HEAVEN # 4228 Ein Chor von Engeln
EIN CHOR VON ENGELN
Ich mag dich. Wirst du Mich gernhaben? Du hast Mich nicht zu vergöttern. Mich gernhaben ist gut genug. Sei entlastet von der Vorstellung, Mich zu lieben zu haben, als wäre Ich ein großartiger Wesir. Ich bin niemand, und Ich bin Jedermann. Sieh Mich eher wie jemand, in den du dann und wann hineinläufst, und bei dem glücklich bist, ihn zu sehen. Mache aus Mir keinen geheimnisvollen Nimbus. Ich bin schlicht Gott.
Ich habe gesagt, dass es im Leben in der Welt an dir ist, Liebe aus deinem Herzen herausströmen zu lassen, und dennoch ist es gleichzeitig nicht so, dass du dich in Jeden zu vergucken hast. Das schließt Mich mit ein. Du hast dich nicht in Mich zu verlieben. Die Zeit wird kommen, wann du es tust, da du Unser Einssein einsiehst. Ich möchte es klar herausstellen, es ist nicht so wie wenn du Mir oder irgendwem etwas schuldest. Du schuldest es dir selber, die Liebe von deinem Herzen heraus fließen zu lassen. Sobald du Liebe aussäst, was wirst du deinem Dafürhalten nach zu ernten bekommen? Im Grunde genommen kommt Liebe ernten im Säen von Liebe zu liegen.
Das Aussäen von diesem oder jenem ist geradeso dessen Ernten. Du bist der Sämann, du bist die Tätigkeit des Säens, und du bist das Gesäte. Du bist der Liebende, du bist die Tätigkeit des Liebens, und du bist die Liebe. Du stellst Liebe dar. Aus deinem gesegneten Herzen heraus erschaffst du Liebe in der Welt und bist du desgleichen die erschaffene Liebe. Du bist Einssein. Du bist der Geber. Und du bist der Empfänger.
In Wirklichkeit gibt es niemanden in der Welt außer dir, außer Mir, außer dem Einen von Uns. Die Welt existiert aufgrund deines Gewahrseins von ihr. Du und die Welt sind eins. Du lebst in der Welt, die du ausgesät hast. Du bautest eine Frucht namens Welt an. Es ist dein Bauernhof. Es ist deine Pflanzung. Deine Schöpfung.
Hast du Mich erschaffen, oder erschuf Ich dich? Tatsächlich waren Wir (Ich) immerzu. Es gab nie und nimmer eine Zeit, der Wir entkamen, nun gut, vielleicht dem Schlafen, falls du Stille schlafen nennen möchtest. Und somit rührten Wir (rührte Ich) von der Stille her und Wir (Ich) wagten Uns in den Schall, und somit machten Wir (machte Ich) allerhand Arten von Musik. Die Welt barst aus einer Flöte, oder aus einer Tuba, oder aus einer Schwingung, die erschallte, aus Energie, die strudelte, aus Liebe, die sich wie Seide oder Zuckerwatte herumdrehte. Es gibt alleinig Variation dessen, was Einssein ist, was Einssein auf jedweder Ebene ist. Das Lied singt nach wie vor auf, und du bist das Lied, die Tätigkeit des Singens und der Sänger. Und doch, da ist Ein Lied, und das Lied ist Liebe, und du bist Liebe, und Ich bin Liebe, und Liebe ist alles.
Hinwiederum ist Liebe nicht auf Befehl. Dein Gewahrsein von Liebe ist nicht auf Anordnung hin. Dir selbst überlassen, bist du schier Liebe aus jedem Winkel. Mithin, nein, du schuldest Mir nicht Liebe. Du schuldest nichts, freilich hast du Türen zu öffnen, und dein Herz aufzutun, denn dein Herz ist ein Tor, das sich zu einem schönen Garten hin öffnet, zu einem schönen Garten, der inwendig in dir ist, und der als die Erde betrachtet werden kann, als die Welt, als der Erdball, als die Galaxien, die Sonne, der Mond, die Sterne und alles.
Ein jedes Seinswesen auf der Erde ist deine Schöpfung. Du erschufst den schönen Garten. Sofern du ihn nicht siehst, erschufst du, du, als ein endliches Seinswesen auf Erden, etwas anderes. Falls du Unkraut erblickst, hast du es erschaffen, und dennoch kann selbst Unkraut schön sein.
Ich erschuf das Paradies nicht ohne Hilfe und nicht ganz allein. Ich hatte einen Chor um Mich. Wir sind Einssein, und trotzdem sangen Wir ein Duett, oder so in etwa sieht es aus.

