HEAVEN #517 Eine Handvoll Wahlmöglichkeiten
EINE HANDVOLL WAHLMÖGLICHKEITEN
Sobald du erkennst, dass alles, was sich dir präsentiert, eine Gelegenheit zur Liebe darstellt, wandelt sich deine gesamte Ansicht des Lebens. Mit deinem neuen Blick ändert sich das Leben, denn das Leben folgt deiner Sicht.
Sofern du das Leben als Drama siehst, wirst du Drama haben.
Sofern du dich hilflos siehst, wirst du hilflos sein.
Sofern du dich selbst als aufgestellt siehst, wirst du aufgestellt werden, denn das Leben wird Anstalten machen, deinem Bild von ihm nachzukommen.
Nun meint das nicht, dass du eine Rolle einnimmst. Hier ist keine Show zu Gange, die du aufstellst. Da ist nichts, zu dem du dich überredest. Hier geht es nicht ums Anlegen von Scheuklappen. Hier ist nicht die Rede davon, das Leben sei eine ungeheure Übung, sobald du dich nicht danach fühlst. Es geht nicht ums Zähne-Zusammen-Beißen und nicht darum, die Aussage zu treffen, du seist eine großartige und liebevolle Person.
Es geht um das Hinein-Lehnen in die Richtung, die du möchtest. Es geht darum, aufzugeben zu verkünden, das Leben sei Mühe und Arbeit. Um welches Weh es sich auch handelt, das du spürst und an das du glaubst, du kannst aufhören, es zu wiederholen.
Die Chance für die Liebe meint nicht passiv sein. Sie meint nicht genehm sein. Sie meint nicht schöntuend sein. Sie meint nicht Kotau machen. Sie meint nicht jedem Anderen seinen Weg über dem deinigen einräumen. Sie bedeutet nicht ihre Zeit und die deinige verschwenden. Sie bedeutet nicht unweise. Sie bedeutet wahrheitsgetreu.
Sie bedeutet jede Situation mit weiterem Blick erfassen. Sie bedeutet durch die Fallen hindurchsehen.
Sie ist anerkennen, dass du nicht rechtzuhaben hast. Sie bedeutet anerkennen, dass es keine Frage des Rechtes ist. Es ist eine Frage des 'Was nun?' Es ist das Jetzt sehen, so, als sei es nie zuvor gewesen. Das steht im Kontrast zu der Sicht, dass es immer so gewesen sei und dass es sich nie ändern werde.
Wenn du mit neuen Augen siehst, wandelt dies die gesamte Anlage.
Die Auffassung in deinem Sinn, dass du Güte zu dir her ziehest, macht es für die Güte einfacher, herzukommen. Sodann, es liegt dir an, bei allem was dich erreicht, die Güte aufzufinden. Sofern das, was heute herankommt, nicht das darstellt, was du möchtest, dann wisse, es stellt einen Aussteigeort für das dar, was du willst. Und dann steige aus.
Du kannst all deine eingepackten Gedanken, wie das Leben sein sollte, los lassen. Das Leben ist das, was jetzt ist, und, was du mit ihm tust. Nicht so sehr, was du mit ihm anfängst wie etwa beim Lösungen Finden, sondern vielmehr – was tust du mit dir in ihm? Wie kannst du neu sein? Wie kannst du dich über die laufende Situation erheben? Wie kannst du, unter welcher Gegebenheit auch immer, – das sein, was du sein möchtest – wie kannst du getreu die Wahrheit von wer du bist sein? Wie kannst du dich selbst in dieser Lage enträtseln?
Weder bedeutet das, zu ignorieren, wo andere Menschen stehen. Es geht nicht darum, sie gering einzuschätzen. Du kannst ihren Blickwinkel sehen, und dennoch hast du nicht dort zu sein, wo sie sind. Sie können sein, wo sie ihrer Wahl nach sind, und demgemäß auch du.
Heute stehst du Wahlen gegenüber.
Manchmal scheint es, dass keine der Wahloptionen, die sich ausweisen, das darstellen, was du willst. Und das mag so sein.
Gleichzeitig kannst du an der Stelle den Goldklumpen finden. Möglicherweise lag er da immer, und du hast ihn einfach nicht gesehen.
Erwäge deine Wahlmöglichkeiten, auch jene, die du nicht möchtest, so als würdest du Blätter umdrehen. Vorher kannst du nicht wissen, was unter ihnen liegt.
Wahlen führen zu Wahlen. Und auf diese Weise werden Wahlen zu günstigen Gelegenheiten. Du weißt nicht, wozu eine jede Wahl führt, aber du kannst wissen, du bist derjenige, der sie trifft.

