HEAVEN # 4896 Das Leben unterweist
DAS LEBEN UNTERWEIST
Gott redete …
Du wunderst dich, wie du derart viele Heavenletter lesen kannst, wie du im Verständnis derart stark zunimmst und davon profitierst, und dann, wumm, findest du dich, wieder einmal, voller Ärger und Aufregung, im Umgang mit jemandem, oder gar mit dir selber. Du verstehst Friede. Die erfasst ihn. Du erfasst alles, Was Ich sage, und du hältst es für wahr, und du möchtest es gerne dauernd leben. Dir war klar, Fortschritt würde nicht über Nacht eintreten, und doch, du hast große Fortschritte gemacht, und dann, wie im Handumdrehen, scheint es, als löse sich dein Fortschritt puff in Luft auf.
Wenn du aufgebracht bist, wo ist da dein Fortschritt?
Wisse dies, dass dir das Leben in jeder Minute etwas aufzeigt. Was ist Ärger denn anderes als eine Art Selbst-Bezogenheit? Letztlich, Geliebte, handelt das Leben nicht so sehr von euch. Ihr seid eine Drehscheibe, das ist sicher. Der Knotenpunkt von euch heißt, in der Welt Friede und Harmonie zu zeugen. Der Angelpunkt ist nicht vollauf vorgesehen, euch zu Diensten zu sein. Genauso wenig ist der Knotenpunkt von euch angelegt, einzig Anderen zu dienen. Ja, ihr erweist Anderen Gefallen, und gleichwohl ist dies nicht insgesamt gesehen eure Zweckbestimmung. Euer Anliegen ist augenblicklich, Mir zu Diensten zu stehen. Sobald du in eine Ärgergrube fällst, gibt es etwas, was du dir entgehen lässt.
Wer denn wäre in deiner bestimmten Situation nicht unglücklich und wütend, wirst du nachgerade fragen, und alldieweil, nach wie vor übersiehst du etwas.
Wisset dies, Geliebte, und seid ermutigt. Ihr nehmt in die Richtung zu, wo ihr nicht so viel zu kämpfen habt. Dies meint nicht, ihr fügt euch überwiegenderweise Anderen stillschweigend. Es ist das Leben, dem sich zu fügen euch anliegt. Ihr rückt beiseite für die Ausdehnung des Lebens. Lasst es Uns so formulieren: Ihr erlernt es, in der Welt in Frieden und Eintracht zu leben, und mitunter habt ihr für das Leben beiseitezurücken.
Ihr kennt es, Ärger ist für euch und für niemanden gut, und doch, Ärger scheint euch zu bestürmen.
Weil jemand auf euch eine Wut hat, habt ihr nicht mit ihm Ärger zu haben. Ihr habt nicht wütend zu sein, indes seid ihr es des Öfteren. Zur selben Zeit ist euch ihre Lage nicht nachvollziehbar. Ihr wisst von jetzt an, dass Wir im Leben nicht Sein-Sollen, dass Wir im Leben nicht Sein-Müssen oder Sein-Zu-Haben bereden. Wir reden nicht über rechtschaffene Selbstgerechtigkeit. Wir reden über emotionalen Schmerz, über denjenigen eines Anderen und über den deinigen.
Im allgemeinen vernehmen beide aufgebrachte Parteien den Anderen nicht oder haben ihn nicht im Blick. Es ist nicht so, dass du und der Gegenüber teilnahmslos gegenüber dem Schmerz des Anderen, der auf dich zu gerichtet ist, sind. Krieg ist nicht bloß eine Kontroverse einer Nation gegen eine andere. Krieg kann Gatte gegen Gattin sein, Eltern gegen Kind, und so weiter. Und ein Krieg, in den du dich verwickelst, kann zudem zivilisiert sein. Der Krieg ist inwendig in dir, einerlei, wie sehr er außerhalb zu sein scheint. Irgendwo gibt es einen blinden Fleck, und er ist inwendig in dir.
Vermittels unwohler Lagen weitest du deine Vergegenwärtigung der Pfade anderer Menschen in der Welt aus. Etwas hat ausgereicht zu werden, und es ist Verstehen, welches zuzuwenden hat. Dein Verstehen hat zu geben. In derartigen Situationen bist du nicht der einzige, der sich verletzt fühlt. Und die andere Person ist nicht die einzige, die stumpf ist. Es muss so sein, dass du ebenso stumpfen Sinnes bist.
Im Leben rüberrücken ist für dich Platz machen, nicht, um klein beizugeben, sondern vielmehr, um dorthin zu gelangen, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Indem du mehr in die Breite und in die Weite siehst, wechselst du natürlich deine Grundhaltung. Ein kleines Licht linst herein, und du schickst dich an, zu sehen, so wie dein so genannter Gegner sieht. Er liegt nicht insgesamt falsch. Du hast nicht vollauf unrecht, freilich sind richtig oder verkehrt nicht der Punkt.
Der Punkt ist der: Was wirst du nunmehr tun? Was du jetzt tun wirst, hängt davon ab, was du siehst. Du wirst mehr sehen, als du im Blick gehabt hast. Du wirst gewahrer, und alles ändert sich. Du wirst verwandelt, und die Situation wandelt sich, und eure Leben werden umgewandelt. Blockaden werden beseitigt. Du wirst womöglich nicht mögen, was du zu erblicken bekommst, Blockaden gegenüber Eintracht werden indes fortgeschafft.
Du kommst aus der Boxkampf-Betriebsart heraus, wo du zuschlägst und danach der andere zuschlägt und so hin und her. Hin und her reicht nicht mehr. Es reichte niemals wirklich, aber du wusstest nicht um Besseres. Jetzt weißt du es besser. Sobald du einmal die Lage und deinen Platz in ihr anders in Betracht hast, findest du eine neue Straße, die einzuschlagen ist. Du erblickst die Frage. Du erhältst eine Antwort, und du handelst ihr entsprechend. Sobald du einmal eine Antwort bekommst, wird die ganze Situation umgewandelt. Und du tust, was immer nötig ist, sei es nun, selbiges fällt einem leicht, oder nicht. Das Leben unterweist euch, Geliebte, demzufolge lernt ihr hinzu, und mithin seid ihr am Wachsen.

