und sei gleichfalls froh, wenn es das nicht tut. Oder, sei zum wenigsten nicht bestürzt.
Es mag sein, in deinem Leben befindet sich kein Raum für alldas, was du dir wünschst. Nicht in deinem Haus. Es gibt nur ein einziges Ding, was du haben musst, und das hast du bereits. Du hast Mich in deiner Ecke zu haben. Du hast Mich an deiner Seite. Du hast Mich, der dich antreibt, und der dich gelegentlich antreibt, eine Weile einzuhalten. Du kennst die Arithmetik nicht, um deine Segnungen zu zählen. Du kannst so weit einfach nicht zählen. Und du weißt nicht, wann es für eine weitere Segnung passend ist, ihren rechtmäßigen Platz als gegeben anzunehmen.
Fühle dich im Leben nicht so, dass du dich für etwas zurechtzumachen hast, auch dann nicht, wenn dir das in der Vergangenheit versagt worden ist. Weil du als Kind kein Fahrrad hattest, bedeutet nicht, dass du jetzt zwei haben musst.
Ich schlage vor, du machst aus allem, was zu dir kommt oder nicht kommt, einen Segen. Es ist alles das gleiche. Du bist ein gesegnetes Seinswesen auf Erden. Erzwinge die Tide nicht, noch auch dämme sie ein. Gehe weiterhin voran und halte dich an nichts fest. Lasse alles los, und auf diese Weise wird alles vor dir liegen.

