HEAVEN #512 Gottes Herz
GOTTES HERZ
Ich sage dir, dich zu erheben. Solltest du meinen, du seist nur dein sterblicher Körper, der herumgeht, so bist du bis in die Tiefen von dir tot. Ich lasse dich von den Toten auferstehen. Dorthin gehörst du nicht.
Du hast dich selbst zu einem Schlafwandler gemacht. Du bewegst dich hin und her, während du schläfst. Du weißt nicht, was du tust. Du kennst nicht den Unterschied zwischen Schlafen und Erwachen.
Ich stellte keinen Wecker für dich. Es hat vor langer Zeit geläutet. Alle Vögel singen es: »Wache auf, erwache zu der Morgendämmerung.«
Die Winde in den Bäumen sagen es zu dir.
Die Sonne sagt es still jeden Morgen.
Alles erwacht am Morgen, außer du. Dein Körper erwacht. Du wäscht dein Gesicht. Aber du trägst ein altes Bild von dir herum, und dasjenige siehst du in dem Spiegel, während du dich rasierst.
Du siehst Altes, Altes, Altes, wo immer du hinschaust. Du siehst nicht neu, weil du dich nicht nach ihm umschaust. Du schaust, um zu sehen, was du immerzu gesehen hast, und das nennst du Behaglichkeit. Zur selben Zeit beklagst du dich darüber.
Alles, was du zu tun hast, ist, deine Augen öffnen.
Und eben davor hast du Angst. Was du genau befürchtest, das weiß Ich nicht. Du kannst nicht weniger sehen, als du gesehen hast. Du kannst nur mehr sehen. Und da ist mehr, was gesehen werden kann.
Du fürchtest, deine Gedanken zu ändern. Du meinst, was du immer gedacht habest, oder was dir übermittelt worden sei, daran müsse festgehalten werden, so als sei das heilig. Indes ist es Heiligkeit, die Ich dir gab, du hast sie allerdings gehen lassen. Du akzeptierst Schlacke für Gold und lässt dich selbst im Stich. Du akzeptierst altes zerhämmertes Zinn, und du übersiehst den goldenen Löffel.
Einerlei, wie weit du gekommen bist, du hast noch weiter zu gehen.
Ich schlüpfe nicht vor dir weg, aber du hast mehr Öffnung zu bewerkstelligen. Du kannst dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen, denn dann sind es keine Lorbeeren mehr.
Ich bin kein Gott, Der sich ändert. Ich bin kein Gott, Der von dir fort ist. Und gleichwohl hast du zu Mir hin zu reisen. Du hast deine Hand vom Geländer zu nehmen und zu Meinem Herzen hinaufzusteigen.
In welcher Geschichte du dich auch befindest, es gibt eine andere Freitreppe, und noch eine weitere, und mit jeder Staffel gelangst du näher zu deinem Gewahrsein Unseres Einsseins.
Ich rufe dich zu Unserem Gewahrsein. Habe keine Angst. Es gibt für dich nichts anderes zu tun, als zu kommen. Du hast all das Herumrennen getan, was du konntest. Halte jetzt einen Augenblick an, und richte dein Auge auf Mein Sehnen nach dir. Möchtest du, dass Ich Mich nach dir sehne, oder möchtest du Mir gerne antworten?

