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HEAVEN # 4948 Zu Gott hingehen

ZU GOTT HINGEHEN

Gott redete …

Du möchtest die Idee los lassen, dass du, sobald das Leben für dich hart überkommt, eine Bestrafung erfahrest. Denke nicht mehr in Bezügen von schweren Zeiten, von sie durchlaufen, von in einer Klemme, in Schwierigkeiten, in einer Sackgasse sein. Denke nicht mehr länger, das Leben habe dich am Nacken gepackt und schüttle dich hin und her, oder, das Leben sei gnadenlos, oder, im Leben seist du am Spießrutenlaufen. Geliebte, Geliebter, das Leben in der Welt hat eine schlechte Presse bekommen. Es kam zu verkehrten Reklamen, und im Großen und Ganzen hast du dich in sie eingekauft. Dachtest du, das Leben sei ein Dschungel voller Gefahren, und dich darin als hilflos? Denke noch einmal.

Denke dir das Leben nicht mehr als aufgespalten in zwei Lager, Vergütung oder Bestrafung. Denke dich nicht mehr länger als entweder einen Empfänger von Gutem oder einen von Schlimmem. Kennzeichne dich nicht mehr länger als schlecht, abwegig, dumm oder in anderen Begriffen, mit denen du dich bewerfen magst. Denke nicht mehr, was du als Bestrafung betrachtest, bringe dir Vergütungspunkte ein, so, als berechtige dich Leiden nunmehr zu einer Rückvergütung. Sei deine eigene Rückvergütung, Geliebte, Geliebter. Bereite dir so gut als möglich deinen eigenen Stuhl zum Draufsitzen.

Es wird ein Riesenschritt nach vorne sein, sobald du neue Begriffe verwendest, was dich und das Leben anbelangt, und sobald du nicht mehr in Begriffen von richtig oder falsch, von weise oder töricht, dumm, schwach, ungut, usf. denkst. Richte mit guten Manieren das Wort an dich. Du bist ein Kind Gottes. Du bist berechtigt, dies zu wissen und dies zu leben.

Kein Leben wird vergeudet. Hörst du Mich? Du bist nicht mehr eine Stimme in der Wildnis denn Ich. Du wirst vernommen, und dir wird geantwortet.

Sieh dich in einem erstklassigen Kriminalroman. Du bist der heldenhafte Detektiv. Selbst der heldenhafte Detektiv kann seine Zeit mit unrichtigen Hinweisen verbringen. Es kann sein, die Hälfte des Romans geht er falschen Anhaltspunkten hinterher. Sieh dich im Leben nicht mehr länger als einen Ermittlungsbeamten.

Noch auch sollst du dich als einen mit Leib und Seele bei der Sache seienden Gärtner sehen, der Unkraut zu ziehen hat, so als ob Unkrautjäten die tragende Säule deines Garten wäre, so als würde dein Garten mit einem einzigen Unkraut darin den Anforderungen nicht genügen. Erachte die Wildkräuter als Freunde für deinen Garten. Du hast weder Unkraut auszurotten, noch hast du jede existente Fehlerstelle auszurotten. Du hast nichts auszumerzen. Du bist ein Seinswesen, mehr denn ein Tuer. Von deinem Seien, von dorther erhebst du dich.

Sei ein ehrlicher Begrüßer von allem, was im Leben erscheint. Etwas tritt vor dir in Erscheinung. Heute wirst du denken, es sei wundersam, und morgen nicht. Heute wirst du denken, dass etwas, was auftritt, bösartig ist, und am nächsten Tag, oder im nächsten Jahr, kannst du sehen, dass dir, was dir dermaßen grässlich erschien, Sonnenschein in dein Leben brachte.

Denke nicht, dass Ich ein Gott bin, der belohnt und bestraft. Was für ein Gott bin Ich deiner Auffassung nach? Falls du Mich als einen Geldwechsler oder Lehrer gedacht hast, mit einem Lineal, um dir damit auf die Finger zu schlagen, dann denke noch einmal. Falls du Mich als jemand denkst, dem es anstehe, dir die Süßigkeit deiner Wahl auszuhändigen, dann denke noch einmal. Falls du Mich als einen Gott denkst, der ein übergreifendes Bild von der Zukunft innehat, bist du auf der rechten Spur. Ich bin immerhin mit der sogenannten Zukunft vertraut. Sie geschieht im Moment.

Das Leben liegt nicht immer direkt in deinen Händen. Es ist kein Schachspiel unmittelbar vor dir, das du zu gewinnen hast. Das Leben handelt nicht von Gewinnen oder Verlieren. Es handelt vom Ausleben. Das Leben geht um Wasser, was durch deine Hände strömt. Das Leben geht um Sonnenschein, der die Gewässer zum Funkeln bringt. Es ist keine Feste, noch auch ein Gefängnis. Heute magst du auf Wasser laufen. Morgen kannst du auf Steinen laufen.

Dessen unbeschadet, du bist stets der Geher, und mithin gehst du. Du läufst zu Mir.