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HEAVEN # 4958 Leben handelt vom es Ausleben

LEBEN HANDELT VOM ES AUSLEBEN

Gott redete …

Was geht da gleichzeitig vor, wenn du um Rat bittest? Manchmal hast du eigentlich nicht um Rat zu fragen. Manchmal möchtest du mehr Rückendeckung als Rat. Es ist keine tolle Idee, um Rat zu fragen, den du im Grunde gar nicht möchtest. Du treibst etwa ein Spiel mit dir selber, du, der Frager, und du, der Andersdenkende.

Was bringt dich andererseits auf den Gedanken, Andere wüssten es immer besser als du oder sie wüssten es recht wahrscheinlich besser als du? Was ist das für ein Mangel an Glauben an dich selbst, den du anscheinend mit dir herumträgst? Noch mehr als das, du magst meinen, danach sieht es aus, jeder wisse es besser als du, was zu tun und wann es zu tun und wie es zu tun sei, und was zu sagen und wie es und wann es zu sagen sei. Es scheint manchmal so, dass eine zufällige Verkäuferin in der Ladenabteilung Bescheid weiß, welcher Hut dir am besten steht, und sie verausgabt dein Geld. Natürlich, sie kann recht haben. Handelt dein Leben vom es leben, oder von deiner Präsentation, die es erfährt?

Akkuratesse ist nicht immer der Punkt des Lebens. Es ist mehr am Leben als Genauigkeit. Nicht eine Menge Leute weiß mehr als du. Wie lautet euer Weckruf zum Leben, Geliebte?

Das Leben handelt nicht genau davon, alles mustergültig zu tun. Das Leben ist etwas, was ihr lebt, nicht genau, was ihr schiedsrichterlich entscheidet. Ja, natürlich, ihr hättet es gerne, die Dinge zu tun, die als das Richtige betrachtet werden, als richtig für euch und als richtig in den Augen der Anderen. Das ist nachvollziehbar, allerdings, wäre das Leben ein mathematisches Problem, so wäre die richtige Antwort herausbekommen nicht die ganze Geschichte. Den Verlauf durchmessen, eine Antwort für dich selber herauszufinden – dies ist schon näher dran.

Was wäre denn, falls es so etwas wie um einen Rat bitten nicht gäbe? Was wäre, falls jeder seine oder ihre Entscheidungen selber fällte? Was wäre, wenn deren Wahlmöglichkeiten nicht dermaßen vertuscht oder verkompliziert worden wären, wie es die Welt mit ihnen zu unternehmen scheint? In Wahrheit, egal wie viele Leute du um Rat angehst, egal wie vielen Empfehlungen du nachkommst, letztlich bist du dein eigener Zeichendeuter. Gewisslich bist du derjenige, der gemäß deinem eigenen Willen handelt. Du bist derjenige, der Ja oder der Nein sagt, oder der früher oder später äußert, er könne ohne Hilfe von außen einen Beschluss fassen oder ihn nicht fassen. Es gibt nichts, was du zu erweisen hast. Du bist hier auf der Erde, um zu leben und um zu lieben, nicht, um in deinen Augen oder in den Augen eines Anderen mustergültig zu sein.

Falle bei deinen eigenen Entscheidungen überzeugter aus. Du hast dich nicht so feste an den Zügeln deines Lebens festzuhalten, ebenso wenig hast du die Zügel jemand anderem zu überlassen. Einerlei welchen Entscheid du fasst, du bist der, der ihn fasst. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung bist du zu weitaus mehr in der Lage, als du dir zutraust, und als vielleicht Andere dir zutrauen.

Was ist der Kern bei deinem Aufsuchen einer zweiten oder dritten oder vierten Meinung? Ist es die Idee, dass ein jeder mehr wissen müsse als du? Oder kann es sein, dass es im Kern um deine Angst oder Unwilligkeit, Verantwortung für dich selber zu übernehmen, geht? Was veranlasst dich, bei Anderen nachzufragen?

Wie gut du weißt, was andere Leute tun sollten, wie klar und augenscheinlich es dir ist, sobald es um andere Menschen geht, stimmt das etwa nicht? Ein Grund dafür liegt darin, dass, sobald es sich auf jemand anderes beläuft, die Zuständigkeit nicht die deine ist. Gleichzeitig kann niemand die Verantwortung tragen für die Routen, die du einschlägst.

Fragt Mich, Geliebte. Fragt euch selber. Vielleicht habt ihr euch in ein Loch eingegraben. Vielleicht wart ihr euer ganzes Leben lang auf einer einzigen Spur. Lauscht auf eine Antwort. Es gibt immer mehr denn eine Möglichkeit. Das Leben ist Unendlich, und demnach seid ihr Unendlich.