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HEAVEN # 4174 Die eingebildete Welt

DIE EINGEBILDETE WELT

Wie wonnig ist diese eingebildete Welt, die Ich erschaffen habe. Ich erschuf Einbildungsvermögen. Ich bekundete Einbildung. Das individuelle Du ist eingebildet, eine Einbildung bis in die letzte Einzelheit. Ich dachte Mir männlich und weiblich aus, und Ich gab den einen dem anderen. Ich malte Mir einen Garten Eden aus, der der Realität davon, was in der Vorstellung war, recht nahe kam. Einbildungen ergriffen die Macht, und danach herrschte Verwirrung, und Geschichten nahmen ihren Anfang, und sie haben nach wie vor ihren Fortgang. In der Straße ist ein Schlagloch. Es hat in der Straße ein Schlagloch zu sein, an dem du vorbei gehst oder über das du springst. Geschichten benötigen so etwas. Es muss angehaltenen Atem geben. Es ist eine solche Anspannung da.

Spannung ist wie eine Toffee-Zugkraft. Spannung wird ausgedehnt, und danach aufgelöst. Der Atem wird abgelassen, das Leben geht weiter, und fernere Dramatik entspringt.

Meine Kinder erzählen mehr als eine Geschichte. Sie leben sie. Danach sieht es aus. Einbildung macht alles real. Einbildung macht Drachen und allerhand andere Dinge real. Der Schwarze Mann ist real. Gnome sind real. Alles kann real sein, vielmehr, alles kann real erscheinen, so lange wie man es für wahr hält.

Sterne sind zum etwas Wünschen da. Dies ist eine würdige Tradition. Und die Sonne ist zum Sich-Aalen und zum Erhellen Unserer Wege da. Der Leitstern zieht dich wie die Gezeiten. Du hast freien Willen, indes ist freier Wille zaghaft und tastend. Du hast zahlreiche Reflexe. Letztlich liest du sie aus, selbst obschon du sicher bist, du tuest es nicht. Du bist dir sicher, dass dir Reflexe untergeschoben sind. Vielleicht handelt es sich um ein Zahlen-Spiel, und dir sind bestimmte Reflexe oder Reaktionen angetragen, derweilen du sie eher nicht haben möchtest.

Jemand oder etwas sagt: „Tanze“. Und du tanzt. Jemand oder etwas sagt: „Weine“, und du weinst. Entgegenkommendes Gefälligsein ist dein Wille. Es kommt aus dem Versteck hervor und hebt an, sich selber vor deinen Augen zur Schau zu tragen. Von deinem Herzen bis zu deinen Augen tänzelt das Wohlgefallen.

Der Nebel löst sich diesen Morgen auf, denn du bist der Sonnenschein, der den Sonnenschein von sich selbst erspäht. Der Entdecker ist er selbst, welchen er aufspürt. Er wohnt der Darbietung der Entdeckung dessen bei, was er stets gekannt hat. Im Zentrum der Einbildung obendrein hat er die Wahrheit gekannt, und er spielt eine Partie des Wiederentdeckens dessen, was immer bekannt, allerdings abgewehrt wurde. Er hat seine Augen abgewandt. Du wendest deine Augen ab. Es ist ein schmales Schlüsselloch, aus dem du Licht herein lässt. Dies stellt die von dir festgelegten Chancen dafür dar, das Leben interessant zu machen.

Wie viel erheischt demgegenüber dein Interesse, frage Ich dich. Du möchtest gerne wissen, wie du dazu gelangtest, zu sein. Keine Worte werden dir das darlegen. Es hat dir schier zu dämmern. Du ziehst ganz schlicht ein Rollo hoch, und die Sonne scheint auf dich.

Die ganzen Geschichten sind ausgedacht. Du konfigurierst sie. Sie sind wie die Sandburgen, die du am Strand aufbaust und die die Wellen wegwaschen. Wer kann sagen, dass sie jemals da waren, denn jetzt sind sie weggewaschen, und der Sand hat sich abermals mit all den Sanden der Zeit vermengt, die auf den Stränden zu liegen kommen.

Wie viele Worte beansprucht Zeit? Können Wörter in Zeit abgemessen werden, so wie die Welt Zeit abmisst? Wie viele Wörter kannst du in der Minute tippen? Wenn du die Antwort kennst, was hast du dann? Wohin hat dich die Antwort gebracht, und aus welchem Grund hast du sie? Was ist daran Gutes?

Einbildung ist ein herziges Lullen inmitten von Stille. Stille ist die Beute, die du um dich scharst. Du scharst Stille und das Lagerfeuer um dich herum. Hier sind zwei Gefilde des Lebens auf Erden – Stille am einen Ende, und Feuer am anderen. Hier ist eine Feuersnot, und Stille und Flächenbrand befinden sich in einem Wettrennen. Und wer siegt deines Erachtens?

Die Stille natürlich, denn Stille ist schier. Kein Streichholz hat angezündet zu werden, damit Stille ist. Die Liebe lebt Stille.