HEAVEN # 4693 Jedem das Seine
JEDEM DAS SEINE
Gott redete …
Mache dir aus der Hälfte der Dinge nichts, aus denen du dir etwas machst! Werde mit allen Ärgernissen fertig. Mit allen!
Anders ausgedrückt, meint das: „Lasse los!“
Anders ausgedrückt, meint das: „Das ist nicht von Belang.“
Anders ausgedrückt, meint das: „Nimm - was auch immer - nichts als einen Affront.“
Anders ausgedrückt, meint das: „Nimm es nicht persönlich.“
Sprich dich davon frei, Andere für ihr Fehlbenehmen zu rügen. Selbst wenn jemand in deine Privatsphäre eindringt, lasse es von dir abperlen. Was stellt sich für dich als hinlänglicher Grund heraus, dass du ein Ärgernis in dir schwären und dir deinen Morgen oder Nachmittag oder den Tag verderben lässt? Selbst wenn dich jemand ausschimpft, als wärst du ein Kind, was machst du dir darüber Sorgen? Was getan ist, ist getan.
Stelle im Radio deines Geistes und Herzens einen anderen Sender ein.
Hört zu, ihr lieben Kinder, selbst wenn euch jemand herabwürdigt, das ist deren Geschäft, nicht das eure. Ihr seid nicht für jemanden rechenschaftspflichtig, außer für euch selber – und für Mich. Keiner ist überdies jemandem gegenüber rechenschaftspflichtig, außer sich selber und Mir gegenüber. Einem anderen Menschen steht es nicht mehr an, an deiner Art herumzuflicken, denn es dir ansteht, Anstalten zu machen, deren Manier auszubessern.
Ja, gewiss, jeder Mensch auf der Erde täte gut daran, sich zurückzuziehen davon, was im Grunde nicht sein Geschäft ist, und doch, du Liebe, du Lieber, das gilt ebenso für dich. Denke zwei Mal darüber nach, was dein Geschäft darstellt, welches du zu besorgen hast, und was nicht. Ein Mangel an Rücksicht oder an Benehmen oder an Gewahrsein aufseiten eines Anderen gehört jenen zu, einen Umgang damit einzurichten, nicht dir. Selbst dann, wenn deren Mangel in dich hineingewirkt hat, es ist nicht dein Geschäft, Andere zu bessern. Es ist nicht dein Geschäft, Andere über den Irrtum ihrer Wege zu belehren. Keinesfalls. Du bist nicht mehr der Aufseher der Welt, denn es sonstjemand ist.
Ist dies für dich neuartiges Denkgut? Vielleicht hast du gedacht, es sei dein Geschäft, alles in der Welt zurechtzurücken, während eben dieses Geschäft nicht das deine ist. Sei froh, dass du aus dem Schneider bist. Weil ein Anderer dir bei deinem Frieden und deiner Ruhe ins Gehege kommt, ist kein Beweggrund, dass du bei ihm dort ins Gehege kommst. Hier geht es nicht um Wie du mir so ich dir, Geliebte. Du hast bei dir selber genug, um darauf zu achten. Außer du bist der Koch, lüpfe nicht den Deckel. Außer du bist der Koch, rühre nicht in der Suppe. Außer du bist der Koch, gib kein Salz zu.
Du sagst, es gebe da Ausnahmen? Ja, natürlich. Sobald Wir über deine von dir abhängigen Kinder reden, sie bilden eine Ausnahme. Wenn du Lehrer bist, hast du über das Betragen des Anderen einiges Sagen. Als Verkehrspolizist ist Dazwischengehen eine Option. Habe gleichzeitig Acht, dass du nicht darüber hinaus gehst, was an dir ist zu tun. Warte - so viel wie möglich - so lange, bis dich jemand um deinen Rat bittet, warte eher als anzuordnen.
Einerlei wie viel du deiner Auffassung nach weißt, wie sich ein Anderer in der Welt aufführen sollte, die Wahrheit ist die, dass du auskömmlich genug hast, dessen du dich bei dir selber annehmen kannst. Niemand ist im Grunde eine Autorität, was jemandes Lebensart in der Welt angeht. Möchtest du gerne ein freisinniger Geist sein? Dann sorge dafür, dass du jene Freiheit überdies jedem Anderen sonst einräumst.
Du hast Angelegenheiten, die dir am Wichtigsten sind, und Andere haben ihre eigenen Prioritäten. Du hältst nicht daraufzu, dass jemand genauso denkt wie du, und, weswegen solltest du ihn dazu bringen mögen? Wer bist du, dass du Anderen ansagst, was sie tun sollen, was sie hätten getan haben sollen oder was sie von jetzt an tun müssten? Sie haben ihre Gründe für ihr Tun, wie sie es zuwege bringen, und du hast die deinigen.
Dies mag für euch, oder für einige unter euch, ein Schock sein, ein Schock, dass ihr selber, in den Begrifflichkeiten der Welt, ebenso nicht mustergültig seid.
Ja, ihr Lieben – Jedem das Seine.

