HEAVEN #533 Eine Gepflogenheit der Angst
EINE GEPFLOGENHEIT DER ANGST
Wenn du einen Schubs Angst verspürst, spürst du Grauen. Du spürst die Furcht selbst, und sodann ist da ein Extra-Ruck an Bestätigung, dass Angst wiederum herangekommen ist, demnach hast du jetzt Angst und hast du Grauen. Dir graut es, da du die Nochmalige Gelegenheit der Angst als einen Signalgeber der Wahrheit interpretierst. Manchmal, öfters, ist Angst deine eigene Angst vor dem Wandel. Du bist wie ein Pawlow'scher Hund geworden. Du gehst auf das Bellen der Angst ein, indem du dich nach hinten zurückziehst. Du ziehst dich von der Angst rückwärts gehend zurück, nicht auf etwas zu.
Die Angst, die du spürst, ist eine Gewohnheit. Sie ist ein konditionierter Reflex. Du hast Angst nicht zu erleben. Hattest du nicht ausreichend von ihr? Wann ist es genug?
Interpretiere Angst anders. Mache sie nicht zu deinem Meister.
Intuition ist nicht Angst. Das ist deine Fehlinterpretation. Du denkst dir oft Angst als Intuition, die dir ansagt, etwas nicht zu tun. Du hast nicht alles zu tun, woran du denkst, doch ist Angst kein guter Ratgeber. Sie ist ein guter Entzieher. Übersetze Intuition zu einem Tuens-Ansager. Lasse die Intuition dich zu etwas hinführen. Lasse sie ein Licht vor dir her sein, kein summendes Insekt, das dich stoppt.
Allein, du hörst deine Intuition nicht immer, und du lauschst nicht, wenn du sie hörst.
Sofern du nicht immer an die Vergangenheit denken würdest, wäre deine Intuition klarer. Du würdest den Unterschied zwischen Impuls und Intuition kennen. Du würdest den Unterschied kennen zwischen deinem Herzen folgen und auf deine Angst hören.
Schau, habe nicht einmal Angst vor der Angst, fürchte nicht einmal, dass du angstlos zu sein hast. Du hast nicht unerschrocken zu sein. Indes auch nicht entmutigt.
Du hast dich weder von jeglicher Angst abzukehren, noch hast du sie zu meistern. Gib ihr einfach nicht so viel Macht, wie du das tust. Du brauchst nicht vor lauter Angst in deinen Stiefeln zu schlottern. Angst ist weder Freund noch Feind. Angst ist eine Folgerung des Denkens.
Wie oft hast du in der einen oder anderen Form die Vergangenheit wieder zu leben? Was wäre, wenn du auf einer Welt zur Welt gekommen wärest, wo Angst nicht existiert? Angst hat keine eigene Existenz. Sie ist etwas, was in dem Gemütern der Menschen vergrößert wird. Angst ist etwas, was ihr beimesst.
Ich sage: „Fürchtet euch nicht. Ich bin bei euch.“ Dennoch blickt ihr auf ein spezifisches Ereignis, und fragt euch, wo Ich bin.
Ihr meint, Ich rate euch, Angst zu verleugnen, so, als hättet ihr keine. Ich rate euch, aufzuhören, sie zu umschwärmen. Habt ihr der Angst nicht mehr geglaubt als Mir? Habt ihr nicht mehr auf die Angst gehört als auf Mich? Habt ihr euch nicht mehr nach Angst umgeschaut als nach Mir?
Ehrt keine anderen Götter über Mir. Ganz bestimmt nicht die Angst. Geheiligt sei Mein Name. Er ist geheiligt, weil Ich die Ganzheit der Wahrheit bin. Angst hat nur einen Namen. Sie hat keine Identität. Angst ist der Schwarze Mann, und er hat seinen Weg mit euch gehabt.
Rennt nicht von der Angst weg. Kommt ihr ebenfalls nicht nach. Seht die Angst wie Spam-Post, die euch erreichte. Lest sie oder nicht. Behaltet sie oder nicht. Werft sie fort oder nicht. Angst ist ein gelegentlicher Besucher. Sie ist nicht der mächtige Rhythmus von euch. Ihr braucht sie weder zu beweisen noch sie zu missbilligen.
Seht Angst wie einen Passanten. Seht sie wie Fußspuren, die euch zu folgen scheinen. Aber ihr braucht die Fußspuren nicht zu fürchten.
Ja, wahrlich, ihr habt aus der Angst einen Gott gemacht. Das ist das gleiche, wie aus der Sicherheit einen Gott machen. Die Welt macht aus euren Ängsten Geld.
Ihr habt die Angst nicht zu nähren. Angst hat sich nicht von euch abzusondern. Sie ist nicht euer Kidnapper. Reduziert die Angst auf ihre Größe.

