HEAVEN #477 Gottes Existenz
GOTTES EXISTENZ
Auch dann, während Ich zu dir rede, auch dann, während du Meine Worte liest, wunderst du dich manchmal über Meine Existenz. Du fragst dich, ob Ich existiere, genauso wie du dich manchmal fragst, ob du existierst oder ob du und deine Bekannten und dein Leben schier ein Traum seien.
Trennung ist letztlich bloß ein Traum, aber sie ist der Traum, in dem du dich befindest. Sie ist dein Traum.
Es ist alles durch dich. Ich komme in dein Gewahrsein, die du Existenz nennst, durch dich.
Weil Ich ein intimer Part von dir bin, bedeutet nicht, dass Ich nicht existiere. Ich bin angezapft. Du zapfst bei Mir an. Ich bin weitaus mehr als dein Denken, wiewohl Ich dir in deinem Denken bewusst werde. Du denkst dir Mich nicht aus. Ich bin die Realität. Alles Sonstige ist schier ein Traum, eine Ausgestaltung Meiner Energie, die in eine dritte Dimension des Physischen hinein schlüpft, auf die du dich in hohem Maße verlässt, mehr als du das zu tun hast.
Du möchtest, dass wir einander nahe sind, doch eben diese Nähe erachtest du als Nachweis Meiner Nichtexistenz.
Dass es zwischen Uns keine Distanz gibt, meint nicht, dass Ich nicht existiere. Ich habe nicht von dir getrennt zu sein, um zu existieren. Ein Gedanke ist ein Gedanke, aber ein Gedanke von Mir ist nicht gewöhnlich. Ich bin nicht wie die Gedanken in einem Traum. Ich bin ein anderes Gefilde des Denkens.
Ich existiere jederzeit überall, ob Ich in deinem Gedanken existiere oder nicht. Ob du an Mich denkst oder nicht, wasimmer du von Mir denkst, Ich existiere, und ohne Meine Existenz wärest du keines Gedankens fähig. Du kommst von Mir. Du bist Mein Gedanke, der zur Erde zur Auslieferung gelangte. Ich bin von deinem Denken nicht abhängig. Du bist von DEINEM Gedanken abhängig.
Sieh Mich wie Luft. Luft ist. Etliche vermögen sich Meiner zügiger zunutze zu machen als andere. Etliche können Gott leichter einatmen. In dem Maße - um den Vergleich mit der Luft fortzuführen - könnt ihr sagen, dass die Luft an manchen Orten dünner ist als an anderen. Ihr könnt sagen, da und dort gebe es mehr Sauerstoff. So etwas könnt ihr sagen.
Wenn es allerdings auf Mich hinausläuft, ist alles gleich. Ich bin überall der gleiche. Ein wahrgenommener Unterschied ist bloß eine Wahrnehmung – oder eine Rezeption. Deine Zutrittsbefähigung zu Mir ist mehr oder weniger von deiner Wahrnehmung abhängig, und deine Wahrnehmung, worauf fußt sie? Auf deinem Denken. Du nimmst das wahr, was du dir selbst stattgibst wahrzunehmen. Du kannst ein wenig von Mir einlassen oder eine Menge. Unbesehen was du in dein Gewahrsein einlässt, von Mir gibt es eine Menge. Einzig ein Menge. Alleinig Alles.
Ich bin nicht mehr an einem Ort existent als an einem anderen. Mit Sicherheit bin Ich nicht durch die Geographie beschränkt. Woimmer ihr euch jetzt befindet, auf einem Berggipfel oder in einem Loch, das ihr ausgehoben habt, Ich bin voll und ganz bei euch, nicht mehr, nicht weniger. Und Ich bin in eurer Reichweite.
Nun wunderst du dich über die Erfahrung, die Manche von Meiner Erscheinung auf einen Schlag bei Donner und Blitz vor sich haben. Sie dachten nicht einmal an Mich, als Ich urplötzlich in hellem Licht in Erscheinung trete - so, als käme Ich ihnen unerbeten -, und dann sind sie, ganz zu ihrem Glück, nie mehr die gleichen. Sie sind erleuchtet, da Ich erschien und sie auf einen Schlag zum Ritter erhob, danach sieht es aus. Und du möchtest, dass Ich dir auch so erscheine. Du möchtest gerne, dass Ich unwiderlegbar bin.
Ein Anderer streckte sich nicht einmal nach Mir aus, und Ich erschien vor ihm, und du fragst dich, warum jener, und nicht du.

